Böser Vorwurf

Kambodscha verbietet Veröffentlichung einer Hollywood-Komödie

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“Kingsman - The Golden Circle“ darf in Kambodscha nicht gezeigt werden.

Ein Film, der die Zuschauer zum Lachen bringt, soll „Kingsman: The Golden Circle“ sein. Das wird er allerdings in Kambodscha nicht schaffen.

Kambodscha hat die Veröffentlichung der Hollywood-Agentenkomödie "Kingsman: The Golden Circle" verboten. Der Film sei "inakzeptabel", weil der "Name Kambodschas als Schlupfloch für Kriminelle benutzt wird", erklärte der Direktor der Film-Abteilung des Kulturministeriums, Bok Borak, am Freitag. In dem Kinofilm geht es um eine erfundene britische Geheimdienstorganisation, die mit US-Kollegen das Versteck eines Drogenbosses sucht - und in einem Tempel findet. Dieser ähnelt aus kambodschanischer Sicht der Tempelanlage Ta Prohm in der Region Angkor.

"Unser Tempel ist Weltkulturerbe und wir müssen ihn beschützen, er ist nicht der Ort für solche Dinge", sagte Borak. Er kündigte an, einen Brief an die Produzenten zu schicken, um seinen Frustration zum Ausdruck zu bringen. Demnach wurde der Hollywood-Streifen zwar nicht in Kambodscha gedreht, doch der Tempel des Drogenbosses ähnele der berühmten Ta-Prohm-Tempelanlage im Osten des Landes. Rund zwei Kilometer nordöstlich befindet sich der weltberühmte Tempel von Angkor Wat.

Die Filmproduktionsfirma Westec Media war zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen. Kambodscha verstärkte in den vergangenen Jahren den Kampf gegen Drogen. Durch das Land führt eine Schmuggelroute für Methamphetamin und Heroin. Weitverbreitete Korruption hat das Land zudem zu einem Hafen für ausländische Kriminelle gemacht.

afp

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