Bergführer finden vermisstes Metallteil

Da fehlt doch etwas: Gipfelkreuz der Zugspitze beschädigt

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Ein dreiteiliger Goldstrahl fehlt dem Gipfelkreuz aktuell. Einige Bergsteiger haben den Schaden bereits bemerkt.

Einige Bergsteiger haben es bereits bemerkt: Ein Teil des Gipfelkreuzes auf der Zugspitze fehlt. Ein dreiteiliger goldener Strahl wurde bei einer Enteisungsaktion an der Baustelle für die neue Seilbahn von einem Kran abgebrochen.

Garmisch-Partenkirchen – Beim Schwenken verfing sich eine Kette. Der Teil des Kreuzes stürzte in die Tiefe.

Dank drei Bergführern der Werdenfelser Bergführervereinigung ist das vermisste Metall-Teil des Kreuzes aber bereits wieder in guten Händen. Thomas Schmitt, Robert Krinninger und Georg Schwarzenberger fanden es in einer Felswand, konnten es bergen und übergaben es dem Münchner Alpenverein. „Das macht die Sache natürlich billiger“, sagte Hansjörg Barth, der Wirt des Münchner Hauses, erleichtert. Denn wäre es nicht gefunden worden, hätte es neu angefertigt und vergoldet werden müssen. Der Wirt spendierte den Bergführern zum Dank eine Maß Bier.

Das Gipfelkreuz der 2962 Meter hohen Zugspitze muss nun wahrscheinlich komplett abgebaut und ins Tal geflogen werden. Der Strahlenkranz wird in der Eschenloher Kunstschmiede Würzinger wieder angeschweißt. Dabei wird es auch gleich überarbeitet, bevor es wieder an Deutschlands höchstem Punkt aufgestellt werden kann.

Die Kreuzretter: Die drei Bergführer Thomas Schmitt, Robert Krinninger und Georg Schwarzenberger (v.l.) gaben das Teil des Gipfelkreuzes bei Wirt Hansjörg Barth (hinten) ab.

Das Gipfelkreuz

So sieht das Gipfelkreuz der Zugspitze seit 1993 aus.

Seit 1851 schmückt ein Kreuz den Gipfel der Zugspitze. 28 Männer trugen es damals durch die Partnachklamm und das Reintal. Das ganze kostete 610 Gulden und 37 Kreuzer. Das erste Gipfelkreuz war etwa 4,7 Meter hoch, vergoldet und aus Eisen. Nach 37 Jahren war es durch zahlreiche Blitzeinschläge so beschädigt, dass es renoviert werden musste. Erst 111 Jahre später, am 18. August 1993, wurde es erneut demontiert. Es war im Zweiten Weltkrieg stark beschädigt worden. Es wurde originalgetreu nachgebaut. Das neue Kreuz ist 4,88 Meter hoch. Zuletzt wurde es 2009 renoviert.

Leonhard Haberseter

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