Ab 22. Dezember im Kino

Vaiana: Disney änderte Filmtitel wegen Porno-Star

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Vaiana (von Lina Larissa Strahl synchronisiert) und Maui (von Andreas Bourani synchronisiert) aus dem Film „Vaiana - Das Paradies hat einen Haken“.

München - Der Disney-Film „Vaiana - Das Paradies hat einen Haken“ läuft nun auch in den deutschen Kinos. In den USA hat der Film einen anderen Titel. Kein Witz: Das hat mit einem Porno-Star zu tun.

Nur zwei Tage vor Heiligabend startet am Donnerstag, den 22. Dezember 2016 der Disney-Animationsfilm „Vaiana - Das Paradies hat einen Haken“ in den deutschen Kinos. Er handelt von der mutigen und exzentrischen Titelheldin Vaiana, die ihre Insel mit Hilfe des Halbgottes Maui vor dem Untergang retten will.

In den USA läuft der Film bereits seit dem 23. November in den Kinos - und ist ein voller Erfolg. Bislang hat der Streifen schon mehr als 145 Millionen Dollar eingespielt. Allerdings unterscheidet sich der Titel des Disney-Animationsfilms in Deutschland von dem in den USA. In der Bundesrepublik flimmert er unter dem Namen „Vaiana“ über die Leinwände, in den Staaten als „Moana“. Doch woran die Macher bei der Namenssuche wohl nicht gedacht haben: Im letzten Jahrhundert lebte eine italienische Pornodarstellerin, die Moana Pozzi hieß. Die Südländerin verstarb im September 1994 in Lyon im Alter von nur 33 Jahren an Leberkrebs. Der Name Moana war übrigens kein Pseudonym, wie das bei vielen Pornodarstellern üblich ist (etwa bei Gina Wild oder Dolly Buster). Ihre Eltern benannten sie nach einer Südsee-Insel.

„Es gibt zwei ganz einfache Gründe für die Umbenennung“, sagte ein italienischer Marketingexperte gegenüber dem US-Magazin Variety. „Zum einen, da das Risiko besteht, wenn man über Google nach ‚Moana‘ sucht, auf einen pornographischen Film zu stoßen. Und es wäre sehr teuer, wenn man den Namen im Nachhinein ändern müsste.“

Doch die Namensänderung war unumgänglich. Denn aus dem deutschen Urheberrecht ergibt sich, dass keine zwei Filme den identischen Namen tragen dürfen. Es sei denn, es handelt sich um Original und Remake. Allerdings gibt es bereits seit einigen Jahren die Filmbiografie (auch „Biopic“ genannt) „Moana“ über das italienische Erotik-Model Moana Pozzi.

Über Twitter teilte Disney España mit: „Die Marke ‚Moana‘ ist in Spanien sowie in einigen anderen europäischen Ländern geschützt. Deshalb wird der Film ‚Moana‘ ‚Vaiana‘ heißen.“ Genauere Gründe wurden nicht genannt. In Italien heißt der Film übrigens weder „Moana“ noch „Vaiana“. Dort läuft er unter dem Titel „Oceana“. In allen anderen europäischen Ländern, so auch in Deutschland, ist er als „Vaiana“ gelistet.

Vaiana: Die Synchronsprecher

Disney konnte für den Animationsfilm, bei dem die Macher von Klassikern wie „Arielle, die Meerjungfrau“ oder „Aladdin“ Regie geführt haben, einige bekannte Stars als Synchronsprecher gewinnen. So spricht beispielsweise der US-amerikanische Schauspieler und Wrestler Dwayne „The Rock“ Johnson in der englischen Fassung den Halbgott Maui. Und auch die Sängerin und Ex-Freundin von Formel-1-Fahrer Lewis Hamilton, Nicole Scherzinger, verkörpert eine Figur. In der deutschen Fassung sind Schauspielerin Lina Larissa Strahl (synchronisiert Vaiana) und Sänger Andreas Bourani (synchronisiert Maui) dabei.

Darüber hinaus singt die deutsche Schlagersängerin Helene Fischer den Titelsong „Ich bin bereit“

„Vaiana - Das Paradies hat einen Haken“: Handlung

Willkommen in der Südsee: „Vaiana - Das Paradies hat einen Haken“ aus dem Hause Disney entführt die Zuschauer in eine völlig neue Welt. Ein mutiges Mädchen will ihre Insel mit Hilfe des Halbgottes Maui vor dem Untergang retten. Dazu muss sie die bekannte Welt verlassen und etwas Neues ausprobieren, denn die Ursache allen Übels liegt in der Vergangenheit ihrer Vorfahren. Vaianas Mut wird belohnt. Die Welt jenseits des Horizonts ist aufregend, schön und viel größer, als es vom sicheren Zuhause aus scheint.

„Das Alte hat sich bewährt, mehr brauchst du nicht“, impft Vaianas Vater seiner neugierigen Tochter von klein auf ein und warnt sie vor den Gefahren des offenen Meeres. Natürlich träumt sie nun erst recht davon, über das Riff hinaus zu segeln, auch weil ihre Großmutter das Fernweh mit uralten Erzählungen anheizt.

Als sich eine merkwürdige Finsternis ausbreitet, die Kokosnüsse von innen verrotten lässt und die Fische aus dem Meer rings um die Insel vertreibt, lässt sich Vaiana nicht länger aufhalten. Sie bricht auf, um ihr Volk von dem Fluch zu befreien, den Maui vor Urzeiten heraufbeschworen hat. Vaiana will den Held jahrtausendealter Legenden deshalb dazu zwingen, ihr bei diesem abenteuerlichen Unterfangen zu helfen.

Anfang hält der Halbgott nicht viel von dem Mädchen. „Du trägst ein Kleid, singst viel und sprichst mit Tieren - du bist eine Prinzessin“, stellt er fest. Doch da irrt er sich. Eine Prinzessin will Vaiana nicht sein, lieber die künftige Stammeschefin, die sogar über Meereswellen gebieten kann.

Immer wieder muss sie all ihren Mut zusammennehmen, etwa wenn gemeine Mini-Piraten ihr Boot entern wollen oder der hinterhältige Krebs Tamatoa sie in seiner Unterwasser-Glitzerwelt verschlingen will. Auch Helden dürfen Angst haben, das macht Vaiana klar. Dennoch lässt sie sich nicht einschüchtern und sucht immer einen Weg, das Unheil zu besiegen und ihre Heimat zu retten.

„Vaiana - Das Paradies hat einen Haken“

USA 2016

Regie: Ron Clements, John Musker

Drehbuch: Ron Clements, John Musker, Taika Wiatiti, Jared Bush

Deutsche Synchronsprecher: U.a. Lina Larissa Strahl, Andreas Bourani

Produktion und Verleih: Disney

Länge: 107 Minuten

FSK: Freigegeben ab 0 Jahren

Start: 22. Dezember 2016

tz/dpa

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