Hilfe aus der Natur

Blasen vom Wandern an den Füßen? Welches Kraut jetzt hilft – und welche Tricks die Heilung ebenfalls fördern

Zwei Menschen gehen wandern
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Lange Wandertouren und neues Schuhwerk: Keine gute Kombination, die die Entstehung von Blasen an den Füßen fördert.

Sie gehen gerne wandern? Dann hatten Sie gewiss schon einmal eine Blase am Fuß. Eine Pflanze schafft Abhilfe, die von vielen als Unkraut verschmäht wird.

  • Eine Blase am Fuß kann die Freude an einer Wanderung immens trüben.
  • Kein Pflaster zur Hand? Am Wegesrand findet sich oft ein Kraut, dass die Beschwerden lindert.
  • Was Sie sonst noch gegen Blasen an den Füßen* tun können, erfahren Sie hier.

Die Haut an Zehen oder Ferse scheuert im Schuh und beginnt zu brennen: Schon ist sie da, die unliebsame Blase. Sie entsteht, wenn eine Hautstelle ungewohnt stark belastet wird – etwa durch eine mehrstündige Wanderung. Durch extreme Reibung kommt es zu einer Ablösung der obersten von der darunter liegenden Hautschicht, ein Hohlraum entsteht, der sich mit Gewebsflüssigkeit oder Blut füllen kann.

Viele greifen jetzt zur Nadel und stechen die Blase auf – was man allerdings nicht tun sollte, wie die Apotheken Umschau warnt. Keime können auf diese Weise leicht eindringen und die Wunde infizieren. Stattdessen sollten Sie wie folgt vorgehen:

So versorgen Sie Blasen an den Füßen richtig:

  • Geschlossene Blase: Nutzen Sie ein fest haftendes Pflaster, wenn die Haut an der Blase nicht verletzt ist. So ist die Hautstelle vor Schmutz geschützt und Schuhe und Socken reiben weniger an der betroffenen Hautpartie. Am besten eignen sich spezielle Blasenpflaster, da sie nicht verrutschen. Eine integrierte Gelschicht soll dafür sorgen, dass die Blase schneller abheilt. Wichtig: Das Blasenpflaster nicht abpulen, es muss sich von selbst von der Haut lösen.
  • Offene Blase: Ist die Blase bereits aufgebrochen, sollten Sie sie in einem ersten Schritt mit einem Hautdesinfektionsmittel desinfizieren. Danach hilft ein herkömmliches Pflaster oder ein Blasenpflaster, damit kein Schmutz in die Wunde gelangt und sie so schneller abheilen kann. Vorsicht: Verheilt die Blase lange Zeit nicht und/oder tritt gelbliche Flüssigkeit aus, sollten Sie einen Arzt aufsuchen, da dies Anzeichen einer Wundinfektion sind, wie apotheken-umschau.de schreibt.

Lesen Sie auch: Blutvergiftung erkennen und behandeln: So verhalten Sie sich bei einer Sepsis richtig.

Spitzwegerich gegen Blasen: Wenn kein Pflaster zur Hand ist

Sie schwören auf Naturheilkunde und Heilkräuter? Dann machen Sie sich die wundheilende Wirkung des Spitzwegerich zunutze. Bereits im 16. Jahrhundert soll das Kraut, das unter anderem in Wiesen und am Wegesrand gedeiht, zur Behandlung von Wunden eingesetzt worden sein, wie Heimatreport.de informiert. Auch bei Blasen soll die Pflanze lindernde Wirkung entfalten: „Das Blatt muss in der Hand kräftig weich gedrückt und dann auf die Blase gelegt werden, Socken drüber und schnell tritt hier dann eine Wirkung ein, wie auch bei Mückenstichen und Juckreiz“, zitiert der Heimatreport die Kräuterexpertin Hedwig Rentmeister. Die Wunde heile durch die schwach antibiotische Wirkung des Spitzwegerich sehr sauber zu. (jg) *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

Spitzwegerich

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Diese Viren und Bakterien machen uns krank

HIV-Virus: Das Virus löst die Immunschwäche Aids aus. Rund 20 Jahre nach seiner Entdeckung ist Aids die verheerendste Infektionskrankheit, die die Menschheit seit der Pest im 14. Jahrhundert herausgefordert hat.
HIV-Virus: Das Virus löst die Immunschwäche Aids aus. Rund 20 Jahre nach seiner Entdeckung ist Aids die verheerendste Infektionskrankheit, die die Menschheit seit der Pest im 14. Jahrhundert herausgefordert hat. © dpa/dpaweb-mm
Pest Erreger Yersinia pestis: Die Infektionserkrankung wird erstmals im 6. Jahrhundert im Mittelmeerraum nachgewiesen. 1894 wird das Bakterium entdeckt. Heutzutage sind bei früher Diagnose die Heilungschancen durch Antibiotika hoch.
Pest Erreger Yersinia pestis: Die Infektionserkrankung wird erstmals im 6. Jahrhundert im Mittelmeerraum nachgewiesen. 1894 wird das Bakterium entdeckt. Heutzutage sind bei früher Diagnose die Heilungschancen durch Antibiotika hoch. © dpa
Ebola Virus: Das Virus verursacht mit inneren Blutungen einhergehendes Fieber. In bis zu 90 Prozent der Fälle verläuft die Krankheit tödlich. Wissenschaftler arbeiten mit Hochdruck an einem Impfstoff.
Ebola Virus: Das Virus verursacht mit inneren Blutungen einhergehendes Fieber. In bis zu 90 Prozent der Fälle verläuft die Krankheit tödlich. Wissenschaftler arbeiten mit Hochdruck an einem Impfstoff. © dpa
Grippe Virus: Antigene (gelbe und blaue Antennen) sitzen auf einer doppelten Fettschicht, die sich um die Erbsubstanz im Inneren schließt. Mit der Vermischung verschiedener Virentypen entstehen neue Erbsubstanzen und damit auch Antigene.
Grippe Virus: Antigene (gelbe und blaue Antennen) sitzen auf einer doppelten Fettschicht, die sich um die Erbsubstanz im Inneren schließt. Mit der Vermischung verschiedener Virentypen entstehen neue Erbsubstanzen und damit auch Antigene. © dpa/dpaweb
Herpes Virus: Herpes simplex-Viren sind weltweit verbreitet. Nach einer Erstinfektion verbleibt das Virus in einem Ruhezustand lebenslang im Organismus.
Herpes Virus: Herpes simplex-Viren sind weltweit verbreitet. Nach einer Erstinfektion verbleibt das Virus in einem Ruhezustand lebenslang im Organismus. © dpa
Rhinovirus Human rhinovirus 16 (HRV16): Schnupfen verbreitet sich weltweit durch Rhinoviren.
Rhinovirus Human rhinovirus 16 (HRV16): Schnupfen verbreitet sich weltweit durch Rhinoviren. © picture alliance / Science Photo
Schweinegrippe Virus 1976: Die klassische Schweinegrippe ist ein Influenza-A-Virus vom Subtyp H1N1, der 1930 erstmals isoliert wurde. Daneben sind auch die drei Subtypen H1N2, H3N2 und H3N1 von Bedeutung.
Schweinegrippe Virus 1976: Die klassische Schweinegrippe ist ein Influenza-A-Virus vom Subtyp H1N1, der 1930 erstmals isoliert wurde. Daneben sind auch die drei Subtypen H1N2, H3N2 und H3N1 von Bedeutung. © dpa
Schweinegrippe Virus unter einem Transmissionselektronenmikroskop: 2009 brach die Schweinegrippe in Mexiko aus. Dabei handelt es sich um ein mutiertes Schweinegrippevirus vom Subtyp H1N1, das anders als gewöhnlich auch von Mensch zu Mensch übertragen werden kann.
Schweinegrippe Virus unter einem Transmissionselektronenmikroskop: 2009 brach die Schweinegrippe in Mexiko aus. Dabei handelt es sich um ein mutiertes Schweinegrippevirus vom Subtyp H1N1, das anders als gewöhnlich auch von Mensch zu Mensch übertragen werden kann. © dpa
Spanische Grippe Virus: Die Spanische Grippe (1918) gilt als die schlimmste Grippe-Pandemie aller Zeiten. Bei der Spanischen Grippe handelt es sich um den Virenstrang H1N1, der besonders junge Menschen dahin raffte. Experten schätzen die Zahl der Opfer auf 40 bis 50 Millionen.
Spanische Grippe Virus: Die Spanische Grippe (1918) gilt als die schlimmste Grippe-Pandemie aller Zeiten. Bei der Spanischen Grippe handelt es sich um den Virenstrang H1N1, der besonders junge Menschen dahin raffte. Experten schätzen die Zahl der Opfer auf 40 bis 50 Millionen. © dpa
Tuberkulosebakterium Mycobacterium tuberculosis: Die auch als Schwindsucht bekannte Krankheit ist, obwohl sie heutzutage als heilbar gilt, eine der gefährlichsten Infektionskrankheiten der Welt.
Tuberkulosebakterium Mycobacterium tuberculosis: Die auch als Schwindsucht bekannte Krankheit ist, obwohl sie heutzutage als heilbar gilt, eine der gefährlichsten Infektionskrankheiten der Welt. © dpa
Vogelgrippe Influenza-A: Schema des Influenza-A-Virus (Computer-Darstellung von Januar 2006). Der aggressive Vogelgrippe-Virus des Subtyps H5N1 gehört zur Gruppe der Influenza-A-Viren, ebenso wie die zahlreichen menschlichen Grippeviren. Das Virus ist kugelrund, sein Durchmesser beträgt nur 0,1 tausendstel Millimeter. In seinem Inneren ist lediglich Platz für ein paar Proteine und die Erbsubstanz.
Vogelgrippe Influenza-A: Schema des Influenza-A-Virus (Computer-Darstellung von Januar 2006). Der aggressive Vogelgrippe-Virus des Subtyps H5N1 gehört zur Gruppe der Influenza-A-Viren, ebenso wie die zahlreichen menschlichen Grippeviren. Das Virus ist kugelrund, sein Durchmesser beträgt nur 0,1 tausendstel Millimeter. In seinem Inneren ist lediglich Platz für ein paar Proteine und die Erbsubstanz. © dpa

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