Ermittlungsergebnis muss vorliegen

Zugunglück von Bad Aibling: Wer bezahlt die Katastrophe eigentlich?

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Bei dem Zugunglück von Bad Aibling am 9. Februar kamen zwölf Menschen ums Leben.

Bad Aibling - Es wird noch nicht ruhig um das Zugunglück von Bad Aibling. Nun stellt sich die Frage: Wer bezahlt das Unglück eigentlich?

Es war der Faschingsdienstag 2016, als bei Bad Aibling zwei Regionalzüge frontal ineinander rasten. Zwölf Menschen kamen dabei ums Leben, über 80 wurden schwer verletzt. Verantwortlich für die Katastrophe ist der 39-jährige Fahrdienstleiter.

Er spielte ein Spiel auf seinem Handy und verrutschte dabei im Fahrplan - dieser Fehler löste den schweren Unfall aus. Nun stellt sich die Frage: Wer muss eigentlich dafür aufkommen?

Wie die Bild berichtet, betreibt die Deutsche Bahn die Strecke bei Bad Aibling, der Zug, ein Meridian, gehört der Bayerischen Oberlandbahn (BOB). Bis heute ist noch nicht geklärt, wer das Unglück bezahlt. Der Anwalt der Opfer, Friedrich Schweikert sagte zur Bild: „Noch ist nicht abschließend geklärt, wer zuständig ist.“ Das liegt daran, dass das Ermittlungsergebnis noch nicht vorliegt. Die Versicherung der BOB hat bislang 21.000 Euro pro Todesopfer gezahlt - das ist der Minimalanspruch für Zugunglücke in der EU.

Schweikert sagte: „Ich fordere mindestens 30.000 Euro, im Einzelfall deutlich mehr. Denn es muss ein Unterschied gemacht werden zwischen einer junger Mutter mit zwei Kindern, alleinerziehend, die den alleinigen Verdiener kurz zuvor geheiratet hat und älteren Todesopfern, wo die Kinder erwachsen sind. Aber das wird ein Kampf.“

Das zeigte auch schon das Angebot, das die BOB den Hinterbliebenen gemacht hat: je 1000 Euro. „Absolut lachhaft“, kommentierte der Opfer-Anwalt.

mm/tz

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