Beschwerde gegen Gutachten

Mutmaßlicher Polizistenmörder ruft Karlsruhe an

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Einem der beiden Angeklagten (M) werden am 28.02.2013 von Polizisten im Verhandlungssaal des Landgerichts Augsburg Handschellen angelegt.

München/Augsburg - Der Angeklagte im Augsburger Polizistenmordprozess hat gegen ein psychologisches Gutachten Beschwerde beim Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe eingelegt.

„Wir haben die Beschwerde mit Eilantrag gestellt“, sagte sein Anwalt Adam Ahmed der „Bild“-Zeitung. Sein Mandant, der für sechs Wochen nach Haar in die Psychiatrie eingewiesen wurde, solle dort nicht begutachtet werden. Der Gutachter sei voreingenommen, weil er sich „schon jetzt einseitig gegen meinen Mandanten festgelegt hat“, sagte Ahmed der „Bild“-Zeitung.

Vermutlich wolle der Gutachter seinen an Parkinson erkrankten Mandanten gesund schreiben, damit weiter gegen ihn verhandelt werden könne. „Wir wehren uns nicht gegen die Begutachtung. Aber wir wehren uns gegen Haar“, sagte der Verteidiger.

Der Angeklagte soll gemeinsam mit seinem jüngeren Bruder im Oktober 2011 den Polizisten Mathias Vieth umgebracht haben. Der Bruder wurde bereits zu lebenslanger Haft verurteilt.

dpa

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