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Elon Musk: Die Biografie, geschrieben von Walter Isaacson – was das Buch verspricht

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Es geht um Macht und darüber hinaus. Die Biografie von Walter Isaacson bringt auf über 800 Seiten die Geschichte von Elon Musk heraus.

Wer ist die Person hinter Elon Musk? Bekannt als Technik-Visionär, der die Elektromobilität gesellschaftsfähig gemacht hat, die private Weltraumfahrt im Wettstreit mit Amazon-Gründer Jeff Bezos befeuert und der reichste Mensch der Welt ist. Sein Vermögen wird auf mehr als 250 Milliarden Euro geschätzt. Doch wer ist Musk? Woher kommt sein Streben nach Perfektion und wie war das Verhältnis zu seinen Eltern? Das alles und vieles mehr erfährt der Leser in dem knapp ein Kilo schweren Buch.

Walter Isaacson „Elon Musk“: Darum geht es im Buch

Elon Musk in der Gigafactory in Grünheide und das Cover von  „Elon Musk“ - Biografie
Walter Isaacson legt mit „Elon Musk“ eine über 830 Seiten schwere Biografie des Technik-Unternehmers vor. © Political-Moments/Imago/C. Bertelsmann (Montage)

Elon Musk stellt auf X, ehemals Twitter, ab und an eigene Buchtipps vor, doch bei Walter Isaacsons umfangreicher Biografie geht es ausschließlich um den Namensgeber des Buches, Elon Musk.

Heute gilt Elon Musk als Visionär, der sich über alle Regeln hinwegsetzt und der unsere Welt ins Zeitalter der Elektromobilität, der privaten Weltraumfahrt und der künstlichen Intelligenz geführt hat. Dabei waren seine Anfänge weitaus bescheidener. Als Kind auf den Spielplätzen Südafrikas regelmäßig von jugendlichen Schlägern verprügelt, musste Musk sich auch zuhause gegen seinen gewalttätigen Vater behaupten und lernte so schon früh, sich allein auf sich selbst zu verlassen. Eine Lehre, die ihn im Verlauf seines Lebens zu einem der waghalsigsten Unternehmer unserer Zeit machte, ausgestattet mit extrem hoher Risikotoleranz und einer geradezu manischen Intensität.

Klappentext/C. Bertelsmann

Biografie von Elon Musk: Gehütet wie ein Staatsgeheimnis

So richtig viel war über das gehypte Buch im Vorfeld nicht in Erfahrung zu bringen. Nur kurze Auszüge gab es auf Verlagsseite von Simon & Schuster in New York zu lesen. Nichts sollte durchsickern. Die Süddeutsche Zeitung schreibt, dass womöglich nur die New York Times einen kompletten Blick vorab in die Promi-Biografie werfen konnte. Alle anderen durften warten. Doch dann, am 11. September, trudelte das Buch per Kurier auch bei uns ein.

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Das umfangreiche Werk lässt sich nicht an einem Tag lesen, einige Kapitel jedoch gut erfassen. Das Buch beginnt mit der schweren Kindheit von Elon Musk und dem Verhältnis zu dessen Vater. Das Durchleben von Mobbing in der Schule und eine schwere Verletzung am Rücken durch einen Hund prägen die ersten Jahre.

Walter Isaacson ist kein Unbekannter im Biografie-Geschäft. Auch die lesenswerte Biografie über den Apple-Gründer, „Steve Jobs“, stammt aus seiner Feder. Nach bewährtem Rezept geht Isaacson auch bei Elon Musk vor. Auch wenn das vorliegende Buch hier rund 200 Seiten mehr auf die Waage bringt. 12 Jahre nach dem Tod von Steve Jobs erschien ein neues Buch, das kostenlos im Internet abrufbar ist. Auffällig beim ersten Durchblättern ist das Fehlen von einem eigenen Fototeil. Die Kapitel werden recht spartanisch mit schwarz-weiß Aufnahmen unterfüttert.

Elon Musk: Schwere Kindheit

Über einen Zeitraum von zwei Jahren hatte der Autor Walter Isaacson die einzigartige Gelegenheit, Elon Musk aus nächster Nähe zu beobachten. Er nahm an Musks Meetings teil, besichtigte seine Fabriken und verbrachte Stunden damit, sowohl ihn selbst als auch seine Familie, Freunde, Kollegen und sogar seine Gegner zu interviewen. Herausgekommen ist ein faszinierender Insider-Bericht, der mit erstaunlichen Geschichten von Erfolgen und Herausforderungen gefüllt ist. Doch eine Frage bleibt am Ende des Buches: Sind es Elon Musks Unruhe und Umtriebigkeit, die seine Innovationen hervorbringen?

Walter Isaacson „Elon Musk“: Erster Eindruck

Ein Rundumschlag von der Kindheit bis in die aktuelle Zeit, auf über 830 Seiten. Das Buch liest sich auf den ersten Blick trotz des Umfangs flüssig, die knapp 100 Kapitel lassen ein Nachschlagen nach bestimmen Themen zu, sodass man es auch immer wieder einmal aus dem Regal ziehen kann. Wer sich für Promi-Biografien interessiert, sollte sich dieses Buch einmal näher ansehen und es farblich oder nach Genre in das eigene Regal sortieren. Eine ausführliche Besprechung folgt, sobald die Seiten intus sind.

Walter Isaacson „Elon Musk“ – Die Biografie

Übersetzt von Sylvia Bieker, Gisela Fichtl, Katharina Martl, Ulrike Strerath-Bolz, Anke Wagner-Wolff, Henriette Zeltner-Shane

2023 C. Bertelsmann, ISBN-13 978-3-570-10484-2

Preis: Hardcover 38 €, 832 Seiten

Walter Isaacson

Walter Isaacson, geboren 1952, ist Journalist und Schriftsteller. Er begann seine Karriere bei der Sunday Times, bevor er zum Time Magazine wechselte, dessen Herausgeber er 1996 wurde. In der Zeit nach den Anschlägen vom 11. September 2001 war er als Vorstand bei CNN tätig, bis er 2003 die Leitung des Aspen Institute übernahm, die er bis 2018 innehatte, um sich danach einer Geschichtsprofessur an der Tulane University zu widmen. Neben seiner journalistischen und akademischen Tätigkeit gilt Walter Isaacson als einer der renommiertesten Biografen unserer Zeit und ist als Autor mit Büchern über Benjamin Franklin, Henry Kissinger, Leonardo da Vinci und Jennifer Doudna hervorgetreten. Die Biografie über Steve Jobs verkaufte sich allein in Deutschland 900.000 Mal.

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