Zugspitze: Bergsteiger stürzt 40 bis 50 Meter in die Tiefe

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Der Bergsteiger war rund 50 Meter abgestürzt

Grainau - Ein Bergsteiger ist am Montag an der Zugspitze 40 bis 50 Meter abgestürzt. Er fiel auf den Gletscher und rutschte auf dem Eis an den Rand einer Spalte. Ärzte kämpfen um sein Leben.

An der Felswand oberhalb des Höllentalferners rutschte der Mann, dessen Alter und Wohnort zunächst nicht bekannt waren, am Montag gegen 11 Uhr ab. Er stürzte ungesichert in die Tiefe. 40 bis 50 Meter sollen es gewesen sein, ehe er auf dem Eis aufschlug.

Dass der Mann danach am Rand einer Felsspalte hängenblieb, mag noch ein wenig Glück im Unglück gewesen sein. Die Einsatzkräfte der Bergwacht Grainau und des Rettungshubschraubers „Christoph Murnau“, die mit zwei Flügen auf den Berg gebracht wurden, konnten den Verletzten dadurch rasch aus dem Spalt ziehen und sofort mit der Versorgung beginnen. „Andernfalls hätten wir den Mann erst aus der Kluft retten müssen“, berichtet Anton Vogg, der Bereitschaftsleiter der Grainauer Bergwacht.

Aufwändig gestaltete sich die Rettungsaktion dennoch. Nachdem der Verunglückte so weit wie möglich versorgt war, packten ihn die Einsatzkräfte in den Bergesack, damit ihn der Hubschrauber mit der Seilwinde aufnehmen konnte - an eine Landung ist an dieser Stelle nicht zu denken. „Ein extrem schwieriger und gefährlicher Einsatz, zum Teil waren wir nur ein paar Meter mit den Rotorblättern vom Fels weg“, schilderte Stationsleiter Burkhard Schneider. (matt)

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