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Ein Whirlpool für den Professor?

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Ingolstadt - Die Staatsanwaltschaft Ingolstadt hat Anklage gegen einen 46-jährigen Professor erhoben, der wohl noch gern den einen oder anderen Schein mitnahm: Es geht um Bestechung in 23 Fällen.

Professoren gehören normalerweise nicht gerade zu den schlecht verdienenden Mitbürgern. Die Staatsanwalt Ingolstadt hat aber jetzt Anklage gegen einen 46-jährigen Professor erhoben, der wohl noch gern den einen oder anderen Schein mitnahm: Es geht um Bestechung in 23 Fällen. Der Professor, ein Maschinenbauer, hat sich nach Meinung der Staatsanwaltschaft von Unternehmen beschenken lassen – und zwar mit einem geldwerten Vorteil, der sich um die 40 000 Euro bewegen dürfte.

Bei der Annahme der „Zuwendungen“ schien der Herr Professor nicht weiter wählerisch. Doch besonders enge Bande gab es zu einer US-Firma, die auch Whirlpools fertigt. Von der Firma soll er sich einige Reisen in die Vereinigten Staaten finanziert haben lassen. Dabei soll teils auch seine Gattin mitgeflogen sein. Dazu kamen von der Firma auch Geldgeschenke in erheblicher Höhe, und obendrauf wurde das Haus des Professors verschönert: Es erhielt – standesgemäß – einen Whirlpool. Von einer weiteren Firma, so die Staatsanwaltschaft, wurde im Heim die Heizung nachgerüstet – auf Pelletsversorgung.

Der Mann muss sich dafür im kommenden Jahr in Ingolstadt vor Gericht verantworten. Im Falle einer Verurteilung drohen ihm neben einer Geldstrafe auch disziplinarische Maßnahmen. Schließlich kam vermutlich durch ihn das US-Unternehmen an mühsam erarbeitete Forschungsergebnisse.

tz

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