Verheerender Anschlag in Ägypten: Zahl der Toten auf 155 gestiegen

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Kann das Zufall sein?

Verrückt: "Gonzalo" rächt sich an Windkraftgegnern

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Die Rache des Windes: Der Sturm riss einige Dachplatten ab, andere wurden gelockert.

Puch - Der Windgott hat sich gerächt: Der Sturm der vergangenen Tage hat Löcher in das Dach der Anti-Windkraft-Kirche St. Sebastian gerissen.

Die Pucher Kirchenvertreter zweifeln bekanntlich an der Effizienz der Windkraft und haben mit Erfolg gegen ein Windrad in der Nähe des Ortes geklagt. Der Windgott muss seither doch ein wenig beleidigt sein. Denn jetzt hat er Puch und vor allem der Kuratiestiftung St. Sebastian seine Macht und Effizienz gezeigt: Der Sturm dieser Tage, Gonzalo genannt, hat einen Teil des Kirchendachs abgedeckt.

Der Schaden an dem erst vor drei Jahren neu gedeckten Dach erstreckt sich auf etwa drei Meter Länge und 60 Zentimeter Höhe. Der Wind muss ins Gebälk gefahren sein und dann die Dachplatten hochgehoben, verschoben und teils nach unten geworfen haben. Einige Platten hängen im Auffanggitter. Deshalb hat die Kirchenverwaltung den Bereich unten abgesperrt. Sofort handeln war nicht notwendig, erklärte Kirchenpfleger Franz Ostermeier auf Nachfrage: Da die Dachpappe unter den Platten ja auch neu sei, bestehe nicht die Gefahr, dass Wasser eindringt und etwa das Kirchengewölbe schädigen könnte. So habe man auch keine Feuerwehr oder andere Helfer gebraucht. Die zuständige Firma sei aber informiert worden und werde bald erwartet. Insgesamt sei der Fall nicht wirklich dramatisch, sagte Ostermeier und eine Strafe des Windgottes könne das Ganze wirklich nicht sein. Denn Puch sei nicht gegen die Windkraft an sich, sondern nur gegen ein Windrad an einem so sensiblen Ort wie in der Sichtweite des Kirchtums Puch.

Dass sich der Sturm ausgerechnet hier austobte, sorgt unter Beobachtern aber doch für Schmunzeln: So kurz nach dem Urteil contra Windkraft, das sich vor allem auf Argumente des Denkmalschutzes für Kirche und Turm stützte, könne das ja wohl kein Zufall sein, hieß es. Tatsächlich hatte das Urteil des Münchner Verwaltungsgerichts hohe Wellen geschlagen – und der Fall könnte noch weiter Wind machen. Denn die Urteilsbegründung steht aus und das Fürstenfeldbrucker Landratsamt als Genehmigungsbehörde kann theoretisch noch in Berufung gehen

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