Für Laien

Einführung in die Börse: Was sind eigentlich Aktien?

+
An der Frankfurter Börse werden auch Aktien von internationalen Unternehmen gehandelt.

Wer Börsenneuling ist, informiert sich zuerst über die grundlegenden Begriffe, die jeder Trader kennen muss. Heute: die Bedeutung von Wertpapieren.

Dax, Dividende und Aktie: Wer an der Börse durchstarten will, versteht anfangs nur Bahnhof, wenn es um den dort herrschenden Jargon geht. Manche fühlen sich von den vielen, komplexen Begriffen erst einmal überwältigt oder gar eingeschüchtert – aber das muss gar nicht sein. Die Redaktion erklärt Ihnen Schritt für Schritt, was es damit auf sich hat.

Was ist eine Aktie?

Bei einer Aktie handelt es sich um ein Wertpapier, das den Anteil, den man als Anleger an einem Unternehmen bzw. einer Aktiengesellschaft erwirbt, verbrieft. Wer also einen Anteil besitzt, besitzt damit als sogenannter Aktionär auch einen kleinen Teil der Firma.

Wie groß dieser Anteil ist, kommt ganz darauf an, wie viele Aktien das Unternehmen insgesamt an die Allgemeinheit ausgibt und wie viele davon in ihrem Besitz sind. Laut der FAZ beträgt die Gesamtzahl der Aktien bei den 30 größten deutschen Aktiengesellschaften zwischen 90 Millionen und 4,4 Milliarden Stück.

Lesen Sie auch: Analysten sagen: Wenn DAS bei der Telekom Aktie passiert, ist sie so lukrativ wie nie.

Woher kommt der Begriff "Aktie"?

Man geht davon aus, dass das Wort Aktie ab 1472 in Bremen aus dem mittelniederdeutschen Wort "axie" entstanden ist, was so viel wie "Anspruch" oder "Anrecht" bedeutet. Dieses soll wiederum aus dem Lateinischen stammen ("actio") und sich aus dem Begriff für den "Klageanspruch" ableiten.

Offiziell gilt die holländische Niederländische Ostindien-Kompanie als erstes Unternehmen, das 1603 Aktien ("actien in de Compagnie") ausgab.

Erfahren Sie hier: Jetzt heißt es "Put" oder "Call": So funktionieren Optionsscheine wirklich.

Video: Wem gehören eigentlich die ganzen Dax-Aktien?

Auch interessant: Crash-Alarm bei der Deutschen Bank - wie Sie davon profitieren können.

Die Geschichte der Aktie

Die Vereinigte Ostindische Kompanie (VOC) soll aus sechs Kammern bestanden haben und gab weltweit erstmals Aktien an externe, unternehmensfremde Aktionäre aus. Danach nahm der Aktienhandel Kurs auf. So soll bereits im Jahre 1612 die erste Aktienbörse in Amsterdam entstanden sein. Anfangs bestimmten von den Unternehmen eingesetzte Börsenmakler Angebot und Nachfrage sowie den Börsenkurs, die im Interesse der Firma agierten, die sie vertraten. Die Wertpapiere lagerten zudem woanders.

Erfahren Sie hier, warum die Sie sofort bei der Siemens Aktie zuschlagen sollten. Und warum Sie hingegen bei der BMW Aktie Vorsicht walten müssen.

Nach dem Vorbild der VOC entstand die erste deutsche Aktiengesellschaft 1682 mit der Brandenburgisch-Afrikanischen Compagnie, die für ihren Überseehandel bekannt wurde. Die ersten deutschen Aktien wurden allerdings erst 1785 an der Börse Berlin gehandelt. Im 19. Jahrhundert entwickelte sich das Aktiengeschäft rasant und es eröffneten immer mehr Börsen in Deutschland. Zudem nahm die Anzahl an Aktiengesellschaften massiv zu.

Besonders die Frankfurter Wertpapierbörse sticht hier heraus und hat sich ab der Hälfte des 19. Jahrhunderts zum führenden Aktienmarkt Deutschlands etabliert, auf dem auch internationale Wertpapiere gehandelt werden.

Heutzutage werden diese allerdings nicht mehr in einzelnen Urkunden ausgegeben, sondern die (nicht-verbrieften) Anteile oftmals von Banken in Depots verwahrt und verwaltet.

Lesen Sie hier: Darum ist die VW Aktie trotz Dieselskandal für Anleger so lukrativ. Und auch die Daimler Aktie gehört noch immer in Ihr Aktiendepot.

Habe ich als Aktionär Einfluss auf meine Aktie?

Auch wenn sie als Privatanleger Eigentümer an einem Teil der Firma sind, können sie keinen direkten Einfluss in die Geschäfte nehmen. Allerdings erwerben Sie mit dem Kauf einer Aktie folgende Rechte:

  • Recht auf Gewinnausschüttung (Dividende)
  • Recht auf Anteil am Aktienkapital der Gesellschaft
  • Recht am Liquidationserlös im Konkursfall

Zudem ist es Aktionären erlaubt, jährlich die Hauptversammlung der jeweiligen Firma zu besuchen, wo über wichtige Dinge diskutiert und (mit-)entschieden wird. Allerdings gilt hier zu beachten, dass nicht jede Aktie stimmberechtigt ist.

"Mr. Dax" empfiehlt: Diese drei Aktien sollten Sie jetzt aktuell kaufen. Darunter finden Sie auch die Amazon Aktie, deren Kurs einfach nicht mehr zu stoppen scheint.

Besitzen Sie aber die Mehrheit der Aktien an einem Unternehmen (50% +1) sind sie automatisch der Mehrheitsaktionär und können in der Aktionärsversammlung die anderen stets überstimmen und sogar über den Aufbau der Firma sowie die Zusammensetzung des Vorstands entscheiden.

Was bekomme ich für eine Aktie?

Grundsätzlich freut es den Anleger, wenn der Aktienkurs stetig steigt. Das zeigt auch, dass es dem Unternehmen gut geht – so kann er auch eine hohe Dividende erwarten. Dabei handelt es sich um eine Beteiligung am Gewinn des Unternehmens. Wie hoch diese allerdings ist, legt das Unternehmen fest und kann von Jahr zu Jahr variieren. Diese wird bei der jährlichen Hauptversammlung ebenfalls verkündet.

Wer oder was bestimmt den Aktienkurs?

An der Börse bestimmt das Prinzip von Angebot und Nachfrage: Die Börsenhändler gleichen diese ab und handeln entsprechend. Das heißt, sie kaufen oder verkaufen die Aktien wieder. Anhaltspunkte sind allerdings nicht nur die die Stückzahl der Wertpapiere, sondern auch welches Limit diese maximal bereit sind, für eine Aktie auszugeben oder wie viel sie für einen bestimmten Betrag haben wollen.

Auch interessant: Was ist der Dax? Eine Erklärung - und was Analysten für 2018 voraussagen.

Wenn also die Kaufangebote überwiegen, steigt auch der Kurs der Aktie, tun es allerdings die Verkaufsangebote, fällt er erwartungsgemäß. Daher ist es als Investor ratsam, sich vorher genau zu überlegen, welche Summe man zur Hand hat – und wie viel man bereit ist, für eine Aktie hinzublättern.

Warum soll ich mein Geld in Aktien anlegen?

Generell gibt es zwei Möglichkeiten, mit Aktien ein Vermögen aufzubauen. Wenn der Kurs einer Aktie steigt, steigt damit auch ihr Wert. Verkauft ein Anleger diese dann zu einem späteren (günstigen) Zeitpunkt, macht er Gewinn.

Erfahren Sie hier, warum die BASF Aktie noch immer ein "Champion" ist - und ein Muss in jedem Depot ist.

Alternativ bauen Sie sich ein langfristiges Aktien-Depot auf und streichen so die Dividendenausschüttung der/des Unternehmen(s) ein. Das Beste daran: Sie wird jährlich ausgezahlt und Sie müssen dafür Ihre Wertpapiere nicht verkaufen.

Welche Arten von Aktien gibt es?

Je nach Investmentstrategie lohnt es sich daher, in eine von diesen beiden Aktiensorten zu investieren:

  • Wachstumsaktien
  • Substanzaktien

Bei Ersteren sagt der Name schon viel aus: Hierbei wird von den Unternehmen, deren Anteile man besitzt, ein großes Wachstum erwartet. Wenn die Gesellschaft Erfolge vermeldet und Gewinne erzielt, lockt das noch mehr Anleger an, die investieren. Ergo steigt auch der Kurs der Aktie stark an. Allerdings sind Wachstumsaktien aus diesem Grund sehr viel riskanter, ihre Kurse schwanken häufiger – und die Unternehmen zahlen kaum oder nur wenig Dividenden aus.

Erfahren Sie hier: Genau diese sechs dividendenstarken Aktien garantieren Ihnen 2018 saftige Gewinne.

Substanzaktien stammen von Firmen, die stets hohe Gewinne erzielen können und an der Börse etabliert sind. Sie zahlen oftmals langfristig hohe Dividenden aus. Ihre Kurswerte sind stabiler, allerdings sind keine Durchbrüche mehr zu erwarten. Daher sind auch deren Wertpapiere weniger riskant und oftmals investieren Anleger in sie, um regelmäßig Ausschüttungen zu erhalten.

Lesen Sie auch: So kaufen Sie Aktien kaufen als Anfänger - eine Anleitung.

Auch interessant: Diese drei Aktien werden völlig unterschätzt - darum sollten Sie jetzt zuschlagen.

jp

Das sind die fünf lukrativsten Geldanlagen der Welt

Die eigenen vier Wände sind für viele Deutsche noch immer ein Lebenstraum, den es zu erfüllen gilt. Doch nicht nur für die Familienplanung, sondern auch als Investment in die Altersvorsorge. Besonders jetzt sind Immobilien so lukrativ wie noch nie: Schließlich ist der Leitzins seit Anfang 2017 auf seinem historischen Tiefstand. Und der Traum beziehungsweise ein Darlehen dadurch in greifbarer Nähe.
Die eigenen vier Wände sind für viele Deutsche noch immer ein Lebenstraum, den es zu erfüllen gilt. Doch nicht nur für die Familienplanung, sondern auch als Investment in die Altersvorsorge. Besonders jetzt sind Immobilien so lukrativ wie noch nie: Schließlich ist der Leitzins seit Anfang 2017 auf seinem historischen Tiefstand. Und der Traum beziehungsweise ein Darlehen dadurch in greifbarer Nähe. © pixabay
Kryptowährungen sind gerade in aller Munde: Bitcoin & Co. sind gerade so angesagt wie nie. Einst als dubioses Cybergeld aus dem Darknet verschrien, sind sie nun auch in der Realität angekommen. Mit Erfolg. Der Bitcoin-Kurs konnte bereits ein Allzeithoch erzielen, die 4.000-Dollar-Marke (etwa 3.350 Euro) knacken - und machte bereits einige Investoren in kürzester Zeit zu Millionären. Allerdings ist der Kurs immer wieder starken Schwankungen unterworfen - daher sollten Sie sich des Risikos eines Tiefsturzes stets bewusst sein.
Kryptowährungen sind gerade in aller Munde: Bitcoin & Co. sind gerade so angesagt wie nie. Einst als dubioses Cybergeld aus dem Darknet verschrien, sind sie nun auch in der Realität angekommen. Mit Erfolg. Der Bitcoin-Kurs konnte bereits ein Allzeithoch erzielen, die 4.000-Dollar-Marke (etwa 3.350 Euro) knacken - und machte bereits einige Investoren in kürzester Zeit zu Millionären. Allerdings ist der Kurs immer wieder starken Schwankungen unterworfen - daher sollten Sie sich des Risikos eines Tiefsturzes stets bewusst sein. © pixabay
Statussymbole wie Luxusuhren oder Oldtimer rücken immer mehr in den Fokus als weitere lukrative Geldanlagen. Darunter auch Wein. Schließlich kann ein edler Tropfen nach ein paar Jahren schon mal so viel wert sein wie ein 3er BMW. Laut der Londoner Finanzberatung Knight Frank ist der Wert von Wein sogar um 24 Prozent nach oben geschossen. Praktisch daran: Die Flaschen können Sie in Ihrem hauseigenen Weinkeller lagern.
Statussymbole wie Luxusuhren oder Oldtimer rücken immer mehr in den Fokus als weitere lukrative Geldanlagen. Darunter auch Wein. Schließlich kann ein edler Tropfen nach ein paar Jahren schon mal so viel wert sein wie ein 3er BMW. Laut der Londoner Finanzberatung Knight Frank ist der Wert von Wein sogar um 24 Prozent nach oben geschossen. Praktisch daran: Die Flaschen können Sie in Ihrem hauseigenen Weinkeller lagern. © pixabay
"Kaufen, wenn die Kanonen donnern - verkaufen, wenn die Violinen spielen" - sagte einmal einer der reichsten Männer der Welt, der Bankier Carl Mayer von Rothschild. Wer es also gerne etwas risikoreicher mag, der sollte in Aktien investieren. Am besten ist es, wenn Sie mit Geld spekulieren, dass Sie entbehren können oder in nächster Zeit nicht unbedingt benötigen. Dadurch können Sie bei etwaigen Kursschwankungen cool bleiben - und werden am Ende für Ihr Durchhaltevermögen belohnt.
"Kaufen, wenn die Kanonen donnern - verkaufen, wenn die Violinen spielen" - sagte einmal einer der reichsten Männer der Welt, der Bankier Carl Mayer von Rothschild. Wer es also gerne etwas risikoreicher mag, der sollte in Aktien investieren. Am besten ist es, wenn Sie mit Geld spekulieren, dass Sie entbehren können oder in nächster Zeit nicht unbedingt benötigen. Dadurch können Sie bei etwaigen Kursschwankungen cool bleiben - und werden am Ende für Ihr Durchhaltevermögen belohnt. © pixabay
Sicher, profitabel und man kann es sogar zuhause lagern: Der gute, alte Goldbarren gilt seit Menschengedenken als Investment von Wert. Besonders in Krisenzeiten lohnt sich Gold, da es als stabil gilt. 2017 ist der Goldpreis auch wieder massiv angestiegen - und Finanzexperten glauben sogar, dass es weiter nach oben gehen wird.
Sicher, profitabel und man kann es sogar zuhause lagern: Der gute, alte Goldbarren gilt seit Menschengedenken als Investment von Wert. Besonders in Krisenzeiten lohnt sich Gold, da es als stabil gilt. 2017 ist der Goldpreis auch wieder massiv angestiegen - und Finanzexperten glauben sogar, dass es weiter nach oben gehen wird. © pixabay

Auch interessant

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

Frau kauft Toilettenpapier auf Amazon – und erlebt Schreck ihres Lebens
Frau kauft Toilettenpapier auf Amazon – und erlebt Schreck ihres Lebens
Black Friday 2019: Was taugen die Angebote wirklich?
Black Friday 2019: Was taugen die Angebote wirklich?
"Bares für Rares": Rarität ekelt Lichter an - dann kommt es auch noch zum Streit
"Bares für Rares": Rarität ekelt Lichter an - dann kommt es auch noch zum Streit
2-Euro-Münze: Sind Sie im Besitz dieser "Doppel"-Fehlprägung? Dann sind 80.000 Euro drin
2-Euro-Münze: Sind Sie im Besitz dieser "Doppel"-Fehlprägung? Dann sind 80.000 Euro drin

Kommentare