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Wohlfühlland: Darum lieben die Bayern ihre Heimat

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Auch in der Hauptstadt München fühlen sich die Bayern wohl, wie die Studie beweist.

München - Bayern gilt als Wohlfühlland. Warum das so ist, zeigt eine Studie des Bayrischen Rundfunks. 1.000 Bayern ab 14 Jahren wurden hierzu befragt - die Ergebnisse sind überraschend.

Eine traumhafte Landschaft, sichere Arbeitsplätze, viele Freizeitmöglichkeiten - die Gründe, warum Bayern eines der beliebtesten Bundesländer Deutschlands ist, sind vielfältig. Eine Studie des Bayrischen Rundfunk beweist jetzt, dass sich die Menschen im Freistaat tatsächlich sehr wohl fühlen - und stolz sind, Bayern zu sein. 

"Dahoam is dahoam" - Warum fühlen sich die Bayern so wohl?

97 Prozent leben gerne in Bayern. Dieselbe Prozentzahl erreichen auch die Region Oberbayern und der Ballungsraum München. Zu Hause fühlen sich in Bayern ebenso viele Menschen, das bayrische Motto "dahoam is dahoam" passt also zum Studienergebnis. 92 Prozent der Einwohner würden sagen, dass Bayern ihre Heimat ist, München schneidet mit 86 Prozent etwas schlechter ab. Verwurzelt fühlen sich 88 Prozent in der Region.

Die Studie hat verschiedene Wohlfühlfaktoren aufgelistet, die zeigen, was die Bayern am meisten schätzen: 69 Prozent finden die Natur und die bayerische Landschaft einzigartig schön. Kurz darauf folgt die Nähe zu Freunden und Familie, auf Platz drei landet das Lebensgefühl. Auch die Mischung aus ländlichem und städtischem Charakter sowie die vielen Freizeitmöglichkeiten, machen den Freistaat zum Wohlfühlland. Am wenigsten Wert legen die Bayern überraschender Weise auf Unternehmen und Firmen sowie Universitäten und Bildungseinrichtungen.

"Mia san mia" - der Nationalstolz der Bayern ist ungebrochen

Im Ausland wird der Deutsche oftmals klischeehaft vom traditionellen Bayern verkörpert: In Lederhosen gekleidet, mit Bier in der Hand und Weißwurst im Mund. Tatsächlich finden es 75 Prozent der Befragten wichtig, die Traditionen der Region zu pflegen. In München legen die Menschen nicht ganz so viel Wert auf Traditionen, hier sind es nur 70 Prozent. Der bayrische Dialekt ist 68 Prozent wichtig, in München sind es nur 55 Prozent. Zur Tradition gehört natürlich auch die Tracht, doch die wird in Bayern von nur 37 Prozent als wichtig empfunden, in der Region Oberbayern sind es immerhin 48 Prozent.

"Mia san mia" - dieser Satz trifft nicht nur für eingefleischte FC-Bayern-Fans zu. Als sogenannter "Neigschmeckter" merkt man schnell: Die Bayern sind allgemein stolz auf ihre Heimat, wie auch die Studie belegt. Knapp 60 Prozent sind stolz, ein Bayer zu sein. Die Münchner sind da etwas zurückhaltender, hier geben nur rund 50 Prozent an, stolz auf ihre Herkunft zu sein.

Die wirtschaftliche Entwicklung begeistert, die Politik enttäuscht

Obwohl die Bayern an Traditionen festhalten, machen sich auch im Freistaat einige Veränderungen bemerkbar: Besonders in der Wirtschaft empfinden die Bewohner eine starke Entwicklung, 82 Prozent sehen das positiv. Auch die Veränderung der Ortsbilder von Städten und Gemeinden fällt den Bayern auf, 20 Prozent finden das allerdings weniger positiv. Besonders negativ wird die Politik gesehen: 35 Prozent finden die Entwicklung schlecht, nur 33 Prozent sehen in diesem Bereich eine starke Veränderung. In München verhalten sich die Zahlen nahezu identisch. Besonders positiv wird hier die Entwicklung von Bildungsangeboten empfunden: 81 Prozent finden die Veränderungen in diesem Bereich positiv.

Neben Oberbayern wurden natürlich auch die anderen Regionen befragt. Auffallend hier: In Unterfranken ist die Begeisterung für die Heimat am niedrigsten. Die Oberpfälzer sind dagegen am meisten von ihrer Region begeistert. Zwei Drittel bezeichnen sich dort als stolze Bayern.

sb

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