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Stellar und IBM fordern mit neuem Zahlungssystem Ripple XRP heraus

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Oftmals wird Stellar die kleine Schwester von Ripple genannt. Schon seit einer ganzen Zeit befindet sich der digitale Token nun jedoch unter den Top 10 der Kryptowährungen.

Dabei sind viele Branchen noch immer damit beschäftigt herauszufinden, wie die digitale Währung die eigenen Technologien und Dienste verbessern kann. Im Gegensatz dazu hat der US-Technologiekonzern International Business Machines Corporation, besser bekannt unter dem Namen IBM, bereits ein Programm gestartet. Mit diesem ist es möglich, grenzübergreifende Transaktionen in der Region des Südpazifiks mit Händlern und Konsumenten durchzuführen. Dieses Programm nennt sich „Blockchain World Wire“ und sorgt dank Stellar, kurz XLM, für die sekundenschnelle Abwicklung von Zahlungen. Doch ist diese neue Option eine ernst zu nehmende Konkurrenz für Ripple?

IBM und Stellar

Bereits 2017 schloss der New Yorker IT-Konzern die Kooperation mit Stellar.org als Finanzdienstleister sowie KlickEx als Zahlungsspezialisten. Damit wurde das grenzüberschreitende Zahlungssystem an den Start gebracht. Allein die Ankündigung hatte schnell dafür gesorgt, dass Stellar Lumens als Kryptowährung satte 100 Prozent zulegte. Doch an dieser Stelle fragt man sich, warum, sich IBM speziell für Stellar entschied. Denn andere Lösungen wie Swift oder eben Ripple Labs sind doch schon länger am Markt. Oder noch einfacher: Warum wurde nicht einfach Bitcoin genutzt?

Bitcoin wurde dabei von Jo Lang von IBM Blockchain Financial Solutions sofort ausgeschlossen. Die Erklärung hierfür war schnell gefunden. Denn gemint wird die Kryptowährung vor allem in China. Dort sitzen die Klienten von IBM jedoch nicht. Mit dem Blick auf Ripple XRP gab Lang an, dass hier die Eigentumsverhältnisse nicht klar genug seien. Zudem habe man bereits mit Ripple Labs zusammengearbeitet und werde das weiterhin tun. Dennoch benötigt IBM ein Asset, das transparent ist.

Fündig wurde der US-amerikanische Technologiekonzern dann bei Stellar. Diese haben die passende Kombination. Denn zum einen liegt keine Gewinnorientierung vor und zum anderen ist die Programmcodebasis Open-Source. Des Weiteren bietet zum Beispiel Stellar Lumens eine Software-Programmierschnittstelle, die sehr gut entwickelt ist. Zudem verfügt die Non-Profit-Stiftung, die im Jahr 2014 gegründet wurde, über die zum Funktionieren notwendigen Technologien. Weitere Vorteile für IBM sind, dass jede Asset-Art im Netzwerk unterstützt wird und Stellar skalierbar ist. Damit sieht man sich gut für das zukünftige Wachstum über die Südpazifik-Region hinaus aufgestellt.

Wer steckt hinter Stellar?

Vor allem US-Programmierer Jed McCaleb ist hier als Gründer der Kryptowährung zu nennen. Dieser hatte seiner Zeit das File-Sharing-Netzwerk eDonkey ins Leben gerufen. Zudem war McCaleb später dann Mitbegründer von Ripple. Jedoch wollte man seine Ideen hier nicht umsetzen und so folgte ein millionenschwerer Rechtsstreit, sodass McCaleb schließlich Stellar gründete.

An seiner Seite stand zu Beginn noch Joyce Kim. Die Rechtsanwältin verließ die Stellar Development Foundation 2016 jedoch, um sich eigenen Ideen hinzugeben. Dennoch steht sie McCaleb noch immer beratend bei.

Ein wichtiges Mitglied des Gründungsteams ist der Computer Wissenschaftler David Maziéres. Dieser arbeitete an der Universität von Standford und verfasste das Stellar zugrunde liegende Whitepaper betreffend des Stellar Consensus Protocol.

Ein Zahlungssystem mit Zukunft?

Heute sind Transaktionen über die Grenzen hinaus nicht mehr beschränkt. SWIFT-Zahlungssystem und die bekannte IBAN machen es Menschen weltweit möglich, Geld unkompliziert hin und her zu schicken. Dennoch dauert der Geldtransfer immer noch ein paar Werktage. Das Zahlungssystem von IBM hingegen, das Stellar-Protokoll verwendet, schafft dieses Kunststück binnen weniger Sekunden. Zudem sind die Gebühren die für die Abwicklung und Abrechnung anfallen günstiger, als dies derzeit der Fall ist.

Laut IBM sind rund 97 Prozent der größten Banken der Welt Kunden des IT-Konzerns. Nach eigenen Angaben liegt der Anteil an Kreditkartentransaktionen, die über die Systeme von IBM laufen, bei mehr als 90 Prozent. Die Einführung der Blockchain World Wire hat dementsprechend einen weitreichenden Einfluss. Besonders wird dies Auswirkungen für den Markt von Bitcoin sowie der anderen Kryptowährungen haben. Mit der schnellen Zahlungsabwicklung und keinen Kapazitätsgrenzen ist Stellar Lumens ein echter Konkurrent von Swift und Ripple.

Stronghold als Partner

Ein weiterer Grund für die Kooperation mit Stellar ist Stronghold USD. Dies ist eine Stablecoin, die jedoch im Wert an den US-Dollar gebunden ist. Zudem basiert diese auf der Stellar Blockchain. Herausgegeben wird die Stronghold USD wiederum von einem Partner von IBM – dem Start-up Stronghold.

So schafft IBM mit dem Zahlungsprogramm „IBM Blockchain World Wire“ eine Möglichkeit, damit Banken die Stellar Lumens als native Kryptowährung der Stellar Blockchain nutzen können, um Transfers von Land zu Land durchzuführen. Dabei erfolgt die Auszahlung via IBM nahezu in Echtzeit und kostet fast nichts. Zudem sparen sich die Banken kostenaufwendige Fremdwährungen auf ihren Nostrokonten und werden so entlastet.

Unterschiede zwischen Stellar Lumens und Ripple

Grundsätzlich entwickelt die Stellar Development Foundation als gemeinnützige Organisation das Stellar Protokoll weiter. Ripple hingegen ist eine private Gesellschaft, wobei rund 60 Prozent der Kryptowährung in der Hand von Ripple selbst liegen. Hingegen werden nur 5 Prozent bei Stellar.org bleiben. Der Rest der 95 Prozent Lumens geht an die breite Bevölkerung. Das, was verbleibt, ist für die Finanzierung der weiteren Entwicklung gedacht.

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