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Falls Lotti jemals gefunden wird

Geierschildkröte soll in Münchner Auffangstation

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In diesen Außengehegen der Reptilienauffangstation soll Lotti ein neues Heim finden.

München/Irsee - Während Feuerwehrler in Irsee Stück für Stück den Oggenrieder Weiher nach "Lotti" absuchen, bereiten sich die Experten in der Reptilienauffangstation in München vor.

Die Suche nach „Lotti“, der bissigen Geierschildkröte, geht weiter. Während Feuerwehrler in Irsee Stück für Stück den Oggenrieder Weiher nach dem gepanzerten Tier absuchen, bereiten sich die Experten in der Reptilienauffangstation in München vor. Denn: Lotti soll Münchnerin werden. Die tz hat ihr zukünftiges Zuhause schon mal besucht.

Fachtierarzt Thomas Türbl hält Geierschildkröte Susi.

Die Münchner Tierexperten waren es, die vor über einer Woche herausfanden, dass der achtjährige Bub im Allgäu vermutlich von einer Geierschildkröte gebissen worden war. Jetzt sollen sie die Schildkröte erstmal aufnehmen – wenn sie jemals geschnappt wird. „Dann kommt sie in Quarantäne“, so Fachtierarzt Thomas Türbl. Anschließend wartet ein großes Gehege auf die mittlerweile deutschlandweit bekannte Schildkröte. In mehreren Innen- und Außengehegen leben hier Schildkröten, Schlangen und Alligatoren. Derzeit beherbergt die Reptilienstation vier ausgewachsene Geierschildkröten – alle in einzelnen Gehegen. Denn: Geierschildkröten sind Einzelgänger. „Wären die Tiere zusammen, gebe es Kämpfe und Angriffe“, so der Tierexperte. Zu Fressen bekommen die Reptilien Mäuse, Ratten oder Vögel. Geierschildkröten sind Fleischfresser. Ihr Schnabel ist messerscharf. „Sie können blitzschnell zubeißen – wie im Allgäu geschehen.“

Neben Lotti sollen demnächst auch zwei weitere Exemplare in der Reptilienauffangstation einziehen. „Eine ältere Dame besitzt noch zwei Geierschildkröten, um die sie sich nicht mehr kümmern kann. Der Enkel hat sich jetzt an uns gewandt“, so Türbl durchaus besorgt. Schließlich platzt die Auffangstation schon so gut wie aus allen Nähten. Jedes Jahr werden so an die 15 bis 20 Schnappschildkröten beschlagnahmt oder in Bayern aufgefunden. Und das, obwohl das Halten dieser Tiere ist in Deutschland nur noch unter sehr strengen Auflagen erlaubt wird. Wer sein Tier loswerden will und es aussetzt, riskiert eine saftige Strafe: Nach Auskunft des Deutschen Tierschutzbundes kann das 25 000 Euro kosten. Weil in Lottis Fall auch noch ein Kind verletzt wurde, kommt fahrlässige Körperverletzung dazu. Ob der Halter jemals gefasst wird, ist fraglich. Angeblich gibt es aber bereits eine Spur …

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