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„Toni Erdmann“ greift nach Golden Globe

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Der Film "Toni Erdmann".

Los Angeles - Während die Macher hinter „La La Land“ und „Moonlight“ die besten Chancen auf einen Golden Globe haben, kann auch Deutschland auf den begehrten Filmpreis hoffen. Die beteiligten Stars feiern schon jetzt.

Mit ihrer gefeierten Vater-Tochter-Geschichte „Toni Erdmann“ geht Regisseurin Maren Ade für Deutschland ins Rennen um den Golden Globe. Ihre Tragikkomödie um eine ehrgeizige Unternehmensberaterin (Sandra Hüller) und ihren Alt-68er-Vater (Peter Simonischek), die bereits zum besten europäischen Film des Jahres erklärt wurde, wurde am Montag in Los Angeles für den Preis als bester nicht-englischsprachiger Film nominiert. In der Kategorie treten unter anderem auch die Auslands-Filme „Elle“ (Frankreich), „Neruda“ (Chile) und „The Salesman“ (Iran) an.

Die nostalgische Musical-Romanze „La La Land“ mit Ryan Gosling und Emma Stone als verliebtes Paar in Los Angeles liegt mit insgesamt sieben Nominierungen in Führung. Die Geschichte von Jazz-Enthusiast Sebastian und der jungen Schauspielerin Mia holte unter anderem Nominierungen als beste Komödie/bester Musical-Film, beste Regie sowie Nominierungen für die beiden Hauptdarsteller Gosling und Stone.

„Das weiße Band“ holte 2010 den Golden Globe

Mit sechs Nominierungen geht das Independent-Drama „Moonlight“ ins Rennen, das in drei Kapiteln das Erwachsenwerden eines jungen schwulen Afroamerikaners in Florida schildert. Das Team um den schwarzen Regisseur Barry Jenkins kann unter anderem auf den Preis als bestes Filmdrama und für die beste Regie hoffen. Das Familiendrama „Manchester by the Sea“ holte fünf Nominierungen.

Der letzte deutsche Film, der den Golden Globe als bester Auslandsfilm nach Deutschland holte, war 2010 das Schwarz-Weiß-Drama „Das weiße Band“ von Michael Haneke. „Toni Erdmann“ ist diesmal auch der deutsche Oscar-Kandidat. Auch der aus Frankfurt stammende Star-Komponist Hans Zimmer könnte mit seiner Filmmusik für das Drama „Hidden Figures“ eine weitere Golden-Globe-Trophäe gewinnen.

„Jenseits von geehrt, dankbar und stolz“

Sicherer Star der Verleihung am 8. Januar in Beverly Hills dürfte Meryl Streep sein: Die dreifache Oscar- und achtfache Golden-Globe-Gewinnerin wurde für ihre Rolle als untalentierte Opernsängerin in „Florence Foster Jenkins“ als beste Schauspielerin in einer Komödie nominiert und soll unabhängig davon auch den Cecil-B.-DeMille-Ehrenpreis für ihr Lebenswerk erhalten. 

Unter den männlichen Schauspielern haben etwa Ryan Gosling („La La Land“), Colin Farrell („The Lobster“), Ryan Reynolds („Deadpool“), Denzel Washington („Fences“) und Casey Affleck („Manchester by the Sea“) Chancen.

Schauspieler und Filmemacher regierten begeistert. „Ich kann immer noch nicht atmen. Jenseits von geehrt, dankbar und stolz. Das kann nicht wahr sein“, schrieb Lily Collins am Montag auf Instagram. Die 27-Jährige ist für ihre Rolle in „Rules Don't Apply“ als beste Schauspielerin in einer Komödie nominiert. 

„Danke, Golden Globes!“, twitterte Ryan Reynolds. 

Die Nominierung sei „das Sahnehäubchen“ nach der wunderbaren Zusammenarbeit ihres Teams im Film „Jackie“, sagte Natalie Portman dem „Hollywood Reporter“ zufolge. Portman ist mit dem Film als beste Schauspielerin in einem Drama nominiert.

dpa

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