Tipps von Ernährungsexperten

Abnehmen ohne Diät

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Bewegung und realistische Ziele sind das A und O für einen gesunden Lebensstil

Ein Viertel der Deutschen sind fettleibig – so lautet das erschreckende Ergebnis einer DAK-Studie. Extremes Übergewicht gilt als Auslöser für Diabetes, Herz-Kreislauf-Beschwerden oder Depressionen.

Eine Frage, die viele Menschen beschäftigt: Wie kann man abnehmen, bevor es zu spät ist? Denn die DAK warnt in der Studie vor dem Jo-Jo-Effekt – der mit jeder Diät eher schlimmer wird. Die tz gibt Ihnen die besten Tipps der DAK-Ernährungsexperten für dauerhaftes Abnehmen ohne Diät an die Hand:

  • Ab wann bin ich überhaupt übergewichtig?  

Gemeinhin gilt der Body-Mass-Index (BMI) als Mittel, um Übergewicht festzustellen. Dabei wird das Körpergewicht in Kilogramm durch die Körpergröße zum Quadrat geteilt. Ein Beispiel: Bei einem Gewicht von 65 Kilogramm und einer Körpergröße von 1,70 Meter ergibt sich nach dieser Formel ein BMI von 22,5. Der errechnete Wert sollte bei Frauen zwischen 19 und 24, bei Männern zwischen 20 und 25 liegen.

  • Wieso ist es so schwierig abzunehmen?  

Der menschliche Körper ist eigentlich nicht zum Abnehmen geschaffen. Vielmehr war es günstig, ein ordentliches Fettpolster anzulegen, von dem man in Hungerzeiten zehren konnte.

  • Wie kann man diesen Mechanismus austricksen?  

Die Nahrungsaufnahme ist nur eine Seite der Medaille – mindestens genauso wichtig ist der Energieverbrauch. Ohne ausreichende Bewegung ist es so gut wie unmöglich, dauerhaft abzunehmen. Keine Angst: Aus dem Waschbärbauch muss nicht sofort ein Waschbrettbauch werden – es reicht bereits leichte Bewegung, etwa langsames Joggen. Der Körper zieht sich seine Energie dann aus den Fettzellen – und baut Muskeln auf.

  • Warum braucht es zum Abnehmen Muckis?

Muskeln verbrennen auch im Ruhezustand Kalorien und erhöhen so den Grundumsatz. Wer einfach nur weniger isst, ohne sich zu bewegen, verliert dagegen zunächst Wasser und dann Muskelmasse. Erst am Schluss greift der Körper auf die Fettreserven zurück. Weil der Körper nach einer solchen Diät weniger Energie braucht, droht der Jo-Jo-Effekt.

  • Wie schnell soll ich abnehmen?  

Lassen Sie sich Zeit, setzen Sie sich realistische Ziele. Wer zu ambitioniert an die Sache herangeht, wird schnell enttäuscht und bleibt nicht bei der Stange.

  • Was soll ich essen?  

Grundsätzlich gilt: Viel Fett in den Lebensmitteln führt auch zu mehr Speck auf den Rippen. Statt Pommes frites sollten Sie also lieber zur Kartoffel greifen und statt paniertem zu naturbelassenem Fisch. Bei Gemüse können Sie dagegen immer kräftig zulangen, ebenso bei den meisten Obstsorten.

  • Was ist mit Zucker?  

Ein zweischneidiges Schwert: Zucker ist ein Kohlenhydrat und macht nicht dick. Allerdings machen die Einfachzucker in Cola, Marmelade, Ketchup oder Cornflakes hungrig. Er geht sofort ins Blut und sorgt für eine große Insulin­ausschüttung , wodurch der Zuckerspiegel sinkt. Kein Problem ist dagegen der Zucker von natürlichen Lebensmitteln, etwa dem eines Apfels. Der enthält neben dem Einfachzucker nämlich auch Zwei- und Vierfachzucker, der länger Energie liefert, ohne den Blutzuckerspiegel durcheinander zu bringen.

  • Und was ist mit dem Fett?  

Auch Fett gehört zur gesunden Ernährung – aber in Maßen. Außerdem sollten sie aufs richtige Fett setzen: Besonders gesund sind mehrfach ungesättigte Fettsäuren. Sie sind in hochwertigen Pflanzenölen und in Oliven, Nüssen und Samen zu finden. 

Gibt es eine Wunder-Diät?

Wissenschaftler vom Weizmann Institute in Tel Aviv sind der Ansicht, dass es beim Abnehmen nicht auf die Diät , sondern auch auf den Menschen an kommt. Standard-Diät-Ratgeber funktionieren nicht, um Gewicht zu verlieren, wie die Forscher in einer Studie herausgefunden und im Fachmagazin Cell veröffentlicht haben.

Die Frage, wie Schlanke ihr Körpergewicht halten, hat US-Forscher beschäftigt. 

Mk.

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