Ab 22. Januar

Polt dreht neuen Film in Freilassing

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Gerhard Polt

Freilassing - In Freilassing findet ein Großteil der Dreharbeiten zu Gerhard Polts neuem Kinofilm statt. Er heißt "… und Äktschn!" und handelt, Sie ahnen es, vom Filmemachen.

Freilassing, Stadt berühmter Söhne. Hier kickte der junge Paul Breitner gegen den Ball, hier war der Buben-Tatort des Miro Nemec. Apropos Tatort: Freilassing, die letzte bayerische Instanz vor Österreich, wird ab 22. Januar um einen berühmten Leih-Sohn reicher: Denn hier findet ein Großteil der Dreharbeiten zu Gerhard Polts neuem Kinofilm statt. Er heißt … und Äktschn! und handelt, Sie ahnen es, vom Filmemachen.

Polt spielt den leidenschaftlichen Amateur-Regisseur Hans Pospiech, der in einer oberbayerischen Kleinstadt einen Kassenschlager über den ganz privaten Adolf Hitler drehen will – und das auch noch mit Laiendarstellern.

Die sind im richtigen Leben gstan­dene Schauspieler: Gisela Schneeberger ist natürlich wieder mit von der Partie und auch Nikolaus Paryla, der in Polts erstem Kinofilm Kehraus (1983) den hinterfotzigen Versicherungs-Vertreter Herr von Mehling verkörperte. Der Jungspund im Film-Boot ist Maximilian Brückner. Er spielt Alfons, den Neffen von Pospiech (Polt), der ihm beim Dreh tatkräftig unterstützt. „Es wird eine Tragi-Komödie, ein Polt halt“, sagt er der tz. Und freut sich unbandig, dass er mit dabei sein darf.

So geht’s auch den stolzen Freilassingern, die schon seit anderthalb Wochen mit dem Team bekannt sind. Schließlich muss man eine Menge vorbereiten, erläutert der 1. Aufnahmeleiter, Jacek Gluszko, der tz: „Wir bereiten die Drehorte vor, richten Motive ein, führen Vermessungen durch, schaffen Parkplätze für das Team.“ Gedreht wird unter anderem in der Bräuhausstraße, im Mirtlwirt (der ältesten Gaststätte der Stadt, in dem man übrigens auch für 32 Euro übernachten kann – inklusive Frühstück) und im Bahnhof. Er ist die letzte deutsche Haltestelle auf der Bahnstrecke von München nach Salzburg und wurde, für Löwen-Fans leicht zu merken, im Jahr 1860 eröffnet. Hier ist der Organisations-Aufwand am größten, schließlich fahren hier rund 160 Züge täglich durch – und sperren kann man die Location natürlich nicht für den Film.

Weitere Schauplätze: Salzburg, wo eine kleine Szene in der Stadtmitte gedreht wird und der Rest in einem Studio im Industriegebiet, und das Berchtesgadener Land.

Ende Februar soll die letzte Klappe gefallen sein, der Filmfernsehfond Bayern unterstützt Polts Streifen mit 300 000 Euro (siehe unten). Bleibt zu hoffen, dass Polt und seine Crew mehr Glück haben als beim letzten Kinofilm Germanikus (2004) Viel lieber wäre uns der Witz, die Wucht und der Wahnsinn von Kehraus. Oder die heitere Leichtigkeit aus Man spricht deutsh (1988). Wir sind gespannt!

Matthias Bieber

Die Stars neben Polt

Mit von der Partie sind u.a. auch Robert Meyer, Michael Ostrowski und Brigitte Kren. Das Drehbuch hat Polt zusammen mit Frederick D. S. Baker verfasst, letzterer führt auch Regie. Baker (47) ist in Salzburg geboren und in London aufgewachsen, hat einen ­Magister in Philosophie und 1994 seinen ersten Film gedreht. Baker ist ­zusammen mit Christian Becker auch der Produzent.

Der Film wurde von verschiedenen Institutionen gefördert. So vom Österreichischen Filminstitut (350 000 Euro), dem Filmfonds Wien & ORF und dem FilmFernsehFonds Bayern (300 000 Euro).

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