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Sabbatical und Steuern sparen – so funktioniert‘s 

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Von: Franziska Kaindl

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Ein Kayal liegt bei Sonnenuntergang am Strand.
Viele Arbeitnehmer sehnen sich nach einer längeren Auszeit. © Martina Kovacova/Imago

Mit einem Sabbatical können sich Arbeitnehmer eine längere Auszeit nehmen. Wer es richtig anstellt, kann sich dabei auch noch steuerliche Vorteile sichern.

Von einer Weltreise oder längeren Auszeit träumen viele Menschen – doch oft stehen die Verpflichtungen in der Arbeit und das Finanzielle im Weg. Wer daher nicht gleich kündigen will, kann mit seinem Arbeitgeber über ein Sabbatical* sprechen. Hierbei handelt es sich um einen unbezahlten Sonderurlaub bzw. eine befristete Auszeit, die in der Regel zwischen drei und zwölf Monate geht. Mit der richtigen Strategie können Sie nicht nur ihre Auszeit finanzieren, sondern dabei auch noch Steuern sparen.

So finanzieren Sie sich ein Sabbatical

Das Zauberwort lautet: Zeitwertkonto. Und so funktioniert es: Der Arbeitnehmer verzichtet in der Ansparphase bei gleichbleibender Arbeitszeit auf einen Teil seines Lohns. Das nicht ausgezahlte Gehalt landet auf dem Zeitwertkonto, auch Arbeitszeitkonto genannt. Ohne Zustimmung des Arbeitgebers funktioniert das aber nicht, da Sie keinen Rechtsanspruch darauf haben. Ebenfalls wichtig: Es muss sich um ein langfristiges Arbeitszeitkonto halten, damit das Finanzamt das Modell anerkennt. Mit Flexi- oder Gleitzeitkonten funktioniert es zum Beispiel nicht.

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Diese steuerlichen Vorteile bringt ein Zeitwertkonto

Während der Ansparphase bleiben die Einzahlungen auf das Zeitwertkonto steuer- und sozialabgabenfrei. Das übrige Gehalt wird hingegen zu einem geringeren Steuersatz besteuert, da für das niedrigere Bruttogehalt ein niedrigerer Steuersatz greift. Neben Teilen des Gehalts können Arbeitnehmer zudem Überstunden oder Boni einzahlen. Erst in der Phase der Auszahlung während des Sabbaticals fallen Steuern auf das Geld an. Allerdings greift auch bei diesen der ermäßigte Steuersatz, sodass der pausierende Arbeitnehmer der sogenannten „kalten Progression“ entgehen kann. Ein weiterer Vorteil: Da der Arbeitsvertrag fortbesteht, werden auch weiterhin die Beiträge zur gesetzlichen Renten-, Pflege- und Krankenversicherung gezahlt, sodass Ihnen die soziale Absicherung erhalten bleibt.

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Worauf Sie bei einem Zeitwertkonto achten müssen

Voraussetzung für das Modell Zeitwertkonto ist laut dem Online-Portal karrierebibel.de aufgrund des Teilzeitgesetzes, dass der Arbeitnehmer mindestens sechs Monate in seinem Unternehmen beschäftigt war und der Betrieb über mehr als 15 Mitarbeiter verfügt. (fk) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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