Bis zu 18 Grad am Wochenende

Wettervorhersage: Das war's wohl mit dem Winter

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Tristes Winterbild: Auf einem Fleckerl Schnee üben Kinder.

München - So richtig da war er heuer noch nie: der Winter. Mal regnet es, mal scheint gar die Sonne – aber Schnee und Eis? Fehlanzeige. Und was so manchen Winter-Muffel freuen wird: Es bleibt so warm.

Im Januar beispielsweise lag die Durchschnittstemperatur bei 1,8 Grad im Freistaat– das sind satte 3,6 Grad mehr als der übliche Durchschnittswert. Und was so manchen Winter-Muffel freuen wird: Es bleibt so warm. An diesem Wochenende steigt das Thermometer vielerorts gar auf 18 Grad Celsius!

Der Winter – er scheint komplett auszufallen: „Zwar sinken die Temperaturen nach diesem Warm-Wochenende wieder ein bisschen, es wird aber dennoch nicht frostig“, erklärt Diplommeteorologe Dominik Jung von wetter.net der tz. Auch in diesen Restwochen des Februars wird es keinen Wintereinbruch geben.“ Wenn es wirklich nochmal schneien sollte, dann höchstens noch im März. „So weit kann man noch nicht vorhersagen.“

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Wo die Wärme herkommt? Wir haben seit gut vier Monaten eine beständige Westwind-Wetterlage. Das heißt: Ein Tief nach dem anderen zog vom Atlantik nach Bayern. Nur: Diese sind weitaus milder als die Tiefs aus Russland. Erstere schaufeln oft zudem Wärme aus dem Süden nach Europa hoch. Und somit könnte dieser Winter auch der fünftwärmste seit dem Jahre 1900 werden. Der Kalt-Warm-Mix hat aber auch andere Folgen: Stürme! So warnen die Meteorologen vor schweren Böen. „Diese werden aber Bayern nur streifen“, erklärt dazu Dominik Jung. „Mehr als 70 Stundenkilometer dürfte der Wind hier nicht erreichen. Da muss man sich keine Sorgen machen.“

Das ungewöhnlich warme Wetter hat zudem Auswirkungen auf die Gefahren in den Bergen. So sollten Skifahrer und Schneeschuhwanderer besonders vorsichtig sein, da durch das ständige Schneien in den Hochlagen und dann das Tauen tagsüber die Lawinengefahr immens steigt. Jung: „Hier sollte man sich vor Ausflügen unbedingt nach der Gefahrenstufe für die jeweilige Region erkundigen.“

Mit der Klimaerwärmung habe der Warm-Winter übrigens nichts zu tun, ist sich der Meteorologe sicher. „Es gab auch früher schon milde Dezember, Januare und Februare. Und die letzten Winter waren ja eher sehr streng. Es liegt heuer daran, dass sich der Ostwind nicht durchsetzen kann. Positiv ist: Das hat uns allen Millionen Euro an Räumkosten gespart.“

age

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