Zugspitze: Spezial-Klos für arabische Gäste

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Auf der Zugspitze gibt es jetzt eine eigene Toilette für arabische Gäste

Zugspitze - Auf Deutschlands höchstem Berg steht eine Spezial-Toilette für arabische Gäste. Wer dort einem dringenden Bedürfnis nachgibt, muss hinterher nicht zwingend auf Papier zurückgreifen.

Es gibt da so eine leicht abgewandelte Volksweisheit, die Josef Hader gerne mal auf der Bühne bemüht: Vor Gott und auf dem Klo sind alle Menschen gleich. Das stimmt aber gar nicht, wie sich jetzt herausstellt. Trotzdem muss man dem österreichischen Kabarettisten den Irrtum eigentlich verzeihen.

Die lustigsten Schilder der Welt

Zum Totlachen: Im Buch „Schräge Schilder“ (KiWi Verlag, 9,95 Euro) wurden die witzigsten Verkehrsschilder der Welt veröffentlicht. © KiWi
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Denn um ihn zu bemerken, hätte er in letzter Zeit mal auf der Zugspitze vorbeigondeln müssen. Auf Deutschlands höchstem Berg steht nämlich eine Spezial-Toilette für arabische Gäste.

Wer dort oben einem dringenden Bedürfnis nachgibt, muss hinterher nicht zwingend auf Papier zurückgreifen. In einer vollverkachelten Kabine befindet sich zusätzlich ein Wasserschlauch mit Brausekopf. Bei dem Araber-Häusl handelt es sich aber keineswegs um eine Realsatire, sondern um einen strategischen Marketing-Scheichzug – pardon Schachzug – der Bayerischen Zugspitzbahn (BZB).

„Wenn man sich entschließt, Gäste aus diesem Kulturkreis herzuholen, dann muss man auch dafür sorgen, dass sie sich bei uns wohlfühlen“, erklärt BZB-Sprecherin Eva-Maria Greimel. Und die nehmen das Angebot gerne an: In der Hauptreisezeit von Juni bis zum Ramadan (heuer ab 1. August) fahren pro Monat etwa 10 000 Araber auf die Zugspitze.

Ein Trend, der sich seit Jahren fortsetzt. Bereits im August 2009 war jeder vierte Besucher ein Araber. Weil sie sich als Muslime regelmäßig gen Mekka wenden müssen, hat die BZB auch gleich noch einen eigenen Gebetsraum eingerichtet. Gelebtes Multi-Kulti – nur einen Steinwurf vom Gipfelkreuz entfernt.

Mit ihrem höchsten Häusl für Araber wollen die Werdenfelser Tourismus-Macher aber nicht unbedingt den interkulturellen Dialog fördern. Sie haben es eher auf das Geld vom Golf abgesehen – denn Touristen aus diesen Staaten gelten als ausgesprochen konsumfreudig. Das hat sich längst auch bis nach München herumgesprochen. Wie Fremdenverkehrschefin Gabriele Weißhäupl vorrechnet, lässt statistisch gesehen jeder arabische Besucher täglich 500 bis 1000 Euro in der Stadt. Andere Gäste rücken nur 190 Euro pro Tag raus.

Kein Wunder, dass sich Weißhäupl über die rasanten Besucherzuwächse aus der arabischen Welt freut. Im vergangenen Jahr bilanzierte die Behörde rund 108 574 Gäste mit insgesamt 365 829 Übernachtungen – ein sattes Plus von fast 40 Prozent gegenüber 2009. Und für heuer nähren die Monatszahlen die Hoffnung auf eine weitere Steigerung. Allein im Mai – aktuellere Auswertungen liegen noch nicht vor – registrierten Weißhäupls Statistiker stolze 85 810 Übernachtungen, 19,1 Prozent mehr als im Mai 2010.

Eine Fortsetzung des Booms ist fest einkalkuliert. So dürfte auch 2011 wieder ein arabisches Rekord-Jahr für München werden, und davon werden sicher auch die Garmischer Nachbarn profitieren. Der Koch im Gletscherrestaurant SonnAlpin winkt schon mal mit der Speisekarte: Dal Tarka, Chicken Alu Masala, Lamm Rogan Josh, immer mit Safranreis – für jeden Geschmack ist etwas dabei. Doch keine Sorge: Es gibt auch noch bayerische Schmankerl. Und auch Toiletten ohne Brause: Damit die Bayern nicht vom Glauben abfallen...

Andreas Beez

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