"Würzburg ist bunt"

Tausende demonstrieren gegen Fremdenfeindlichkeit

Würzburg - Das Aktionsbündnis "Würzburg ist bunt" hat am Samstag zur Demonstration gegen Fremdenfeindlichkeit aufgerufen. Tausende Menschen gingen daraufhin friedlich auf die Straße.

Als Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit sind am Samstag Tausende von Menschen friedlich durch die Würzburger Innenstadt gezogen. Etwa fünftausend Teilnehmer hätten sich des von mehr als 130 Organisationen und Vereinen begleiteten Zuges durch die Fußgängerzone angeschlossen, berichtete die Polizei. Ein Sprecher des Aktionsbündnisses „Würzburg ist bunt“, das unter diesem Motto zu der Demonstration gerufen hatte, schätzte die Zahl sogar auf „etwa siebentausend Teilnehmer“. Bei der Abschlusskundgebung vor dem Würzburger Dom sagte Oberbürgermeister Christian Schuchardt (CDU): „Wir sind heute hier, um zu zeigen: Pegida ist nicht Würzburg. Würzburg ist bunt.“

Aktueller Anlass der Demonstration war eine für den 15. März angekündigte Veranstaltung von Neonazis: Rechtsextreme haben für Sonntag eine Versammlung unter dem Motto „Gegen das Vergessen - 16. März 1945: Gedenkt eurer Toten“ angemeldet. Die hatte die Stadt zwar verboten, ein Gericht kippte das Verbot jedoch.

Am 16. März war die Würzburger Altstadt von Alliierten bombardiert und in nur 20 Minuten fast vollständig zerstört worden. Mehr als 5000 Menschen kamen ums Leben.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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