KEIN Impf-Skandal

Autismus durch MMR-Impfung? Studie kommt zu klarem Ergebnis

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Die MMR-Impfung: Die empfohlene Standardimpfung sorgt bei Impfgegnern für Furore - bis jetzt.

Viele Eltern waren wegen der Gerüchte verunsichert, dass eine Impfung gegen Masern, Mumps und Röteln bei Kindern zu Autismus führt. Doch eine neue Studie lässt jetzt aufatmen.

Die Dreifach-Impfung gegen Masern, Mumps und Röteln zählt zu den Standardimpfungen und wird von der Ständigen Impfkommission (STIKO) empfohlen, um einen Schutz gegen die Viruskrankheiten aufzubauen. Doch viele Impfgegner kritisieren die sogenannte MMR-Impfung und führen immer wieder einen bestimmten Grund auf: Die Impfung würde die Entwicklung von Autismus begünstigen. Jetzt beschäftigten sich Forscher in einer groß angelegten Studie mit der Frage.

Impfung gegen Masern, Mumps, Röteln: Führt sie wirklich zu Autismus?

Dänische Forscher hatten dafür die Daten von mehr als 657.461 Kindern seit 1999 analysiert, wie unter anderem das Nachrichtenportal Welt berichtete. Die Lebensjahre von der Geburt bis zum zwölftem Lebensjahr standen dabei im Fokus. Als die Forscher die Fälle von Autismus bei Kindern mit MMR-Impfung und bei Kindern ohne Impfung verglichen, wurde schnell klar: Es gibt keinen Zusammenhang zwischen der Impfung und der Entwicklung von Autismus.

6.517 Fälle von Autismus wurden im Beobachtungszeitraum diagnostiziert. In der Studie wurden auch die besonders gefährdeten Gruppen wie etwa Kinder mit autistischen Geschwistern berücksichtigt und auch hier stellten die Wissenschaftler kein erhöhtes Risiko für Autismus fest, wie sie im Fachmagazin "Annals of Internal Medicine" veröffentlichten.

Video: Wegen Impfmüdigkeit - Immer mehr Todesfälle

Lesen Sie auch: Junge Mutter wehrt sich vehement Kinder impfen zu lassen - Ärzte warnen vergeblich.

Alte Studie über MMR-Impfung sorgt lange für Unsicherheit

Ob sogar eine Schutzwirkung durch die MMR-Impfung erreicht wird und Kinder dadurch seltener autistisch werden, kann zwar nicht hinreichend belegt werden, allerdings sei den Forschern zufolge jetzt sicher, dass es keinen Zusammenhang zwischen MMR-Impfung und Autismus gibt.

Eine 20 Jahre alte Studie hatte in den letzten Jahrzehnten Eltern verunsichert: Ein britischer Arzt berichtete von einer Entwicklungsstörung, die er an zwölf Kindern beobachtet hatte, nachdem sie gegen Masern, Mumps und Röteln geimpft worden sind. Bei acht Kindern entwickelte sich eine Form von Autismus. Obwohl die Studie zurückgezogen wurde, gingen die Impfraten in Großbritannien damals zurück.

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jg

Der lebensrettende Pieks: Diese Risikogruppen sollten sich gegen Grippe impfen lassen

Die Ständige Impfkommission des Robert Koch-Instituts (RKI) in Berlin gibt Empfehlungen ab, welche Menschen sich impfen lassen sollten. Gehören Sie auch zur Risikogruppe? (Stand: Juli 2013)  © dpa
Das Immunsystem älterer Menschen reagiert zwar weniger stark auf die Impfung, dennoch empfehlen die Experten das Serum. Im Falle einer Erkrankung fallen die Symptome schwächer aus. Da für Menschen über 60 Jahre ein erhöhtes Risiko für schwere oder gar tödliche Komplikationen besteht, ist die Impfung dringend angebracht.  © dpa
Wie bei älteren Menschen besteht auch bei Schwangeren ein erhöhtes Risiko für schwere Krankheitsverläufe. Daher raten die Gesundheitsexperten auch werdenden Müttern ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel zur Impfung. Schwangere, die bereits an einer Grunderkrankung leiden, können sich nach Absprache mit dem Arzt auch schon früher pieksen lassen.  © dpa
Erwachsene und Kinder, die an einer chronischen Erkrankung wie beispielsweise Asthma leiden, gehören ebenfalls zu den Risikogruppen.  © fkn, Mundipharma
Auch Menschen mit chronischen Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinsuffizienz oder Bluthochdruck wird die Grippe-Impfung nahe gelegt.  © dpa
Kinder dürfen frühestens ab einem Alter von sechs Monaten gegen die Grippe geimpft werden.  © dpa
Wer an chronischen Stoffwechsel-Erkrankungen wie Zucker (Diabetes Mellitus), an chronischen Nierenerkrankungen, Blutarmut (Anämie), an angeborenen oder erworbenen Immunstörungen wie Abwehrschwäche nach Organtransplantationen, bei Chemotherapien oder HIV-Infektionen leidet, sollte sich die Grippe-Impfung nicht entgehen lassen.  © dpa
Ebenso Menschen mit chronisch neurologischen Krankheiten wie beispielsweise Multipler Sklerose gehören zu den Risikogruppen.  © dpa
Mitarbeiter in Krankenhäusern, Pflegeheimen oder Arztpraxen oder Angestellte in Einrichtungen mit erhöhtem Publikumsverkehr laufen Gefahr, durch ihre Arbeit sich selbst oder andere anzustecken - die Grippe-Impfung ist daher eigentlich Pflicht.  © dpa
Die Bewohner von Pflege- und Altenheimen sind ebenfalls besonders gefährdet.  © dpa
Urlauber ab 60 Jahren oder chronisch Kranke, die verreisen wollen, sollten sich spätestens zwei Wochen vor der Abreise pieksen lassen.  © dpa
Menschen, die häufig mit Geflügel, auch mit Wildvögeln in Berührung kommen, zählen auch als Risikogruppe.  © dpa
NICHT impfen lassen dürfen sich Menschen, die allergisch reagieren auf Hühnereiweiß. Der Impfstoff wird in Hühnereiern gezüchtet. Wer aktuell unter Fieber leidet, sollte mit der Imfpung warten, bis die Erkrankung abgeklungen ist.  © 
Die meisten Krankenkassen in Deutschland übernehmen freiwillig die Kosten für die saisonale Grippeimpfung. Über-60-Jährige und chronisch Kranke müssen in der Regel nichts bezahlen.  © dpa

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