Nebenwirkungen überstanden

Wieder Hoffnung für Krebskind Nici

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Nici geht es besser: Der Schüler aus Schliersee hatte unter heftigen Nebenwirkungen der Therapie zu leiden.

Seattle - Es gibt neue Informationen von Krebskind Nici: Nachdem es zuletzt sehr dramatisch ausgesehen hatte, geht es nun aufwärts.

Die Nachrichten, die uns vom Krebskind Nici erreichen, klingen immer optimistischer. Nachdem der 16-jährige Schlierseer die ex­trem heftigen Nebenwirkungen seiner neuartigen Therapie überstanden hat, meldet sich nun sein Vater Roberto auf der Internetseite help-nici.com mit neuesten Informationen aus dem Kinderhospital in Seattle.

Wie mehrfach berichtet, unterzieht sich Nikolas Kutter, der an einer besonders schwer behandelbaren Form des Knochenkrebses leidet, einer neuartigen Behandlung, bei der ihm Antikörper gespritzt wurden. Die Nebenwirkungen, der sogenannte Zykotinsturm, waren bei dem Buben so stark, dass er bewusstlos wurde, künstlich beatmet werden musste und kaum noch Reaktionen zeigte. Nun kann Roberto Kutter aber vermelden: „Es geht wieder aufwärts!“

Inzwischen absolviert der 16-Jährige seine ersten Trainingseinheiten.

Die Lage seines Sohnes habe sich nach der qualvollen Zeit auf der Intensivstation verbessert. Die anfängliche Orientierungslosigkeit „hat sich deutlich reduziert“, schreibt der Vater, jetzt werde intensiv am Reha-Programm gearbeitet. Dazu wurde Nici in die entsprechende Abteilung des Krankenhauses verlegt. „Dort erhält er ein Aufbauprogramm“, schreibt Roberto Kutter: Sprache, Motorik und Gedächtnis müssten wieder auf Vordermann gebracht werden.

Zu den therapeutischen Maßnahmen gehöre auch Lego-Bauen – das fördere die Feinmotorik. Auf der Homepage hat der glückliche Vater Fotos eingestellt, die seinen Sohn beim Krafttraining zeigen. Durch die starken Krämpfe, die Nici während des Zykotinsturms hatte, waren die Muskeln extrem verkürzt. Er musste erst einmal wieder laufen lernen. Doch das gehe im wahrsten Sinne des Wortes in Riesenschritten, meldet die Mutter Solveig Kutter, die mit ihrem Sohn in den USA ist, während sich Vater Roberto zu Hause in Schliersee um die drei Brüder von Nici kümmert. Nici laufe seit einigen Tagen ohne Hilfe.

Es scheint, dass die Antikörper-Therapie auch beim Kampf gegen den Krebs eine positive Wirkung zeigt, denn der 16-Jährige habe nun „viele modifizierte T-Zellen im Körper“. Und genau die braucht er, um die Leukämie, die bei dem Buben bereits zum dritten Mal ausgebrochen war, nun hoffentlich endgültig besiegen zu können. Für diese Therapie war er in die USA gereist, denn nur dort wird diese neuartige Behandlung angeboten.

Vater Roberto teilte mit, dass sein Sohn und seine Frau nun länger in den USA bleiben müssen als ursprünglich geplant. Aber bei den ermutigenden Nachrichten, die der Schlierseer aus Seattle erhält, lässt sich das etwas leichter ertragen. Übrigens: Den nächsten Blog-Eintrag will Nici wieder selbst ­schreiben!

vp

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