Blase schwächelt

Inkontinenz: So läuft die Untersuchung ab

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Ein Blick auf das Krankheitsbild: Oberärztin Dr. Ricarda Bauer (l.) zeigt einer Patientin, woher die Probleme rühren.

München - Nur wenige Betroffene suchen wegen Inkontinenz-Problemen einen Arzt auf. Dabei kann der durchaus Abhilfe schaffen. Die tz zeigt, wie so eine Untersuchung abläuft.

„An erster Stelle steht immer ein ausführliches Gespräch“, erläutert Dr. Ricarda Bauer. Dabei wird unter anderem abgefragt, wie häufig der Patient zur Toilette muss, wie viel Urin er verliert und ob er Schmerzen beim Wasserlassen hat. Außerdem gibt der Patient eine Urinprobe ab, und seine Blase wird in aller Regel mit einem Ultraschallgerät untersucht. „Bei Frauen ist eine ­vaginale Untersuchung sinnvoll“, berichtet Dr. Bauer weiter.

„Nach diesen harmlosen Untersuchungsschritten kann man in den allermeisten Fällen bereits einen ersten Therapieversuch starten – nicht nur bei Belastungs-, sondern auch bei Drang­inkontinenz.“

In manchen Verdachtsfällen ist es erforderlich, einen Blasentumor, ein Prostatakarzinom oder andere Grunderkrankungen auszuschließen. Zur weiterführenden Diagnostik dient etwa die Blasenspiegelung. In vergleichsweise seltenen Fällen kann auch eine sogenannte urodynamische Untersuchung erforderlich sein. Dabei wird mithilfe von Drucksonden und Elektroden die Funktion der Harnblase überprüft. „Durch einen kleinen Katheter wird die Blase mit Wasser gefüllt und ein dünnes Schläuchlein wie ein Zäpfchen in den Enddarm geschoben. Diese Messsonden sind mit einem Computer verbunden. Der misst und überwacht, wie gut die Blase funktioniert. Das kann man sich vorstellen wie eine Art elektronische Fehleranalyse“, erklärt Dr. Bauer. „Wichtig ist: Die Untersuchung ist nicht schmerzhaft.“

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