BMW nach Aufprall an Baum in zwei Teile zerrissen / Fahrer war zu schnell unterwegs

Zwei 18-Jährige sterben im Wrack

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Benny und Michi hatten keine Chance. Ihr Auto wurde durch den Aufprall in zwei Teile gerissen.

Jesenwang - Ihre Freunde, ihre Kumpels sind bestürzt und zutiefst geschockt – sie können es nicht begreifen: „Warum nur? Wieso ihr? Wir haben Euch doch noch zehn Minuten zuvor gesehen“, schreiben sie in ein Internetportal.

Die Worte sind an Benny und Michi gerichtet. Die beiden 18-Jährigen starben am Mittwochabend – kurz nach dem Ortseingang von Jesenwang (Kreis Fürstenfeldbruck) in einem Autowrack. Benny hatte die Kontrolle über das Auto verloren – die Straße war nass, der junge Mann war viel zu schnell gefahren.

Der BMW schleuderte seitlich gegen einen Baum. Der Aufprall war heftig – das Auto wurde in zwei Teile zerissen. Benny und Michi waren sofort tot. Minuten später war die Feuerwehr von Jesenwang an der Unfallstelle. Die Männer wurden abgezogen, sie sollten ihren toten Kameraden Benny nicht bergen müssen – die Freiwilligen Feuerwehren von Mammendorf, Moorenwies und Aich übernahmen die traurige Aufgabe.

Weil zunächst unklar war, ob noch weitere Menschen in dem verunglückten Auto saßen, suchte die Polizei mit Hunden und einem Hubschrauber die nähere Umgebung ab. Doch Benny und Michi waren an jenem Abend alleine unterwegs. Die Staatsanwaltschaft München hat zur genauen Klärung des Unfallhergangs ein Gutachten angeordnet.

Laut Polizei hatte der Fahrer des BMW keinen Führerschein. Das Auto hatte Benny, er macht eine Ausbildung zum Kfz-Mechaniker in München, von einem Freund geliehen bekommen, um es zu reparieren. Er war offenbar seit mehreren Wochen mit dem Wagen herumgefahren.

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Zu schnell auf nasser Fahrbahn - zwei Tote

In Jesenwang und Mammendorf, den Heimatorten von Benny und Michi, ist die Trauer groß. „Das ist eine Katastrophe für uns“, sagt eine Verwandte von Benny, dessen Großvater der Gründer des Flugplatzes Jesenwang ist. „Wir sind alle geschockt“, sagt auch Erwin Fraunhofer, der zweite Bürgermeister von Jesenwang. Viele Bewohner haben zwar am Unglücksabend die Sirenen gehört – erfahren von der Tragödie haben sie erst am Morgen danach.

Quelle: tz

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