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Warum ist Butter eigentlich so teuer geworden?

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Von: Anne Tessin

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Ein Stück Butter kostet bei Aldi fast zwei Euro.
Ein Stück Butter kostet bei Aldi fast zwei Euro. © Pixabay

Lassen Verbraucher sich die Butter vom Brot nehmen? Momentan steigen die Butter-Preise in den Supermärkten schon wieder an. Doch woran liegt das überhaupt?

Beim Blick ins Kühlregal steigen Butterliebhabern derzeit heiße Tränen in die Augen. Die Butterpreise sind so hoch wie nie und auch andere Milchprodukte befinden sich in einer Preisspirale. Warum ist das goldene Fett derzeit fast so teuer wie echtes Gold? Wir erklären Ihnen die Gründe.

Was kostet Butter im Supermarkt?

Butter ist mittlerweile etwa 60 Prozent teurer als noch vor einem Jahr. Noch im Februar mussten Verbraucher je nach Anbieter und Supermarkt zwischen 1,99 und 2,99 Euro für 250 Gramm echte Butter bezahlen. Nun der Schock: Bei Aldi sind die Butterpreise seit dem 1. März 2018 schon wieder gestiegen - selbst Butter der Eigenmarke Milfina ist jetzt merklich teurer.

Was kostet Butter bei Aldi?

Butter vom Discounter ist jetzt richtig teuer: Denn selbst die Aldi-Eigenmarken-Butter kostet nun auf einmal 1,59 Euro - und damit ganze 30 Cent mehr als noch im Februar. 250 Gramm Deutsche Markenbutter kosten bei Aldi mittlerweile 1,99 Euro. Bio-Butter kostet bei gleicher Menge 2,19 Euro. Das ist der höchste Preis seit Einführung des Euros. Im April 2017 bekamen Kunden die Butter noch für 1,19 Euro, Anfang Juli wanderten bereits 1,79 Euro in die Kasse des Discounter.

So viel bezahlen Sie aktuell für Butter aus dem Supermarkt

AnbieterMarkePreis für 250 GrammPreissteigerung seit Februar 2018 (Stand: 2. März 2018)
ReweRewe Bio Süßrahmbutter 2,15 Euro20 Cent
EdekaKerrygold Original Irische Butter2,49 Euro20 Cent
LidlMilbona Golden Hills Irische Butter2,15 Euro20 Cent

Und warum ist Butter so teuer?

Im August lagen die durchschnittlichen Preise für Lebensmittel 3 Prozent über dem August des Vorjahres. Besonders die Preise von Butter und Molkereiprodukten haben sich hier als treibende Kraft erwiesen. Aber warum sind hier die Preise so explodiert:

Am Ende zählt nur eins: Wenn die Nachfrage groß ist und das Angebot klein, dann ist der Preis hoch.

Fett oder Margarine: Welches Fett ist zum Kochen und Backen besser geeignet?

Wird Verbrauchern die Butter vom Brot genommen?

Wenn man "sich nicht die Butter vom Brot nehmen" lassen soll, dann soll man sich nichts gefallen lassen. Die Butterverteuerung ist allerdings keine künstliche Verknappung, die Milchbauern mit Rachegelüsten aus der Kanne gezaubert haben, sondern bittere Realität.

Ein Bundesbürger isst laut dem MIV etwa sechs Kilogramm Butter im Jahr. Beim jetzigen Preis zahlt der Deutsche im Schnitt also rund 48 Euro im Jahr für die geliebte Butter auf dem Brot. Aber nicht nur in Deutschland steigen die Preise für Butter. Die Butterverteuerung ist ein internationales Phänomen: Im Juni erreichte der von der UN Food and Agricultural Organization (FAO) beobachtete Butterpreis weltweit ein Allzeithoch, berichtet die "Financial Times".

Deshalb steigen nun in Frankreich die Preise für Croissants und in England könnte laut des dänisch-schwedischen Molkereikonzerns Arla die Butter für die Weihnachtsplätzchen knapp werden.

Wo kriege ich noch günstige Butter von guter Qualität?

Da der Butterpreis von äußeren Umständen abhängt, gestaltet sich die Jagd nach Sonderangeboten schwierig. Insgesamt fährt man mit den Eigenmarken der Discounter noch am günstigsten. Reine Markenbutter kann gut und gerne 2,30 Euro kosten, während die Hausmarken sich derzeit bei 1,99 Euro treffen. Einige Mischprodukte (z.B. mit Rapsöl) liegen preislich weiterhin unter 1,80 Euro.

Auch interessant: Ein Donut-Hersteller hat keine echte Butter verwendet - und wurde verklagt.

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