Mysteriös

Plakate mit seltsamen Schriftzeichen im dm? Dahinter versteckt sich ein besonderer Service

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Im dm hängen seit ein paar Wochen Poster mit seltsamen Zeichen.

Chinesische Schriftzeichen in einem deutschen Drogeriemarkt? Klingt komisch, ist aber in einigen dm-Läden zu sehen - was soll das?

Wer in einen Laden der Drogeriekette dm einkaufen geht, hat es vielleicht schon mal entdeckt: Ein Plakat mit chinesischen Schriftzeichen - mitten in Deutschland. Was steckt dahinter? Hat ein chinesischer Mitbürger die Zettel aufgehängt oder stammen sie von dm selbst? Und viel wichtiger: Was steht da drauf?

dm: Drogeriekette wirbt für chinesische Bezahlapp

Zunächst einmal: Das Plakat stammt tatsächlich von der Drogeriekette. Aber warum spricht sie ihre Kunden darauf auf Chinesisch an? Die Erklärung: Der Text bewirbt einen Service für chinesische Kunden. Genauer gesagt, die Möglichkeit mit der mobilen App Alipay zu bezahlen, obwohl in Deutschland immer noch das Bargeld regiert.

Das hat die Süddeutsche Zeitung in Erfahrung gebracht. Demnach sei die Bezahlapp sehr verbreitet in China und da dm einen weiteren Anstieg an chinesischen Touristen erwartet, wolle man für den Ansturm gerüstet sein und den künftigen Kunden einen bekannten sowie bequemen Bezahlservice bieten.

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Alipay erobert den deutschen Einzelhandel

Die Drogeriekette ist aber nicht allein mit seiner Alipay-Einführung. Auch Kaufhof, Timberland, Rossmann und Müller wollen chinesischen Kunden den Einkauf erleichtern. Deutsche Kunden sollten aber noch nicht jubeln, dass das mobile Bezahlen auch hierzulande in Mode kommt. Denn Alipay ist nur für chinesische Nutzer. Voraussetzung für die App ist nämlich ein Konto in China und ein chinesischer Pass, wie die Süddeutsche Zeitung berichtet. Die deutschen dm-Kunden legen aber wohl ohnehin mehr Wert darauf, weniger Plastik in ihren Verpackungen zu haben.

Die chinesische App ist aber nicht der einzige Anbieter von mobilen Bezahldiensten. Schon seit Jahren versuchen Paypal, Google Pay und Apple Pay, die Deutschen vom Bezahlen per Smartphone zu überzeugen. Bisher ohne Erfolg. Das Bargeld erfreut sich immer noch großer Beliebtheit, an der gerade mal die Kartenzahlung herankommt. Es ist also nicht davon auszugehen, dass in den nächsten Jahren so schnell das Smartphone das Bargeld als Zahlungsmittel ablösen wird.

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Das sind die vier angesagtesten Kryptowährungen der Welt

Bitcoin ist nach wie vor die Nummer Eins unter den Kryptowährungen. Bitcoin erlebte vor Kurzem ein Allzeithoch und knackte die 4.000 Dollar-Marke (etwa 3.350 Euro). Doch andere Cyber-Währungen drängen nach vorne.
Bitcoin ist nach wie vor die Nummer Eins unter den Kryptowährungen. Bitcoin erlebte vor Kurzem ein Allzeithoch und knackte die 4.000 Dollar-Marke (etwa 3.350 Euro). Doch andere Cyber-Währungen drängen nach vorne. © pixabay
So hat es Ethereum geschafft, sich den zweiten Platz zu ergattern. Auf Online-Handelsplätzen versucht es, Bitcoin die Poleposition streitig zu machen. Der aktuelle Ether-Kurs beläuft sich auf 260 Dollar (circa 215 Euro).
So hat es Ethereum geschafft, sich den zweiten Platz zu ergattern. Auf Online-Handelsplätzen versucht es, Bitcoin die Poleposition streitig zu machen. Der aktuelle Ether-Kurs beläuft sich auf 260 Dollar (circa 215 Euro). © pixabay/Make-someones-day
Die Krypto-Plattform Ripple dagegen entstand aus einer Idee von Software-Entwickler Ryan Fugger und wird von Ripple Labs. weiterentwickelt. Ziel ist es, Ripple zu einem für alle zugänglichen Zahlungsnetzwerk für jede beliebige Währung wie Dollar, Euro oder Bitcoin &Co. sowie Handelsplatz zu machen. Ripple enthält zudem eine eigene interne Digitalwährung namens XRP. Deren Kurs beträgt aktuell gerade mal um die 15 (Euro-)Cent.
Die Krypto-Plattform Ripple dagegen entstand aus einer Idee von Software-Entwickler Ryan Fugger und wird von Ripple Labs. weiterentwickelt. Ziel ist es, Ripple zu einem für alle zugänglichen Zahlungsnetzwerk für jede beliebige Währung wie Dollar, Euro oder Bitcoin &Co. sowie Handelsplatz zu machen. Ripple enthält zudem eine eigene interne Digitalwährung namens XRP. Deren Kurs beträgt aktuell gerade mal um die 15 (Euro-)Cent. © pixabay/Toff anelloG
Litecoin, kurz LTC genannt, gibt es seit Oktober 2011. Auch diese Kryptowährung bedient sich der Blockchain-Technologie wie Bitcoin. Das heißt: Daten von Transaktion werden verschlüsselt übertragen, in Blöcken zusammengefasst und aneinandergehängt. Aktuell liegt der Litecoin-Kurs gerade bei 60 Dollar (etwa 50 Euro).
Litecoin, kurz LTC genannt, gibt es seit Oktober 2011. Auch diese Kryptowährung bedient sich der Blockchain-Technologie wie Bitcoin. Das heißt: Daten von Transaktion werden verschlüsselt übertragen, in Blöcken zusammengefasst und aneinandergehängt. Aktuell liegt der Litecoin-Kurs gerade bei 60 Dollar (etwa 50 Euro). © pixabay/ToffanelloG

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