Das Eis ist zu dick

Zu kalt: Nichts geht mehr auf dem Main-Donau-Kanal

Nürnberg - Nun helfen selbst die Eisbrecher nichts mehr gegen das Eis auf dem Main-Donau-Kanal. Die Eisschicht ist zu dick, der Schiffsverkehr ist lahmgelegt.

Nach tagelangen Eisbrecher-Einsätzen hat die Schifffahrtsverwaltung in Nürnberg vor der klirrenden Kälte kapituliert: Seit Montagvormittag ruht der Schiffsverkehr auf der gesamten Länge des Main-Donau-Kanals. Die Eisdecke breitet sich aus. Nicht einmal mehr die leistungsstarken Spezialschiffe hatten es geschafft, eine Fahrrinne freizubrechen, wie ein Mitarbeiter des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Nürnberg berichtete.

Aktuell seien fünf Binnenschiffe von der Sperre betroffen. Die meisten hätten Dauerliegeplätze angelaufen. Ein bereits im Eis eingeschlossenes Schiff sei von einem Eisbrecher zum nächsten Hafen geschleppt worden.

An der deutschen Grenze ist Schluss

Weitgehend zum Erliegen gekommen ist auch die Schifffahrt auf der Donau. Wegen dicker Eisschollen hatte die Schleuse Kachet bei Passau bereits am Samstag ihren Betrieb eingestellt. Für die aus Österreich kommenden Frachter endet die Fahrt damit bereits an der deutschen Grenze. 

Zunehmend kritisch wird die Lage auch auf dem Main. Vor allem in dem als Kälteloch bekannten Spessart-Abschnitt beginne der Main zuzufrieren, berichten die Behörden. Dort und im Bereich Haßfurt sollen Eisbrecher eine Fahrrinne freihalten, berichtete das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Schweinfurt.

dpa/lby

Rubriklistenbild: © dpa

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