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Seitenhieb gegen Auflagen

Behörden-Irrsinn bei Pfarrfest: Veranstalter erlauben sich Scherz mit Notausgang

Für Veranstalter von Festen wird es immer schwieriger, alle gesetzlichen Sicherheitsauflagen einzuhalten. In Zaisering erlaubten sich die Organisatoren jetzt einen Scherz.

Zaisering - Bürokratie und scharfe Sicherheitsauflagen haben schon so manch einen Veranstalter von Festen - ganz gleich welcher Größe - in den Wahnsinn getrieben. Auch die Organisatoren des Zaiseringer Pfarrfestes (Gemeinde Vogtareuth im Landkreis Rosenheim) haben sich mit den strengen Auflagen und Brandschutzbestimmungen herumschlagen müssen. 

Die Zaiseringer reagierten aber auf ihre ganz eigene Art: Sie installierten kurzerhand einen Türrahmen als improvisierten Notausgang auf dem offenen Festgelände, wie das Oberbayerische Volksblatt berichtet.

Kuriose Gebrauchsanweisung für den Notausgang

Und damit im Notfall auch wirklich gar nichts schiefgeht, gab es dazu auch die passende, scherzhafte Gebrauchsanweisung. „Der Weg kann beidseitig, vorwärts wie rückwärts, kriechend, auf Knien rutschend etc. benutzt werden! Frauen und Kinder zuerst, dann der Rest! Nicht drängeln! Stolpern verboten“, heißt es auf dem Aushang am Rahmen. Dazu werden die Flüchtenden darauf hingewiesen, auf einen freundlichen Gesichtsausdruck beim Durchschreiten zu achten - es werde nämlich alles gefilmt. Unterzeichnet hat die Anweisung „Die Gemein(d)e!“. 

Zu einem ernsthaften Einsatz kam der originelle Notausgang nicht. Der kreative Seitenhieb auf die immer weiter wachsende Flut an Auflagen und Vorschriften für die Veranstalter solcher Feste ist aber auf jeden Fall gelungen.

Wussten Sie, dass das Erschlagen bestimmter Wespenarten Strafen bis zu 50.000 Euro nach sich ziehen kann?

tb

Rubriklistenbild: © OVB Heimatzeitungen

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