Opulenter Geschmack

So wünschte sich König Ludwig seinen Thron

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Finanzstaatsekretär Johannes Hintersberger enthüllt den prächtigen Thron-Entwurf.

München - Edelsteine, Brokat, Samt und viel Prunk: So wie er seine Schlösser liebte, stellte sich König Ludwig auch seinen Thron für Neuschwanstein vor.

Erstmals wurde der Öffentlichkeit nun ein Entwurf davon präsentiert. Er beweist: König Ludwig II. hatte einen opulenten Geschmack.

Seit Freitag steht ein zwei Meter mal 80 Zentimeter großes Aquarellbild in Schloss Neuschwanstein. Es zeigt den bislang unbekannten Thronentwurf eines Hofarchitekten von Ludwig II., der im 19. Jahrhundert gefertigt, aber nie verwirklicht wurde.

Die temporäre Installation wurde zum 150. Jahrestag der Thronbesteigung Ludwigs aufgestellt und schmückt nun den Neuschwansteiner Thronsaal. Ludwig II. ließ das Schloss ab 1869 bauen, wohnte aber nur kurz darin und erlebte seine Vollendung 1886 nicht mehr. Deswegen kam es auch nicht zur Thronfertigung. Interessant ist der Entwurf dennoch. Schließlich zeigt er, wie opulent König Ludwig II. seine Schlösser ausstattete und wie sehr er den Gedanken des Königsdaseins liebte. Nicht umsonst wird er Märchenkönig genannt, seine drei bayerischen Schlösser Neuschwanstein, Linderhof und Herrenchiemsee sind bis heute Zeichen seiner Machtdemonstration. Allein in den Märchenbau nahe Füssen kommen jedes Jahr 1,5 Millionen Besucher. Der Freistaat will heuer mindestens fünf Millionen Euro in seine Erhaltung von investieren. Das sagte Finanzstaatssekretär Johannes Hintersberger am Freitag in Schwangau. „Schloss Neuschwanstein ist das Aushängeschild für Bayern und Deutschland in der Welt.“

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