Alles bald ausverkauft

Apotheker schlagen Alarm: Grippeimpfstoff geht aus - und es kommt nichts mehr nach

+
Besonders Risikogruppen müssen jetzt schnell sein: Bald ist der Grippeimpfstoff ausverkauft.

Wenn die Tage kälter werden, ist oftmals die nächste Grippewelle nicht weit. Daher empfiehlt das Robert-Koch-Institut, sich frühzeitig zu impfen. Wenn es denn ginge ...

Es schnupft, es niest, es hustet: Sobald die kalte Jahreszeit anbricht, schlagen sich wieder viele Deutsche mit Erkältung oder gar einem grippalen Infekt herum. Um dem vorzubeugen, rät das Robert-Koch-Institut (RKI) jedes Jahr aufs Neue dazu, sich gegen Grippe impfen zu lassen.

Engpässe beim Grippeimpfstoff bundesweit - Apotheker alarmieren

So sollten besonders Risikogruppen (darunter Schwangere, Senioren oder Menschen mit einem schwachen Immunsystem) im November Ihren Hausarzt aufsuchen, um frühzeitig gegen die neue Influenzasaison gewappnet zu sein. Doch genau hier liegt die Crux: Wie Focus Online berichtet, soll es deutschlandweit Engpässe beim Grippeimpfstoff geben. Das melde jetzt der Branchendienst Adhoc.

Auch interessant: Ab wann ist eine Grippeschutzimpfung 2018 sinnvoll?

Doch es kommt noch dicker: Angeblich soll es für eine Nachproduktion des Stoffes schon zu spät sein, so das Newsportal. Das heißt konkret: Sind die aktuellen Vorräte aufgebraucht, wird nichts mehr nachgeliefert. Wer sich noch impfen lassen möchte, sollte daher schnell handeln. Die Impfstoffe seien so gut wie ausverkauft, es gäbe nur noch wenige Restbestände. Doch wie konnte es nur soweit kommen?

Situation gerade "so chaotisch wie nie": Hersteller kommen mit Produktion nicht mehr nach

Angeblich soll das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) "nur" 15,3 Millionen Impfdosen freigegeben haben - und das, obwohl die Nachfrage 2018 größer denn je ist. Der Grund dafür: Angeblich sollen sich die Pharmahersteller wie Sanofi oder Glaxo Smith Kline bei der Produktion an den Vorbestellungen durch Ärzte und Apotheker orientiert haben.

Diese sollen allerdings zu lange gezögert haben, weil nach dem Verbot der Rabattverträge zwischen Ärzten und Krankenkassen, welche ausschließlich Dreifach-Grippeimpfstoffe umfassten, unklar war, welche Vorgaben es nun zu beachten gäbe, so Focus Online.

Hinzu kommt, dass erst seit Frühjahr diesen Jahres nun auch Vierfach-Impfstoffe von Kassen bezahlt werden. Aus diesem Grund sollen die Hersteller nicht mehr genug Zeit für die Umstellung der Produktion gehabt haben. Die Lage sei gerade so "chaotisch wie nie", beschweren sich jetzt viele Apotheker.

Lesen Sie auch: Influenza 2018: Was steckt hinter Grippesymptomen - ohne Fieber?

jp

Diese Viren und Bakterien machen uns krank

HIV-Virus: Das Virus löst die Immunschwäche Aids aus. Rund 20 Jahre nach seiner Entdeckung ist Aids die verheerendste Infektionskrankheit, die die Menschheit seit der Pest im 14. Jahrhundert herausgefordert hat.  
HIV-Virus: Das Virus löst die Immunschwäche Aids aus. Rund 20 Jahre nach seiner Entdeckung ist Aids die verheerendste Infektionskrankheit, die die Menschheit seit der Pest im 14. Jahrhundert herausgefordert hat.   © dpa/dpaweb-mm
Pest Erreger Yersinia pestis: Die Infektionserkrankung wird erstmals im 6. Jahrhundert im Mittelmeerraum nachgewiesen. 1894 wird das Bakterium entdeckt. Heutzutage sind bei früher Diagnose die Heilungschancen durch Antibiotika hoch.
Pest Erreger Yersinia pestis: Die Infektionserkrankung wird erstmals im 6. Jahrhundert im Mittelmeerraum nachgewiesen. 1894 wird das Bakterium entdeckt. Heutzutage sind bei früher Diagnose die Heilungschancen durch Antibiotika hoch. © dpa
Ebola Virus: Das Virus verursacht mit inneren Blutungen einhergehendes Fieber. In bis zu 90 Prozent der Fälle verläuft die Krankheit tödlich. Wissenschaftler arbeiten mit Hochdruck an einem Impfstoff.
Ebola Virus: Das Virus verursacht mit inneren Blutungen einhergehendes Fieber. In bis zu 90 Prozent der Fälle verläuft die Krankheit tödlich. Wissenschaftler arbeiten mit Hochdruck an einem Impfstoff. © dpa
Grippe Virus: Antigene (gelbe und blaue Antennen) sitzen auf einer doppelten Fettschicht, die sich um die Erbsubstanz im Inneren schließt. Mit der Vermischung verschiedener Virentypen entstehen neue Erbsubstanzen und damit auch Antigene.
Grippe Virus: Antigene (gelbe und blaue Antennen) sitzen auf einer doppelten Fettschicht, die sich um die Erbsubstanz im Inneren schließt. Mit der Vermischung verschiedener Virentypen entstehen neue Erbsubstanzen und damit auch Antigene. © dpa/dpaweb
Herpes Virus: Herpes simplex-Viren sind weltweit verbreitet. Nach einer Erstinfektion verbleibt das Virus in einem Ruhezustand lebenslang im Organismus. 
Herpes Virus: Herpes simplex-Viren sind weltweit verbreitet. Nach einer Erstinfektion verbleibt das Virus in einem Ruhezustand lebenslang im Organismus.  © dpa
Rhinovirus Human rhinovirus 16 (HRV16): Schnupfen verbreitet sich weltweit durch Rhinoviren. 
Rhinovirus Human rhinovirus 16 (HRV16): Schnupfen verbreitet sich weltweit durch Rhinoviren.  © picture alliance / Science Photo
Schweinegrippe Virus 1976: Die klassische Schweinegrippe ist ein Influenza-A-Virus vom Subtyp H1N1, der 1930 erstmals isoliert wurde. Daneben sind auch die drei Subtypen H1N2, H3N2 und H3N1 von Bedeutung.
Schweinegrippe Virus 1976: Die klassische Schweinegrippe ist ein Influenza-A-Virus vom Subtyp H1N1, der 1930 erstmals isoliert wurde. Daneben sind auch die drei Subtypen H1N2, H3N2 und H3N1 von Bedeutung. © dpa
Schweinegrippe Virus unter einem Transmissionselektronenmikroskop: 2009 brach die Schweinegrippe in Mexiko aus. Dabei handelt es sich um ein mutiertes Schweinegrippevirus vom Subtyp H1N1, das anders als gewöhnlich auch von Mensch zu Mensch übertragen werden kann.
Schweinegrippe Virus unter einem Transmissionselektronenmikroskop: 2009 brach die Schweinegrippe in Mexiko aus. Dabei handelt es sich um ein mutiertes Schweinegrippevirus vom Subtyp H1N1, das anders als gewöhnlich auch von Mensch zu Mensch übertragen werden kann. © dpa
Spanische Grippe Virus: Die Spanische Grippe (1918) gilt als die schlimmste Grippe-Pandemie aller Zeiten. Bei der Spanischen Grippe handelt es sich um den Virenstrang H1N1, der besonders junge Menschen dahin raffte. Experten schätzen die Zahl der Opfer auf 40 bis 50 Millionen.
Spanische Grippe Virus: Die Spanische Grippe (1918) gilt als die schlimmste Grippe-Pandemie aller Zeiten. Bei der Spanischen Grippe handelt es sich um den Virenstrang H1N1, der besonders junge Menschen dahin raffte. Experten schätzen die Zahl der Opfer auf 40 bis 50 Millionen. © dpa
Tuberkulosebakterium Mycobacterium tuberculosis: Die auch als Schwindsucht bekannte Krankheit ist, obwohl sie heutzutage als heilbar gilt, eine der gefährlichsten Infektionskrankheiten der Welt.
Tuberkulosebakterium Mycobacterium tuberculosis: Die auch als Schwindsucht bekannte Krankheit ist, obwohl sie heutzutage als heilbar gilt, eine der gefährlichsten Infektionskrankheiten der Welt. © dpa
Vogelgrippe Influenza-A: Schema des Influenza-A-Virus (Computer-Darstellung von Januar 2006). Der aggressive Vogelgrippe-Virus des Subtyps H5N1 gehört zur Gruppe der Influenza-A-Viren, ebenso wie die zahlreichen menschlichen Grippeviren. Das Virus ist kugelrund, sein Durchmesser beträgt nur 0,1 tausendstel Millimeter. In seinem Inneren ist lediglich Platz für ein paar Proteine und die Erbsubstanz.
Vogelgrippe Influenza-A: Schema des Influenza-A-Virus (Computer-Darstellung von Januar 2006). Der aggressive Vogelgrippe-Virus des Subtyps H5N1 gehört zur Gruppe der Influenza-A-Viren, ebenso wie die zahlreichen menschlichen Grippeviren. Das Virus ist kugelrund, sein Durchmesser beträgt nur 0,1 tausendstel Millimeter. In seinem Inneren ist lediglich Platz für ein paar Proteine und die Erbsubstanz. © dpa

Auch interessant

Meistgelesen

Mann isst Gecko nach einer Wette: Mutprobe nimmt unfassbar trauriges Ende
Mann isst Gecko nach einer Wette: Mutprobe nimmt unfassbar trauriges Ende
Frau denkt, sie komme in die Wechseljahre - fast wäre sie deshalb gestorben
Frau denkt, sie komme in die Wechseljahre - fast wäre sie deshalb gestorben
Schockierend: Was diese Frau auf die Intensivstation bringt, verwendet fast jede Frau
Schockierend: Was diese Frau auf die Intensivstation bringt, verwendet fast jede Frau
Krebsauslöser: Deutsches Krebs-Zentrum warnt vor zwei Lebensmitteln
Krebsauslöser: Deutsches Krebs-Zentrum warnt vor zwei Lebensmitteln

Kommentare