Animationsfilm

Juristischer Streit um "Sausage Party"

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Im Animationsfilm "Sausage Party" geht es um Supermarkt-Lebensmittel und ihr Schicksal.

Ein sexbesessenes Würstchen, Drogen und eine wilde Orgie unter Lebensmitteln: Der Animationsfilm "Sausage Party - Es geht um die Wurst" hat mit seinem derben Humor in Frankreich Kritiker auf die Barrikaden getrieben.

Vor dem Pariser Verwaltungsgericht verlangten zwei konservative Organisationen am Dienstag, dass dem Animationsfilm "Sausage Party“ die Freigabe ab zwölf Jahren entzogen wird. Die Kläger halten den Film für pornografisch und jugendgefährdend.

Brutal: Gemüse wird geschält

Während der Verhandlung im Pariser Verwaltungsgericht kam es zu skurrilen Dialogen. So kritisierte ein Klägeranwalt, der Trailer erlaube nicht den wahren Inhalt des Animationsfilms zu ermessen. "Herr Anwalt, wenn ich mich nicht täusche, befindet sich in dem Trailer die sehr brutale Szene, in der Gemüse geschält wird, die sie gerade beschreiben", entgegnete die Vorsitzende Richterin. "Ja, aber nicht die Abschluss-Orgie", sagte der Anwalt.

Cornflakes-Packung bewegt sich hin und her

Dort seien "Szenen von Oralsex und Analsex" zu sehen. "Man sieht eine Cornflakes-Packung, die sich brutal hin und her bewegt und fragt: 'Gefällt dir das, Schlampe?'" Eine Klägeranwältin sagte, der Film sei nicht nur "vulgär und obszön", sondern enthalte auch eine Vergewaltigungsszene - wenn auch mit einer Fruchtsaftpackung.

"Sausage Party" handelt von Lebensmitteln in einem Supermarkt, die mit Schrecken feststellen, dass sie für den menschlichen Verzehr bestimmt sind. Der Animationsfilm ist von derbem Witz und reihenweise sexuellen Anspielungen durchzogen. Die Macher sprechen von der "ersten Animationskomödie für Erwachsene mit einem besonders gewagten Humor".

In Deutschland, wo der Film Anfang Oktober in die Kinos kam, erhielt "Sausage Party" eine Freigabe ab 16 Jahren. Die Klägerorganisationen in Paris verlangen, dass der Film auch in Frankreich erst frühestens mit 16 Jahren gesehen werden darf. Das Verwaltungsgericht wollte seine Entscheidung am Mittwoch verkünden. Gezeigt wird der Streifen in Frankreich schon seit Ende November.

afp

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