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Machen Sie Ihren Körper winterfest 

So achten Sie im Winter auf Ihren Rücken

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Der ­Rücken zwickt in der kalten Jahreszeit besonders oft.

München - Das Kreuz mit dem Kreuz – in der kalten Jahreszeit haben viele Patienten noch schwerer daran zu tragen als im Sommer. So können Sie auf ihren Rücken achten.

Probleme wie Zugluft und Bewegungsmangel gehören zu den Klassikern, weiß Dr. Martin Marianowicz. Zum Abschluss unserer Medizinserie erklärt der erfahrene Wirbelsäulen-Spezialist, wie Sie gezielt auf Ihren Rücken achten können. Außerdem gibt’s Tipps, was der Psyche gerade im Herbst und Winter guttut.

Ziehen Sie zum Sporteln ein eng anliegendes Funktionsshirt an! „Das hält zum einen schön warm, erfüllt aber noch einen weiteren wichtigen Zweck“, erklärt der Wirbelsäulen-Experte und Orthopäde Dr. Martin Marianowicz. „Funktionsshirts transportieren die Feuchtigkeit gut vom Körper weg. So wird Verdunstungskälte vermieden, die sehr schnell mal einen Hexenschuss auslösen kann.“

Ob zu Hause, in der S-Bahn oder im Büro beziehungsweise am Arbeitsplatz – ganz schnell raus aus der Zugluft! „Darauf sollten gerade Menschen mit einem empfindlichen Rücken akribisch achten“, rät Dr. Marianowicz. „Das Problem ist nämlich, dass man schnell in einen Teufelskreis geraten kann: Kalte Luft und vor allem Zugluft führen häufig zu hartnäckigen Verspannungen der Rücken- und Nackenmuskulatur. Man bekommt Schmerzen, und dadurch wiederum werden die Verspannungen noch stärker. Und irgendwann kann man sich dann gar nicht mehr rühren, steckt praktisch in der Schmerzfalle.“

Lassen Sie Ihr Sportprogramm nicht schleifen! „Es gibt im Herbst und im Winter deutlich mehr Rückenpatienten als im Sommer“, weiß Dr. Marianowicz. Das liege zum einen an äußerlichen Einflüssen wie Kälte, Wind und Nässe. „Aber wir müssen uns schon eingestehen, dass ein Teil der Rückenprobleme in der kalten Jahreszeit auch auf unsere eigene Kappe geht. Denn im Durchschnitt treiben wir 40 Prozent weniger Sport als im Sommer. Durch den schwächeren Trainingszustand wird die Muskulatur, die unseren Bewegungsapparat stützt, ein bisserl vernachlässigt. Man verletzt sich leichter oder bekommt auch schon mal einen Bandscheibenvorfall – zumal es ja draußen auch mehr Gefahrenquellen gibt wie beispielsweise glatte Wege oder schlechte Sicht“, so der ­Rückenexperte.

Investieren Sie täglich eine halbe Stunde Bewegung in Ihren Rücken! „Das mag zunächst nach relativ viel Aufwand klingen“, räumt Dr. Marianowicz ein. „Aber auf der anderen Seite muss man ja keinen Leistungssport betreiben, und die Investition rentiert sich – das haben auch wissenschaftliche Studien bewiesen: Statistisch gesehen reduziert schon eine halbe Stunde moderates sportliches Training täglich Rückenbeschwerden um ein Drittel und verlängert das Leben um zehn Jahre – natürlich auch wegen des positiven Effekts fürs Herz-Kreislaufsystem.“

Tanken Sie Sonne so oft es geht, notfalls im Solarium – für Ihre Psyche, aber auch für Ihre Knochen und Ihren Rücken! „Winterzeit ist Depressionszeit“, weiß Dr. Marianowicz. „Aber oft leidet nicht nur die Seele. Wir wissen, dass auch Rückenschmerzen oft psychische Ursachen haben oder von Stimmungstiefs zumindest verstärkt werden. Der Rücken wird praktisch zum Blitzableiter der Psyche. Sonne beziehungsweise Licht helfen dem Körper dabei, Depressionen entgegenzuwirken, fördern beispielsweise die Bildung des Glückshormons Serotonin. So können Sie mit regelmäßigen Spaziergängen oder ab und zu einem Solariumbesuch indirekt auch Ihrem Kreuz etwas Gutes tun.“

Sonneneinstrahlung auf der Haut ist übrigens auch für Osteoporose-Patienten wichtig. „Denn sie befeuert den Umwandlungsprozess von Vitamin-D im Körper, der wiederum den Knochenaufbau stärkt“, so Dr. Marianowicz.

Andreas Beez

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