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Thriller-Buchtipp: Angeline Boulley „Firekeeper‘s Daughter“

Erstellt:

Von: Jessica Bradley

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Das Cover des Thrillers „Firekeeper's Daughter“ von Angeline Boulley
Cover „Firekeeper's Daughter“ Angeline Boulley © cbj

Anstatt sich über Karl May aufzuregen, sollte man den Thriller „Firekeeper‘s Daughter“ von der indigenen Autorin Angeline Boulley lesen. Mein Buchtipp.

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Ein Thriller geschrieben von einem Mitglied des Sault Ste. Marie Tribes der Chippewa Indians, Angeline Boulley. Der Roman ist eine „Own Voice“ Geschichte über Herkunft und Gemeinschaft.

Ein Thriller in „Own Voice“ einer indigenen Autorin

Ich habe das Hörbuch gehabt, was mir die Stellen erleichterte, in denen die Autorin die Ojibwe-Sprache verwendet. Doch keine Sorge, die Bedeutungen werden symbiontisch in den Text der Geschichte eingefügt. Der Einstieg mag etwas langwierig vorkommen, ist aber für „Firekeeper‘s Daughter“ unumgänglich.

Die 18-jährige Daunis Fontaine hat nie wirklich dazugehört, weder in ihrer Heimatstadt noch in der nahe gelegenen Ojibwe-Reservation. Denn sie ist halb weiß, halb Native American. Daunis träumt von einem Neustart am College, wo sie Medizin studieren möchte. Doch als sie sich plötzlich um ihre Mutter kümmern muss, beschließt Daunis, die eigenen Pläne vorerst auf Eis zu legen. Der einzige Lichtblick ist Jamie, der neue und sehr charmante Spieler im Eishockeyteam von Daunis‘ Bruder Levi. Daunis genießt seine Aufmerksamkeit und hat sich gerade in ihrem Leben eingerichtet, als sie Zeugin eines schrecklichen Mordes wird. Damit nicht genug, wird sie vom FBI rekrutiert, um undercover zu ermitteln. Widerstrebend willigt Daunis ein und erfährt so Dinge, die ihre Welt vollkommen auseinanderreißen …

Klappentext „Firekeeper‘s Daughter

Man sollte unbedingt dran bleiben, denn der Roman bereitet den Lesenden ein formidables Ende. Ich persönlich fand die Einblicke in die Gepflogenheiten und die Gedankenwelt der Protagonistin sehr bereichernd.

Angeline Boulley „Firekeeper‘S Daughter“: Mein Fazit

Ich habe die letzten Wochen die Diskussionen über Karl May und Winnetou verfolgt und finde, man sollte sich mal die Romane ansehen, die von indigenen Autor*innen geschrieben wurden. So hat man einen viel besseren Einblick in die wahren Lebensumstände von indigenen Völkern.

So auch bei „Firekeeper‘s Daughter“. Der tiefe Einblick in die Kultur der Chippewa Indians war faszinierend und hat mir einige neue Gesichtspunkte eröffnet. Der Roman ist sehr spannend und der Schreibstil der Autorin hat mir sehr gut gefallen. Ich werde in Zukunft öfter zu Romanen greifen, die aus persönlichen Erfahrungen und Erlebnissen bestehen.

Angeline Boulley „Firekeeper‘S Daughter“

2022, cbj , ISBN 13-978-3-570-16601-7

Preis: gebundenes Buch 20 €, E-Book 12,99 €, Seitenzahl: 560 (abweichend vom Format) Jetzt bestellen (werblicher Link)

Angeline Boulley

Angeline Boulley, registriertes Mitglied des Sault Ste. Marie Tribes der Chippewa Indians, ist eine Erzählerin, die über ihre Ojibwe-Gemeinschaft auf Michigans Oberer Halbinsel schreibt. Vor ihrer Karriere als Autorin war sie als Direktorin für das Office of Indian Education am U.S. Department of Education tätig. Sie lebt im Südwesten von Michigan, aber ihr Zuhause wird immer auf Sugar Island sein. Ihr Debütroman »Firekeeper’s Daughter« schaffte es auf Anhieb auf #1 der New-York-Times-Bestsellerliste.

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