Rentenversicherung

Grundrente 2021: Erste Bescheide werden ab Juli versandt - wichtige Info für viele Rentner

Die Grundrente ist am 1. Januar in Kraft getreten. Aber noch haben Rentner sie nicht bekommen. Das soll sich für die ersten Anspruchsberechtigten in absehbarer Zeit ändern.

Schon seit ein paar Monaten ist die Grundrente in Kraft. Schätzungen des Bundesarbeitsministeriums zufolge dürften rund 1,3 Millionen Rentner mit einem Zuschlag in Höhe von durchschnittlich 75 Euro im Monat rechnen, wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) schildert. Denn: Wer viele Jahre gearbeitet und dabei unterdurchschnittlich verdient hat, soll künftig eine Grundrente erhalten. Darauf hatte sich der Bundestag Anfang Juli 2020 geeinigt.

Grundrente: Aufschlag für kleine Renten - Höhe wird individuell bestimmt

Aber nicht jeder erhält den vollen Zuschlag: „Die Grundrente ist keine eigenständige Leistung, sondern ein Plus zur bestehenden Rente. Sie wird zusammen mit der gesetzlichen Rente ausgezahlt. Die Höhe wird individuell bestimmt“, schildert die Deutsche Rentenversicherung. Mehr zur Berechnung der Grundrente erfahren Sie hier*. Man muss dabei keinen Antrag stellen. Die Prüfung durch die Rentenversicherung erfolgt automatisch, ebenso die Auszahlung.

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Ohne Antrag: Erste Grundrente-Bescheide ab Juli

Ab Juli 2021 nun sollen die ersten Bescheide verschickt werden, wie es in dem dpa-Bericht (Stand: 22. April) heißt. Wer als sogenannter Neurentner ab dem Start der Versandaktion im Juli seinen Rentenbescheid erhalte, bekomme darin auch die Information, ob ein Anspruch auf Grundrente bestehe, schreibt dpa. Für alle, die ihren Rentenbescheid früher erhalten hätten, werde der Anspruch auf den Grundrentenzuschlag gesondert geprüft. „Begonnen wird mit den ältesten Jahrgängen, es folgen dann schrittweise die jüngeren Jahrgänge. Die letzten Fälle werden bis Ende 2022 aufgerufen“, heißt es weiter in dem Bericht. Und: „Ergibt die Prüfung, dass ein Anspruch besteht, erhalten die Betroffenen einen neuen Rentenbescheid. In diesem wird auch über die Höhe des Zuschlages informiert. Beträge, auf die ab Januar 2021 ein Anspruch besteht, werden nachgezahlt.“ Wer dagegen keinen Anspruch auf einen Zuschlag habe, erhalte auch keinen Bescheid.

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Warum dauert Auszahlung der Grundrente so lange?

Warum die Auszahlung der Grundrente so lange dauert? Die Einführung der Grundrente sei mit einem erheblichen Verwaltungsaufwand verbunden, erklärte die Deutsche Rentenversicherung zu den Hintergründen . „Aus knapp 26 Millionen Renten sind diejenigen herauszufiltern, die einen Anspruch haben. Der Grundrentenzuschlag wird für alle Rentenarten gezahlt, also für Altersrenten, Renten an Hinterbliebene (also Witwen- und Witwerrenten, Waisenrenten und Erziehungsrenten) sowie Erwerbsminderungsrenten.“ Die Prüfung von Amts wegen erfolge sowohl für diejenigen, die bereits Rente bekämen, als auch für alle, deren Rente nach dem 31. Dezember 2020 beginne. (ahu) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Quellen: dpa, Deutsche Rentenversicherung

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Das Geld vor dem Euro: Kennen Sie diese EU-Währungen noch?

Pesetas, italienische Lire oder Franc: Jedes europäische Land hatte vor dem Euro eine eigene Währung.
Pesetas, italienische Lire oder Franc: Jedes europäische Land hatte vor dem Euro eine eigene Währung. © pixabay
Die Deutsche Mark, auch DM oder D-Mark genannt, war als Bargeld von 1948 bis Ende 2001 die offizielle Währung der Bundesrepublik Deutschlands. Eine Deutsche Mark war wiederum unterteilt in einhundert Pfennig. Neben Münzen gab es sie auch in fünf- bis tausend-DM-Scheinen. Noch heute sollen Milliarden D-Mark im Umlauf sein. Ein Euro soll heutzutage zwei DM wert sein.
Die Deutsche Mark, auch DM oder D-Mark genannt, war als Bargeld von 1948 bis Ende 2001 die offizielle Währung der Bundesrepublik Deutschlands. Eine Deutsche Mark war wiederum unterteilt in einhundert Pfennig. Neben Münzen gab es sie auch in fünf- bis tausend-DM-Scheinen. Noch heute sollen Milliarden D-Mark im Umlauf sein. Ein Euro soll heutzutage zwei DM wert sein. © pixabay
Die italienische Lira war von 1861 bis zur Einführung des Euro das offizielle Zahlungsmittel Italiens. Sie war zudem auch in den beiden Zwergenstaaten San Marino und Vatikanstadt offizielle Währung. Doch vor 2001 spielten wegen einer anhaltenden Inflation nur noch die Werte 50, 100, 200, 500 und 1.000 Lire eine Rolle im Zahlungsverkehr. Ein Euro beträgt nach heutigem Umrechnungskurs etwa 2.000 Lire.
Die italienische Lira war von 1861 bis zur Einführung des Euro das offizielle Zahlungsmittel Italiens. Sie war zudem auch in den beiden Zwergenstaaten San Marino und Vatikanstadt offizielle Währung. Doch vor 2001 spielten wegen einer anhaltenden Inflation nur noch die Werte 50, 100, 200, 500 und 1.000 Lire eine Rolle im Zahlungsverkehr. Ein Euro beträgt nach heutigem Umrechnungskurs etwa 2.000 Lire. © pixabay
Die griechische Drachme galt von 1831 bis 2001. Sie war das offizielle Zahlungsmittel in Griechenland. Der Name ist bereits seit der Antike geläufig und bezeichnete schon damals eine Gewichts- und Münzeinheit aus Silber. Ihre Untereinheit war das Lepto, 100 davon ergaben eine Drachme. Umgerechnet wäre heutzutage ein Euro circa 340 griechische Drachmen wert.
Die griechische Drachme galt von 1831 bis 2001. Sie war das offizielle Zahlungsmittel in Griechenland. Der Name ist bereits seit der Antike geläufig und bezeichnete schon damals eine Gewichts- und Münzeinheit aus Silber. Ihre Untereinheit war das Lepto, 100 davon ergaben eine Drachme. Umgerechnet wäre heutzutage ein Euro circa 340 griechische Drachmen wert. © pixabay
Der Franc (zu deutsch: Franken) war vor der Einführung des Euro die Währung Frankreichs. Zudem galt er seit 1795 in der Schweiz sowie Belgien, Luxemburg und Monaco und den ehemaligen französischen Kolonien wie dem Kongo, Guinea, Ruanda oder Französisch-Polynesien. Ein Franc war wiederum unterteilt in 100 Centimes. Ein Euro wären etwa 6,5 Franc.
Der Franc (zu deutsch: Franken) war vor der Einführung des Euro die Währung Frankreichs. Zudem galt er seit 1795 in der Schweiz sowie Belgien, Luxemburg und Monaco und den ehemaligen französischen Kolonien wie dem Kongo, Guinea, Ruanda oder Französisch-Polynesien. Ein Franc war wiederum unterteilt in 100 Centimes. Ein Euro wären etwa 6,5 Franc. © pixabay
Die spanischen Peseta (zu deutsch: Peseten) und wurde 1869 in Spanien eingeführt. Sie galt ebenfalls im Pyrenäenstaat Andorra. Der offizielle Umrechnungskurs beträgt heute für einen Euro etwa 165 Pesetas. Laut der spanischen Nationalbank können übrig gebliebene Peseten sogar noch bis zum 31. Dezember 2020 in Euro umgetauscht werden.
Die spanischen Peseta (zu deutsch: Peseten) und wurde 1869 in Spanien eingeführt. Sie galt ebenfalls im Pyrenäenstaat Andorra. Der offizielle Umrechnungskurs beträgt heute für einen Euro etwa 165 Pesetas. Laut der spanischen Nationalbank können übrig gebliebene Peseten sogar noch bis zum 31. Dezember 2020 in Euro umgetauscht werden. © pixabay

Rubriklistenbild: © Patrick Pleul/dpa

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