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Wechsel zu Mixer soll "Fortnite"-Star Ninja bis zu 30 Millionen Dollar bringen

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Von: Andre Borbe

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Der Wechsel von Ninja zu Mixer hat Microsoft ganz schön viel gekostet.
Der Wechsel von Ninja zu Mixer hat Microsoft ganz schön viel gekostet. © picture alliance/Benedikt Wenck/dpa

Multimillionär durch Videospiele: Davon träumten bislang viele. Streamer Ninja konnte sich den Traum offenbar erfüllen. Dank Microsoft und dem Streaming-Kampf.

Als Microsoft im Jahr 2016 die unbekannte Streaming-Plattform Beam aufkaufte, dachte wohl niemand daran, dass große Streamer dort ihre Live-Videos zeigen würden. Mittlerweile heißt Beam Mixer und kann als Aushängeschild einen wahren Star präsentieren: "Fortnite"-Profi Ninja.

Ninja lässt sich Wechsel zu Mixer gut bezahlen

Der für "Fortnite" bekannte Streamer wechselte im August 2019 von Branchenprimus Twitch zu Mixer. Schon damals wurde viel darüber spekuliert, dass Ninja für die Entscheidung eine hohe Summe bekommen haben soll. Die US-Nachrichtenseite zitiert nun einen Talent-Manager, der behauptet, Ninja habe zwischen 20 und 30 Millionen Dollar für den Wechsel erhalten.

Allerdings verteile sich das Geld auf einen mehrjährigen Vertrag, erklärte Justin Warden, CEO der Marketing- und Talentagentur Ader. Die Firma arbeite mit Ninja zusammen. Ninja ist nicht der einzige Streamer, der für viel Geld die Plattform wechselt.

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Große Streamer bekommen bis zu zehn Millionen Dollar für Wechsel

Ryan Morrison, CEO der Talentagentur Evolved, geht laut CNN davon aus, dass Streamer mit mindestens 10.000 gleichzeitigen Aufrufen auf Twitch* ein Angebot von rund zehn Millionen Dollar für einen Wechsel bekommen können. Kleinere Streamer würden immer noch eine Million Dollar bekommen. Die unterschiedlichen Plattformen befinden sich in einem wahren Kampf um Talente.

Neben Twitch, das zu Amazon gehört, und Microsofts Mixer mischt Google mit Youtube sowie Facebook mit Facebook-Gaming im Streamer-Markt mit. Facebook konnte sich im November einen großen Fisch angeln. Der 28-jährige Disguised Toast machte den Schritt von Twitch zum Streaming-Dienst des sozialen Netzwerks. Der Streamer kann über eine Million Follower vorweisen.

Wie viel Disguised Toast für seine Entscheidung bekommen hat, ist laut CNN nicht bekannt. Facebook erhofft sich von dem Wechsel einen Schub. Diesen hat die Streaming-Plattform offenbar auch nötig. In Deutschland wird diese auch angeboten, kann aber kaum Zuschauer generieren.

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Viele Streamer verlassen Twitch für andere Plattformen

In den vergangenen Monaten haben zahlreiche bekannte Streamer Twitch verlassen. Im Oktober 2019 entschied sich Shroud für Mixer. Im November wechselte der Streamer Ewok ebenfalls zu Mixer. Facebook Gaming sicherte sich im Dezember die Dienste von "Fortnite"-Profi Corinna Kopf. Für Youtube geht künftig die Streamerin Valkyrae an den Start.

Deutsche Streaming-Größen sind bisher noch nicht zu Mixer gewechselt. Allerdings gibt es immer wieder Gerüchte, dass MontanaBlack sich von Twitch zu Microsofts Streaming-Dienst verabschieden könnte. Let's-Player Gronkh hat keine Absichten Twitch zu verlassen. Das lässt sich zumindest aus den wöchentlichen Livestreams raushören.

Einen Wechsel in der deutschen Streamer-Szene gibt es allerdings schon. Debitor wechselte vor rund einem Jahr zu Facebook-Gaming, kehrt aber ab 1. Februar wieder zurück zu Twitch.

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anb

*tz.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks

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