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Filmstart von „Fack ju Göhte 3“

„Es ist der Finalfack“: Elyas M’Barek im Interview

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Elyas M’Barek  bei der Filmpremiere zu "Fack Ju Göhte 3" in München.

Im Interview spricht Filmstar Elyas M’Barek über „Fack ju Göhte 3“ und kündigt an: „Es ist der Finalfack und es kommt keiner mehr.“ 

München - Elyas M’Barek (35) ist sich seiner Wirkung bewusst. Lässig schlendert er von Zimmer zu Zimmer im Palais Montgelas im Bayerischen Hof: Interviewmarathon zum dritten Teil der zeitgemäßen Pauker- und Pennälerkomödie Fack ju Göhte. Er trägt eine knallblaue Jacke, auf der in gelber Schrift, ganz fein, Je t’aime, also ich liebe Dich steht. Einfach süß... „Hey, geht’s hier weiter? Ich bin Elyas und Du?“ Ja, hier geht’s weiter und ich bin Maria...

Zum letzten Mal Zeki Müller. Wie sehr ist er Dir in den letzten Jahren ans Herz gewachsen?

Elyas M’Barek: Es ist die tollste Figur, die ich eh spielen durfte. Es ist ja wie eine Liebesgeschichte zwischen Zeki und seinen Schülern. Mir fiel das Abschiednehmen auch relativ schwer, aber alles hat ein Ende.

Und das ist schon sicher?

Elyas: Ja! Das fragen alle und keiner glaubt uns. Es ist der Finalfack und es kommt keiner mehr.

Hast Du einen Ratschlag für Schüler, die ähnlich orientierungslos sind wie Deine Filmtruppe und die nicht wissen, was sie machen wollen?

Elyas: Puuh, das war ja bei mir genauso, das beherrschende Thema meiner Jugend, bis ich Anfang zwanzig war. Es ist ja nicht immer so wie im Film und es sind alles individuelle Schicksale. Ich kann nur jedem raten: daran zu glauben, dass man was kann. Denn jeder Mensch hat ein Talent und wenn man dieses Talent erkennt und daran glaubt und daran arbeitet, dann wird das auch was. Und wenn man gar kein Talent hat, dann wird man halt Schauspieler. (lacht)

Hattest Du jemanden, der Dich geprägt hat?

Elyas: Nö, eigentlich nicht. Aber doch, quatsch was erzähl ich! Bora Dagtekin, der Regisseur. Damals hat man mich zum Casting für Türkisch für Anfänger eingeladen. Ich durfte damals nicht mal zu Ende spielen, man schickte mich nach Hause. Doch dann gab es einen Recall, und ich sollte wieder kommen. Ich habe dann erfahren, dass Bora, der sich später noch mal die Castingbänder angeschaut hatte, gefragt hatte, warum habt ihr den nach Hause gehen lassen. Und daraufhin hab ich die Rolle bekommen. Und dann hab ich immer mit ihm zusammengearbeitet. Er hat dann später Zeki Müller für mich geschrieben. Bora war es, der immer etwas in mir erkannt oder gesehen hat. Ohne Bora würde ich heute nicht hier sitzen.

Du hast ja angeblich noch ein anderes Talent...

Elyas: Jetzt fang nicht mit der Tischlerei an! Mein Gott, das hab ich nur so gesagt. Seitdem ich einmal gesagt habe, ich könnte mir vorstellen, Tischler zu werden, bekomme ich ständig Angebote für Praktikumsstellen und Broschüren über das Tischlerhandwerk. Weißt Du was, beim nächsten Mal sag ich, ich wünsch mir einen Ferrari oder ein Haus am Meer.

Elyas M’Barek: Das hat der Erfolg aus meinem Leben gemacht

Das könntest Du Dir jetzt locker leisten. Hat Dich der Erfolg verändert?

Elyas: Ich hoffe gar nicht. Ich unterhalt’ mich auch mit Freunden drüber, wie die das so sehen. Aber ich glaube, dass die Leute, die mich lange kennen, bestätigen, dass alles gleich geblieben ist. Mein Umfeld ist auch erfolgsunabhängig, was auch wichtig ist. Mein Leben findet ja nicht in diesem Fack-ju-Göhte-Kosmos statt, ich hab ja ein Leben, das davon unabhängig weitergehen muss. Gut, ich mache gewisse Dinge nicht mehr. Ich fahre nicht mehr U-Bahn oder sitze auf einer Parkbank. Ich gehe nach wie vor auf die Wiesn und gestern war ich auf dem Viktualienmarkt einen Saft trinken – und da hat sich nicht so viel verändert.

Wie würdest Du Dich selbst beschreiben? So spontan...

Elyas: Immer pünktlich, zuverlässig, humorvoll, einfühlsam.

Was bringt Deine Zukunft? Hast Du schon Pläne?

Elyas: Nein, noch nicht. Zwei Filme kommen dieses Jahr noch raus, Dieses bescheuerte Herz und Paddington Bär. Nein, ich finde es ganz schön, Zeit zu haben, zu überlegen, wie es weitergeht.

Tischler halt...

Elyas: Ja genau. (lacht) Nein, ich werde kein Tischler. Ich könnte mir lediglich vorstellen, was Handwerkliches zu machen.

Wonach suchst Du die Rollenangebote aus?

Elyas: Ich möchte einen Film machen, den ich mir selbst gerne ansehen möchte. Und ich hoffe, meine Karriere geht noch ein paar Jahre.

Interview: Maria Zsolnay

Heute läuft Fack ju Göhte 3 in den Kinos an.

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