So teuer?

"Fallout 76": Abo für Private Server - Preis macht Gamer fassungslos

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Die privaten Server für "Fallout 76" stoßen auf wenig Gegenliebe bei den Fans.

Bethesda kündigt Private Server mit Abo-Modell an. Die Community reagiert mit einem erneuten Shitstorm. Der Grund dafür: völlig überzogene Preise.

  • "Fallout 76" bekommt private Server mit Abo-Modell
  • Zum Abo gibt es diverse Bonus Features u.a. ein mobiles Überlebenszelt
  • Spieler werden durch Zahlungen im Abo monatlich mit Atomen für den Atomic Shop entlohnt
  • Community reagiert mit Shitstorm, als die Preise enthüllt werden.

Bald erscheint ein neuer Premium-Service von Bethesda für das "Fallout"-MMO "Fallout 76". Mit dem Abo namens "Fallout First" können Spieler in ihren eigenen Welten mit Freunden spielen und diverse Bonus-Features genießen. Das allerdings nur zu horrenden Preisen. Die Community reagiert stinkwütend.

"Fallout 76": Bringt das neue Abo die geforderten NPCs?

Das Wastelanders-Update, das die Spieler mit NPCs und neue Quests begrüßen soll, wird nach wie vor ohne das "Fallout 1st"-Abo verfügbar sein. Wann genau die langersehnte Gratis-Erweiterung erscheint, bleibt nach der recht kurzfristigen Verschiebung auf 2020 aber weiter ungewiss.

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"Fallout 76": Das steckt drin im fragwürdigen Abo-Modell "Fallout 1st"

Mit dem neuen Abo-Modell von Bethesda erhalten teilnehmende Spieler die folgenden Möglichkeiten:

  • Private Welten (bis zu acht Spieler)
  • Ein frei platzierbares Überlebenszelt, das wie ein Camp genutzt werden kann. 
  • Diverse exklusive Kosmetika 
  • Eine Verwertungskiste mit unendlich viel Platz für Herstellungs-Materialien inkl. der Lagerkiste, dazu Schlafsack und Kochstation
"Fallout 76" bekommt ein Überlebenszelt als Alternative zum C.A.M.P..

Das Überlebenszelt in "Fallout 76" kann an jedem beliebigen Ort auf der Map aufgestellt und genutzt werden. Mit dem Zelt können von überall aus Schnellreisen und kleine oder große Pausen gemacht werden. Es ist eine mobile Alternative zum unbeweglichen C.A.M.P. Von dem neuen Zelt kann sowohl auf den privaten sowie den öffentlichen Welten profitiert werden. 

Auch wenn Bethesda nach langem Flehen der Community einlenkt und private Welten für "Fallout 76" bringt, handelt es sich dabei nicht um private Server. Die Forderung nach eigenen Einstellungsmöglichkeiten wie Gegner-Spawn, Waffenkonfigurationen oder gar Mods wie es sie beispielsweise für "Fallout 4" gibt, bleibt jedoch unerfüllt. Sollte der Host einer privaten Welt offline gehen, so verschwindet auch die Welt selbst vorübergehend. Praktisch: Auch Spieler ohne "Fallout 1st" können in der Welt eines Abonnenten spielen.

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"Fallout 76": Abo-Preis sorgt für erneuten Shitstorm

Zusätzlich dazu bekommen alle Abonnenten monatlich 1.650 Atome gutgeschrieben, was im Gegenwert circa 15 Euro entspricht. Die wiederum können im spieleigenen Shop für kosmetische Items sowie Level-Boosts ausgegeben werden. Dementsprechend lohnt sich das Abo besonders für Spieler, die monatlich ohnehin Skins und Accessoires für 15 Euro gekauft hätten.

Das sind alle Inhalte des neuen Fallout 1st Premium-Abos.

Das Angebot ist für Spieler von XBox One, PS4 und PC erhältlich. Die Anmeldung für das Abo findet auf der offiziellen Fallout Website statt. Lautstarke Kritik erntete Bethesda jedoch, als das Unternehmen die Preise für das monatliche Abonnement verkündete. So schlägt die Mitgliedschaft im Monat mit 14,99 Euro zu Buche, während für ein komplettes Jahr "Fallout" 1st happige 119 Euro fällig werden. 

So reagiert die Community auf das neue "Fallout 76"-Abo

Der entsprechende Ankündigungs-Tweet von Bethesda macht derzeit seine Runde im Netz und hat bereits mehr als 9.000 Kommentare nach sich gezogen – nur die wenigsten davon Glückwünsche zum neuen Abo-Modell für "Fallout 76". Stattdessen hagelt es Kritik und Enttäuschung von allen Seiten. Twitter-User @EpinardianGuardian greift einen alten Bethesda-Schenkelklopfer auf und bezieht sich auf die technischen Mängel von "Fallout 76", mit denen das Spiel zum Release zu kämpfen hatte.

Selbst Verfechter des in die Kritik gekommenen Studios zeigen sich enttäuscht. Nutzer @SlyDeviant beteuert zunächst seine Liebe zum Spiel und äußerst dann seine tiefe Bestürzung über das Vorgehen seitens Bethesda.

@Popeyesailors hingegen kritisiert ganz offen, dass Bethesda nicht bereits zum Release private Server angeboten hat und nun stattdessen zu einem Abo-Modell greift, um das langersehnte Feature hinter Transaktionen zu verstecken.

Abseits der Kommentare sorgt außerdem ein pfiffiger Spieler für Aufruhr, der sich bereits wenige Stunden nach Bekanntwerden des Preises die Domain falloutfirst.com reserviert hat und auf dieser Seite einen alternativen Abo-Service mit dem Namen "F*ck YOU 1st" anbietet. Wie das Studio auf den neuerlichen Shitstorm reagiert, bleibt bislang abzuwarten. Ein offizielles Statement seitens Bethesda ist derzeit noch nicht erfolgt.

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