„Star Wars“-Ableger begeistert

Erste Kritiken: Die Macht ist mit „Rogue One“

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Fans bei der Weltpremiere von 'Rogue One: A Star Wars Story' in Hollywood.

München - Die Produktion des „Star Wars“-Spin-off „Rogue One“ stand unter keinem guten Stern. Schon befürchteten die Fans eine Enttäuschung. Doch die Besucher der Weltpremiere sind einhellig begeistert.

„Star Wars“-Fans sind wohl die kritischsten der Welt. So war die Spannung des „Krieg der Sterne“-Ablegers „Rogue One: A Stars Wars Story“ bis zur Weltpremiere kaum mehr auszuhalten. Hollywood-Stars und ein erlesenes Publikum durfte sich am Sonntag in Los Angeles als erstes den heiß erwarteten Film als erstes ansehen

The cast of #RogueOne: A Star Wars Story. In theaters Friday!

Ein von Star Wars Movies (@starwarsmovies) gepostetes Foto am

Falls Sie es nicht mehr erwarten können: Wir haben bereits die Spoiler für Star Wars: Rogue One.

Darin stehlen die Rebellen die Baupläne des Todessterns, mit deren Hilfe sie schließlich bekannterweise am Ende des allerersten Teils der Weltraum-Saga der furchterregenden Megawaffe der bösen imperialen Mächten den Garaus machen.

Zwei Stunden und 18 Minuten dauert der Film, und nur kurze Zeit später schlugen die ersten Reaktionen des Premieren-Publikums in den sozialen Netzwerken ein auf. Und die sind durch die Bank begeisterter als es Chewbacca beim Anblick des Millennium Falken je war.

So auch Wil Wheaton. Der US-Schauspieler  muss es wissen, raste er doch zwischen 1987 und 1994 als Fähnrich Wesley Crusher an Bord des Raumschiff Enterprise in der TV-Serie „Star Trek: The next generation“ durch den Weltraum. In Anspielung auf den allerersten „Krieg der Sterne“-Streifen  twitterte der 44-Jährige  begeistert: „Das letzte Mal, als ich einen „Star Wars“-Film so sehr mochte wie „Rogue One“, schrieben wir das Jahr 1977.“ 

In seinem Blog führt er aus: „Es ist nicht nur ein toller „Star Wars“-Film, es ist ein toller Film.“ Wenn es die Weltraum-Saga noch nicht gäbe, würde man sie heutzutage genau so beginnen lassen, schwärmt er. Regisseur Edwards habe alles richtig gemacht. Das Spezialeffekte-Team werde „alle Auszeichnungen gewinnen, die es gibt“, ist Wheaton sich sicher, da sie mit ihrem Werk „die Regeln des Filmemachens auf fundamentale Weise verändert haben“. Das Drehbuch von Gary Witta sei „brilliant“, die Geschichte sei „auf unzähligen Ebenen nachvollziehbar“ und „wunderschön erzählt“.

„ Ein herausragendes Kapitel im „Star Wars“-Universum“

US-Filmemacher und bekennender Sci-Fi-Nerd Kevin Smith (“Clerks“) machte „Rogue One“ ein Riesenkompliment, als er es auf eine Stufe mit dem Teil der Saga stellte, der weithin als der beste gilt. „Rogue One ist unfassbar schön“, twitterte er. „Kein Scheiß: Er ist so toll wie „Das Imperium schlägt zurück“. Ein herausragendes Kapitel im „Star Wars“-Universum.“

US-Comedian Dane Cook ging sogar noch einen Schritt weiter: „Das könnte der beste „Star Wars“-Film überhaupt sein“, twitterte er.

US-Schauspieler Rainn Wilson, bekannt unter anderem aus Serien wie „Six feet under“ und der US-Version des Mockumentary „The Office“ (auf der „Stromberg“ basiert), twitterte: „Rogue One ist aufregend und macht Spaß“.

Emmy-Award-Gewinner Chris Hardwick fällt in den Lobgesang mit ein: „Ein überwältigender Film“, schreibt der Standup-Comedian. „Ich kann ihn gar nicht genug empfehlen. Wer von der „Star Wars“-Reihe keine Ahnung hat, wird ihn lieben, und für Kenner ist er sogar noch besser.“ Die Anspielungen an die Original-Saga seien keine reinen Zuckerstücke für die Fans, sondern sinnvoll verwendet, da sie die Geschichte vertiefen. Es handele sich um ein „absolutes Schmuckstück“ der Reihe. Das Publikum habe beim Abspann vor ungezügelter Begeisterung geschrien. Sein Rat: „Schaut ihn Euch an, bevor jemand ihn für Euch spoilert.“

Drehbuch-Autor Brian Lynch (“Minions“) fand „Rogue One“ schlichtweg „phänomenal“.

So schwärmen die Kritiker

Auch Berufskritiker sind einhellig begeistert. 

Germain Lussier, der für Blogs wie Gizmodo und io9 schreibt, twitterte: „Verdammt, war „Rogue One“ gut. Das Lächeln in meinem Gesicht wird noch tagelang dort bleiben. So viele Überraschungen und so eine gute Unterhaltung. Ihr dürft gespannt sein.“

Anthony Breznican von Entertainment Weekly lobte: „Ich hab erwartet, dass ich gut unterhalten sein würde, aber nicht, dass ich vor Rührung sprachlos sein würde.“ „Rogue One“ habe seine hohen Erwartungen übertroffen. Der Film sei ohne Unterlass packend und glaubhaft. Es gebe es „Augenblicke wahren Mutes und einige Ansprachen, die wir genau jetzt sehr gut brauchen können.“

collider.com-Herausgeber Steven Weintraub war von Anfang bis Ende des Films gefesselt. Er schwärmte: „Das beste an „Rogue One“ sind die neuen Figuren. Sie erweitern das Universum und keiner von ihnen ist einem als Zuschauer egal.“ Der dritte Akt enthalte ein paar der besten Action-Sequenzen aller „Star Wars“-Filme. „So viele unerwartete Wendungen, meine Kinnlade ist mir ein paar Mal auf den Boden gefallen.“ Sein Resümee: „Ich muss ihn so bald wie möglich noch mal ansehen.“

Sein Kollege Merk Ellis postete auf seinem Instagram statt eines Emojis einfach nur sein Gesicht, das Bände spricht:

My emoji, ladies & gentlemen.

Ein von Mark Ellis (@markellislive) gepostetes Foto am

Terri Schwartz von ign.com fasste zusammen: „Rogue One ist fantastisch. Unglaubliche Action, der Film sieht herrlich aus und vor allem fühlt er sich an wie ein echter „Star Wars“-Film.“ Er habe nämlich genau die richtige Mischung aus dunkel, dreckig und brutal und funktioniere bestens. 

Scott Feinberg vom Hollywood Reporter gratulierte den beteiligten Produktionsfirmen Disney und Lucasfilm und twitterte: „Rogue One ist exzellent.“

Einen Seitenhieb auf den gewählten nächsten Präsidenten der USA konnte er sich dabei nicht verkneifen: „Rogue One ist Donald Trumps schlimmster Albtraum“, schrieb er: Frauen hätten das Sagen, es gebe alle Arten von ethnischen Minderheiten sowie Behinderte.

Peter Sciretta von slashfilm.com schrieb, „Star Wars“-Fans würden sehr glücklich über „Rogue One“ sein. Selbst die vieldiskutierten, eigens nachgedrehten Szenen würden ihn nicht „kastrieren“.

Jen Yamato vom Daily Beast twitterte, Felicity Jones sei eine Heldin, der sie jederzeit in die Weltraum-Schlacht folgen würde.

Ab Donnerstag können sich die deutschen Fans ein eigenes Bild von „Rogue One“ machen.

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