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20 Wetter-Weisheiten: Das steckt hinter den Bauernregeln

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München - Wer kennt sie nicht, die Wetterweisheiten der Bauern. Doch wie viel Wahrheit steckt in den hintersinnigen Reimen? Ein Wissenschaftler hat jetzt die Sprüche analysiert und die Treffer-Wahrscheinlichkeit ermittelt:

Bauernregeln: Im Mittelalter waren sie eine Notwendigkeit für Landwirte. Die Bauern sammelten ihre Beobachtungen, die sie als kurze Reime von Generation zu Generation weitergaben.

Wetter-Weisheiten: Welche Sprüche wirklich stimmen

Trotz moderner Wissenschaft sind sie auch heute noch beliebt. Karsten Brandt, Chef des Wetterdienstes donnerwetter.de, hat deshalb rund 8000 Daten aus den vergangenen 20 Jahren aus ganz Deutschland hergenommen, um 80 bekannte Wetter-Weisheiten auf ihre Richtigkeit zu prüfen. Brandt: „Die vergangene Untersuchung liegt 22 Jahre zurück und war nur auf den ostdeutschen Raum bezogen – wir haben die Überprüfung erstmals getrennt für Nord-, West-, Ost, Mittel- und Süddeutschland durchgeführt.“

Ein Ergebnis: „In Süddeutschland ist die Trefferwahrscheinlichkeit im Schnitt am höchsten.“ Das liege einmal daran, dass viele Regeln aus dem süddeutschen Raum stammen. „Außerdem ist das Wetter im Norden wegen der Meeresnähe sehr wechselhaft, im Süden ist es am beständigsten, sodass viele Regeln, die einen längeren Zeitraum betreffen, eher zutreffen.“

Ende März erscheint Karsten Brandts Buch im Bassermann-Verlag, voraussichtlich mit dem Titel "Was ist dran an Bauernregeln? Altes Wetterwissen auf dem Prüfstand". 

C. Schmelzer/ N. Bautz

So wird das Wetter: 25 Bauernregeln zum Durchklicken

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