Unnötiges Anhängsel?

Blinddarm hat doch eine Funktion - aber keine gute

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Der Blinddarm liegt im rechten unteren Teil des Bauchs, bei manchen Menschen aber auch links unten.

Haben Sie Ihren Blinddarm noch? Eine neue Studie will jetzt einen Zusammenhang zwischen dem Organ und der Parkinson-Krankheit gefunden haben.

Dem Blinddarm (Zäkum) wird nachgesagt, dass er keinen Nutzen im menschlichen Körper hat. Im Gegenteil: Er ist beliebter Ort für Dickdarm-Bakterien. Diese können sich dort gut ansiedeln und Entzündungen auslösen. Eine neue Studie lässt jetzt darauf schließen, dass der Blinddarm einen weiteren negativen Effekt hat: Er spielt womöglich eine große Rolle bei der Entstehung der Parkinson-Krankheit.

Erhöhen Ablagerungen im Blinddarm Parkinson-Risiko?

Für ihre Ergebnisse haben die Forscher Gesundheitsdaten von 1,7 Millionen Menschen ausgewertet. Eine auffällige Erkenntnis war, dass Kinder, deren Zäkum entfernt wurde, als Erwachsene ein um 20 Prozent niedrigeres Risiko hatten, an Parkinson zu erkranken. Grund sollen verklumpte Proteine im Blinddarm sein, die Parkinson begünstigen.

Diese wurden aber auch im Blinddarm von Menschen gefunden, die nicht an Parkinson leiden. Weitere Untersuchungen müssen jetzt zeigen, wie genau Zäkum und Parkinson-Risiko zusammenhängen. Von einer vorsorglichen Entfernung des Blinddarms raten Mediziner in jedem Fall ab:

Frau erhält Parkinson-Diagnose - Jahre später kommt die unerwartete Wendung.

jg/glomex

Wie eingefroren - Bewegungsblockaden bei Parkinson lösen

Gezielte Trainings sollen Parkinsonpatienten vor Blockaden schützen. Freezing schränkt Betroffene nicht nur in ihrer Mobilität ein, sondern erhöht auch das Risiko für Stürze. Foto: Frank Rumpenhorst
Gezielte Trainings sollen Parkinsonpatienten vor Blockaden schützen. Freezing schränkt Betroffene nicht nur in ihrer Mobilität ein, sondern erhöht auch das Risiko für Stürze. Foto: Frank Rumpenhorst © Frank Rumpenhorst
Sport gegen die Blockaden: Mitglieder der Selbsthilfeorganisation "evanda", die von und für Betroffene der Parkinson-Krankheit gegründet wurde, trainieren ihre Beweglichkeit. Foto: Frank Rumpenhorst
Sport gegen die Blockaden: Mitglieder der Selbsthilfeorganisation "evanda", die von und für Betroffene der Parkinson-Krankheit gegründet wurde, trainieren ihre Beweglichkeit. Foto: Frank Rumpenhorst © Frank Rumpenhorst
Training gegen die Gangblockaden: 60 bis 80 Prozent der Parkinsonpatienten leiden unter Freezing. Was die Bewegungen einfrieren lässt, ist nicht geklärt. Foto: Frank Rumpenhorst
Training gegen die Gangblockaden: 60 bis 80 Prozent der Parkinsonpatienten leiden unter Freezing. Was die Bewegungen einfrieren lässt, ist nicht geklärt. Foto: Frank Rumpenhorst © Frank Rumpenhorst
Gespräche unter Parkinson-Patienten: Hier werden Erfahrungen, Probleme und Lösungen ausgetauscht. Foto: Frank Rumpenhorst
Gespräche unter Parkinson-Patienten: Hier werden Erfahrungen, Probleme und Lösungen ausgetauscht. Foto: Frank Rumpenhorst © Frank Rumpenhorst
Brigitte Kämpf ist Mitbegründerin des Parkinson-Selbsthilfevereins "evanda - Leben mit Parkinson" und lebt seit 15 Jahren mit der Diagnose Parkinson. Foto: Frank Rumpenhorst
Brigitte Kämpf ist Mitbegründerin des Parkinson-Selbsthilfevereins "evanda - Leben mit Parkinson" und lebt seit 15 Jahren mit der Diagnose Parkinson. Foto: Frank Rumpenhorst © Frank Rumpenhorst
Prof. Andres Ceballos-Baumann ist Chefarzt an der Schön Klinik München Schwabing, einer Parkinson-Spezialklinik. Foto: Schön Klinik
Prof. Andres Ceballos-Baumann ist Chefarzt an der Schön Klinik München Schwabing, einer Parkinson-Spezialklinik. Foto: Schön Klinik © Schön Klinik

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