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Roblox: Wie sicher ist das Online-Spiel für Kinder?

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Von: Ömer Kayali

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In „Roblox“ machen sich die Spieler ihre Abenteuer selber. Der Look der Figuren erinnert überwiegend an LEGO-Männlein.
In „Roblox“ machen sich die Spieler ihre Abenteuer selber. Der Look der Figuren erinnert überwiegend an LEGO-Männlein. © Roblox

„Roblox“ zählt neben „Minecraft“ und „Fortnite“ zu den beliebtesten Online-Spielen bei Kindern und Jugendlichen. Aber ist es für sie auch geeignet?

„Roblox“ ist ein Online-Spiel, in dem Millionen von Nutzern ihre eigenen Spiele und -Erlebnisse mit Tools zu erstellen und mit anderen Spielern zu teilen. Es ist im Prinzip eine spielerische und relativ einfache Möglichkeit, Grundkenntnisse im Programmieren und Spieldesign zu erlangen. Der LEGO-Look ist vergleichbar mit „Minecraft“ und „Roblox“ ist ebenfalls auf mehreren Plattform spielbar – auf PC, Android- und iOS-Geräten sowie Xbox One. Das Spiel birgt jedoch einige Risiken, über die sich vor allem Eltern jüngerer Spieler im Klaren sein sollten.

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„Roblox“ ist kostenlos – aber hat es versteckte Kosten?

„Roblox“ kann kostenlos heruntergeladen und gespielt werden. Das Spiel enthält aber auch In-Game-Käufe in Form von „Robux“. Der Kauf dieser „Robux“ ist keine Voraussetzung für das Spielen. Einige Inhalte – darunter neue Kleidung, Accessoires und Ausrüstungsgegenstände für den Avatar – müssen jedoch erst erworben werden. Um ungewünschte Käufe zu vermeiden, sollten Sie unbedingt die In-App-Käufe deaktivieren oder nur über ein Passwort ermöglichen.

„Roblox“: Zahlreiche Inhalte kommen ungefiltert ins Spiel

„Roblox“ hat vor allem in den USA gewaltige Ausmaße angenommen und mehrere Millionen von Nutzern. Wie bereits erwähnt, können Spieler eigenen Content erstellen und mit anderen teilen. Das führt jedoch dazu, dass Unmengen von Inhalten ungeprüft ins Spiel gelangen. Zwar verfügt „Roblox“ über einige Filter, allerdings ist auf diese nicht hundertprozentig Verlass. Aus diesem Grund erteilte die USK hierzulande eine Altersfreigabe von 12 Jahren, da vor allem die von Nutzern erstellten Inhalte nicht ausreichend geprüft werden.

Die Entwickler haben zusätzliche Einstellungsmöglichkeiten für Eltern eingefügt, mit denen sie die Auswahl der Inhalte einschränken. Sinnvoll ist es zum Beispiel den Sprach-Chat nur auf zugelassene Freunde zu beschränken oder Liste mit altersgerechten Spielen zu erstellen. Unter dem Menüpunkt „Sicherheit“ lässt sich die Kontoeinschränkung einstellen.

Datenschutz bei „Roblox“ laut Stiftung Warentest „inakzeptabel“

Was den Datenschutz von „Roblox“ betrifft, stuft Stiftung Warentest diesen als inakzeptabel ein. Diese Note erhalten Apps, „die zu viele Daten sammeln und deren Datenschutzerklärung Mängel hat“. Das liegt bei „Roblox“ wohl unter anderem daran, dass die Datenschutzerklärung nur auf Englisch verfügbar ist.

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Fazit zu „Roblox“

„Roblox“ ist nicht uneingeschränkt für Kinder und Jugendliche geeignet, aufgrund unzureichenden Filter. Da immer wieder neue Inhalte hochgeladen werden, ist es sehr schwierig, diese zu überprüfen, daher sollte Kontoeinschränkung sicherheitshalber aktiviert werden. Auf gar keinen Fall sollten im Spiel private Informationen an andere Spieler weitergegeben werden. (ök) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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