Kochen und Haushalt

Warum Kartoffelwasser viel zu schade für den Abfluss ist: nicht weggießen!

Pellkartoffeln kochen im Topf.
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Kartoffelwasser ins Spülbecken? Darum sollten Sie das besser nicht tun!

Gießen Sie nach dem Kartoffelkochen das Wasser einfach ab? Warum Kartoffelwasser für den Abfluss zu schade ist und was Sie stattdessen damit machen können.

Kartoffeln* gehören zu den Grundnahrungsmitteln und sind ja auch super lecker. Was die meisten nicht wissen: Nicht nur die Kartoffeln, sondern auch das Wasser, in denen sie gekocht werden, sind vielseitig einsetzbar. Bei den meisten Menschen landet das Kartoffelwasser meistens im Spülbecken. Dabei können Sie den Sud doch vielfältig weiterverwenden! Hier erfahren Sie, für welche Zwecke das Kartoffelwasser noch gut ist – im Haushalt sowie beim Kochen.

Durch das Kochen gehen wertvolle Inhaltsstoffe wie Stärke, Vitamine und Mineralien aus den Kartoffeln ins Wasser über. Wichtig zu beachten: Die folgenden Tipps gelten für das Kartoffelwasser, das beim Kochen von Salzkartoffeln entsteht, also schälen Sie die Kartoffeln vorab gründlich. So sind Sie auch sicher vor Solanin, dem in Kartoffelschalen, grünen Stellen und keimenden Kartoffeln enthaltenen, giftigen Pflanzenstoff. Nach dem Schälen können Sie das Kartoffelwasser bedenkenlos weiterverwenden. Fangen Sie dazu das Wasser beim Kartoffelnabgießen einfach in einem Topf oder in einer hitzebeständigen Schüssel auf. Wenn Sie es nicht sofort benötigen, können Sie es abgekühlt für bis zu drei Tage im Kühlschrank aufbewahren.

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Kartoffelwasser nicht wegschütten, sondern beim Kochen weiterverwenden

Kartoffelwasser enthält logischerweise viel Stärke aus den Kartoffeln und kann dadurch bei der Zubereitung von Saucen oder Suppen zum Einsatz kommen. Einfach ein paar EL des Wassers in die Suppe oder Sauce geben und umrühren. Einerseits bekommt das Gericht dadurch einen intensiveren Geschmack, andererseits können Sie damit auch die Flüssigkeit etwas strecken und gleichzeitig binden. Bei der Zugabe von Wasser aus der Leitung würde das Ergebnis zu flüssig.

Auch leckeres selbstgebackenes Brot können Sie aufpimpen: Verleihen Sie Ihrem Brot ein Kartoffelaroma, indem Sie die Flüssigkeit, die im Rezept angegeben ist, einfach mit derselben Menge Kartoffelwasser ersetzen.

Kartoffelwasser zum Putzen verwenden

Kartoffelwasser können Sie, statt es in den Abfluss zu schütten, auch prima zum Säubern von Pfannen, Töpfen oder Kunststoff-Oberflächen wie Fensterrahmen und Wasserkocher benutzen. Die enthaltene Speisestärke ist ein natürlicher Fettlöser. Feuchten Sie einen Lappen oder einen Schwamm mit zimmerwarmem Kartoffelwasser an und wischen Sie die Oberfläche gut ab. Mit einem Küchentuch trockenreiben.

Übrigens: Selbst wenn Sie das Kartoffelwasser einfach wie gewohnt ins Spülbecken schütten, hat es positive Effekte: Durch die Stärke werden nämlich Verschmutzungen und Verstopfungen im Abfluss gelöst. Dazu muss das Wasser aber direkt vom Herd noch fast kochend in den Abfluss gegossen werden – was bei Plastikrohren zu Schäden führen kann.

Auch interessant: Diese Fehler sollten Sie beim Kochen von Kartoffeln vermeiden.

Kartoffelwasser trinken soll gesund sein

Dem Kochwasser geschälter Kartoffeln wird eine beruhigende Wirkung auf den Verdauungstrakt nachgesagt. Damit dieser heilsame Effekt gegen Reizdarm und Co. eintritt, muss das Kartoffelwasser allerdings über mehrere Tage oder besser Wochen getrunken werden. Außerdem soll Kartoffelsud ein wirkungsvolles Hausmittel gegen Husten sein: Dazu benötigen Sie allerdings ungesalzenes Kartoffelwasser, erhitzen es gut und rühren es mit etwas Honig an. So soll es gegen Reizhusten lindernd wirken.

Gerade für diesen Zweck ist es besonders wichtig, dass Sie alle grünen Stellen und Keime an den Kartoffeln großzügig wegschneiden, um sich vor dem giftigen Solanin zu schützen. Ob einem Kartoffelwasser als Kur-Getränk zusagt, ist natürlich auch Geschmackssache. (mad) *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

Heilen mit Hausmitteln

Mehr zum Thema Gesundwerden mit Lebensmitteln wie Hafer, Kartoffel und Kohl erfahren Sie im Ratgeber von Dr. Franziska Rubin: „Heilen mit Lebensmitteln: Meine Top 10 gegen 100 Krankheiten“ (werblicher Link). Denn ganz alltägliche Nahrungsmittel, die jeder zuhause in Kühlschrank und Regal hat, können auf sanfte und natürliche Art heilen.

Weiterlesen: Vorräte jetzt prüfen: Wenn Kartoffeln so aussehen, gehören sie in den Müll.

Acht Fehler beim Nudeln kochen, die fast jeder macht – auch Sie?

Was, zwei Liter Wasser für eine Single-Portion Nudeln? Ja! Nudeln sollten vollständig von Wasser bedeckt sein. Sonst gibt es Nudel-Klump. Faustregel: Ein Liter auf 100 Gramm Nudeln.
Was, zwei Liter Wasser für eine Single-Portion Nudeln? Ja! Nudeln sollten vollständig von Wasser bedeckt sein. Sonst gibt es Nudel-Klump. Faustregel: Ein Liter auf 100 Gramm Nudeln. © Pixabay
Das Wasser muss kochen. Erst dann kommen die Nudeln dazu.
Das Wasser muss kochen. Erst dann kommen die Nudeln dazu. © Pixabay
Faustregel: Breite Nudeln passen zu schweren, stückigen Soßen wie Bolognese – feine Nudeln zu leichten Soßen.
Faustregel: Breite Nudeln passen zu schweren, stückigen Soßen wie Bolognese – feine Nudeln zu leichten Soßen. © Pixabay
Kippen Sie auch einen Schluck Olivenöl ins Wasser, damit die Spaghetti nicht aneinanderkleben? Ganz schlecht, denn das Öl verklebt die Oberfläche der Nudeln, so dass sie die Soße nicht mehr richtig aufnehmen können. Besser: Etwas Kochwasser in die Schüssel – oder Nudeln gleich mit der Sauce vermischen.
Kippen Sie auch einen Schluck Olivenöl ins Wasser, damit die Spaghetti nicht aneinanderkleben? Ganz schlecht, denn das Öl verklebt die Oberfläche der Nudeln, so dass sie die Soße nicht mehr richtig aufnehmen können. Besser: Etwas Kochwasser in die Schüssel – oder Nudeln gleich mit der Sauce vermischen. © Pixabay
Mit Salz sollte man sparsam umgehen – aber nicht beim Nudelnkochen. Denn nur ein kleiner Teil des Salz kommt auch in der Nudel an. Ein Teelöffel pro Liter sollte es schon sein.
Mit Salz sollte man sparsam umgehen – aber nicht beim Nudelnkochen. Denn nur ein kleiner Teil des Salz kommt auch in der Nudel an. Ein Teelöffel pro Liter sollte es schon sein. © Pixabay
Nudeln brauchen wirklich nicht viel Aufmerksamkeit. Aber zwei, drei Mal rühren zwischendurch tut ihnen gut. Es verhindert, dass sie zusammenkleben.
Nudeln brauchen wirklich nicht viel Aufmerksamkeit. Aber zwei, drei Mal rühren zwischendurch tut ihnen gut. Es verhindert, dass sie zusammenkleben. © Pixabay
Die Nudeln sind fertig, doch wo ist jetzt das Nudelsieb? Während Sie in der Schublade kramen, werden die Spaghetti labberig – das war’s dann mit al dente.
Die Nudeln sind fertig, doch wo ist jetzt das Nudelsieb? Während Sie in der Schublade kramen, werden die Spaghetti labberig – das war’s dann mit al dente. © Pixabay
Schreck lass nach – die kalte Dusche bei Abschrecken spült die Stärke von den Nudeln. So kann die Soße nicht mehr an ihnen haften.
Schreck lass nach – die kalte Dusche bei Abschrecken spült die Stärke von den Nudeln. So kann die Soße nicht mehr an ihnen haften. © Pixabay

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