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Switch-Erfolg ist ein Problem – Nintendo-Boss macht Ansage zu Konsolen-Zukunft

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Von: Joost Rademacher

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Nintendo hat mit der Switch einen riesigen Hit gelandet. Aber wie geht es weiter? Diese Frage scheint selbst dem Präsidenten des Unternehmens Sorge zu bereiten.

Kyoto, Japan – Man merkt es Nintendo kaum an, aber der Spielekonzern ist gerade der wohl größte Player im Konsolengeschäft. Mit wenig Fanfare und in aller Stille hängt die fünf Jahre alte Nintendo Switch ihre Konkurrenten PS5 und Xbox Series X in Sachen Verkaufszahlen eiskalt ab. Da fragt sich: wie macht man als Unternehmen nach so einem Erfolg weiter? Für Nintendo selbst scheint der Weg in die Zukunft gar nicht mal so sicher zu sein. Sogar der Präsident zeigt sich besorgt um zukünftige Konsolengenerationen nach der Switch.

Name der KonsoleNintendo Switch
HerstellerNintendo
TypHybride Spielkonsole
Generation08. Konsolengeneration
SpeichermediumSpielmodul, Flash-Speicher, microSDXC-Karte
Release03. März 2017

Nintendo: Switch ist ein riesiger Erfolg, aber Generationenwechsel ist eine Herausforderung

Was war passiert? Wie viele weitere Unternehmen im Gaming hat auch Nintendo erst kürzlich seinen Bericht für das vergangene Finanzjahr veröffentlicht. Aus einem ähnlichen Bericht ging auch hervor, dass EA bis März 2023 vier neue Spiele veröffentlichen will. Im gleichen Zug stand Nintendo seinen Investoren Rede und Antwort zu Fragen rund um sein weiteres Vorgehen. Dabei kam auch ein möglicher zukünftiger Wechsel auf eine neue Konsolengeneration zur Sprache. Hier meldete sich Shuntaro Furukawa, der Präsident von Nintendo, höchstpersönlich zu Wort und zeigte sich sichtlich unsicher über die nächste Generation, die auf die Switch folgen soll.

Nintendo Präsident Shuntaro Furukawa neben Switch und Firmenlogo
Nintendo in der Sackgasse? Präsident hat Angst vor Generationen nach Switch © Nintendo (Montage)

Warum ist der Präsident so besorgt? Nintendo hat eine berüchtigt turbulente Vergangenheit, wenn es darum geht, eine neue Konsole auf dem Markt einzuführen. Der Gamecube, die WiiU und der Nintendo 3DS lagen alle in ihren Verkäufen weit hinter ihren jeweiligen Vorgängern und besonders die Nintendo Switch bringt das Unternehmen aus Kyoto in eine prekäre Lage. Die Switch hat sich zur erfolgreichsten Heimkonsole des Herstellers entwickelt und Furukawa scheint sich der Gefahr eines weniger erfolgreichen Nachfolgers sehr bewusst zu sein. Deshalb wolle er darauf setzen, eine langfristige Beziehung zu Spielern aufzubauen.

Basierend auf unseren Erfahrungen mit der Wii, dem Nintendo DS und anderer Hardware ist uns klar, dass der Übergang von einer Hardware zur nächsten ein großes Hindernis ist. Um dieses Risiko zu verringern, fokussieren wir uns darauf, langfristige Beziehungen zu unseren Kunden aufzubauen.

Shuntaro Furukawa, Präsident Nintendo

Ein Ansatz dafür soll sein, weiterhin Spiele für die Switch zu veröffentlichen und die Spieler mehr an Services zu binden, die Nintendo Accounts nutzen. Sogar die Abwärtskompatibilität einer neuen Hardware zu Spielen von der Switch ist offenbar ein Ansatz, den Nintendo bei der nächsten Konsole berücksichtigen könnte.

Nintendo: Nächste Konsole noch unbekannt – Vielleicht nur Switch 2.0?

Wo könnte es für Nintendo hingehen? Der Gedanke der Abwärtskompatibilität legt nahe, dass Nintendo weiterhin über eine verbesserte Form der Nintendo Switch mit stärkerer Hardware nachdenkt. Schon seit Jahren geht im Internet regelmäßig das Gerücht um, dass das Unternehmen an einer Art Super Switch oder Switch Pro arbeiten könnte. Einen Hinweis auf eine Nintendo Switch Pro zeigte ein NVIDIA-Leak. Um die Funktionen der Nintendo Switch möglichst verlustfrei abwärtskompatibel zu machen, wäre ein Schritt zu einer mindestens ähnlich aufgebauten Nachfolgerkonsole jedenfalls naheliegend.

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