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Das Blut: Wissen zum Saft des Lebens

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München - Wie funktioniert unser Körper? Zusammen mit der Körperwelten-Ausstellung präsentieren wir als Organ des Monats Juni das Blut.

Dazu verlosen wir 8 x 2 Karten für eine ganz besondere Führung am Freitag, 20. Juni. Ein Mediziner erklärt Ihnen, liebe Leser, die Ausstellung. Treffpunkt ist um 17.15 Uhr im Foyer der Kleinen Olympiahalle.

Und so können Sie dabei sein: Bis 19. Juni anrufen unter Tel. 0137/808 40 05 74 und das Stichwort Körperwelten, Namen und Ihre Telefonnummer auf Band sprechen; oder eine SMS mit tz win koerperwelten und Ihren Daten an die 52020* schicken.*(dpa-infocom, 0,50 Euro/SMS bzw. Anruf a. d. dt. Festnetz; ggf. abweichende Tarife a. d. Mobilfunknetz)

Die Ausstellung

Der Zyklus des Lebens ist bis 5. Oktober in der Kleinen Olympiahalle zu sehen. Geöffnet ist täglich

10-18 Uhr, Do. bis 21 Uhr.

Eintritt: Erwachsene 19 (Mo. 13) Euro, ermäßigt 16 Euro, Kinder und Jugendliche 14 Euro

Wissen zum Saft des Lebens

Das Blut ist unser Lebenselexier. Es zeigt, wie es uns geht, wie wir uns fühlen, ob wir gesund sind oder krank. Außerdem sind die Blutbahnen die Informationsstraßen in unserem Körper – über sie sind die Organe in ständigem Kontakt, Informationen gelangen von der Leber ins Gehirn, von dort ins Herz, von den Organen zu den Muskeln und so fort, erklärt Professor Martin Halle, Experte für Prävention und Sportmedizin am Klinikum rechts der Isar und der Technischen Universität München.

Der Mensch hat rund fünf bis sechs Liter Blut. In der Schwangerschaft steigt die Blutmenge von Frauen um ein Drittel an. Das Blut besteht aus den roten und weißen Blutkörperchen, den Blutplättchen, aber auch vielen Begleitstoffen wie Hormonen, Eiweißen, Vitaminen und Elektrolyten. Gebildet wird das Blut im Knochenmark – in jeder Sekunde entstehen zirka zwei Millionen Blutkörperchen!

Bei gesunden Menschen sind die Adern innen glatt. Es können sich jedoch Fette, Proteine und Mineralstoffe an den Wänden ablagern, die sie unelastisch machen. Ablagerungen können zu Durchblutungsstörungen führen. Im Herz oder Hirn können sie als Herzinfarkt oder Schlaganfall töten! An sich ist Arteriosklerose, also die „Verkalkung“ der Adern, eine typische Alterserscheinung. Bei ungesunder Lebensweise tritt sie allerdings schon früher auf. Auch hormonelle Veränderungen des Blutes, etwa durch die Anti-Baby-Pille, Verletzungen oder Krankheiten können zu gefährlichen Blutgerinnseln führen. Bluthochdruck und Bewegungsmangel sind besonders gefährlich!

Professor Halle gibt Tipps, damit Sie gesund bleiben:

- Achtung bei Übergewicht! Ernährungsumstellung und Bewegung schützen vor Bluthochdruck und stärken das Herz .

- Rauchstopp! Rauchen ist einer der großen Risikofaktoren für Bluthochdruck, Arteriosklerose und Thrombose.

- Reduktion von gesättigten Fettsäuren und Salz im Essen. Das senkt den Blutdruck.

- Wichtig für den Blutdruck: Achten Sie auf Ihren Kochsalz-Konsum und nehmen Sie ausreichend Kalium zu sich

- 30 Minuten zügiges Spazierengehen pro Tag fördert die Elastizität der Gefäßwände und beugt dem Herzinfarkt vor!

S. Sasse

Ihre Stammzellen schenken Leben

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Nikolina Franic. © Bodmer

„Ein tolles Gefühl, jemandem sein Leben zurückzuschenken“, erinnert sich Nikolina Franic aus München. Die 21-jährige Auszubildende spendete kurz vor Weihnachten Stammzellen. Damit hat sie einer 65-jährigen Amerikanerin das Leben gerettet. Vor der Stammzellenspende musste sie sich zweimal täglich eine Flüssigkeit spritzen. „Das war eine Überwindung“, sagt sie, „aber notwendig, damit die Stammzellen aus dem Knochenmark ins Blut übergehen.“ Dann lief Nikolinas Blut vier Stunden lang durch eine Zentrifuge. Zwei Monate nach der Spende erreichte Nikolina die gute Nachricht, dass es der Frau besser geht. 2015 kann die Spenderin entscheiden, ob sie ihre Lebensretterin Nikolina kennenlernen will. „Ich würde immer wieder spenden, das ist eine ganz tolle Erfahrung!“, sagt Nikolina.

800 Spenden retteten Felix

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Felix Brunner. © dpa

Felix Brunner (24) lebt, weil Hunderte Menschen Blut spendeten. Der Krankenpfleger war früher selbst bei der Bergrettung von Füssen im Allgäu. Doch 2009 stürzte Felix nach dem Eisklettern in eine 30 Meter tiefe Schlucht. Der Hubschrauber rettete ihn lebensgefährlich verletzt. Es folgten acht Monate künstliches Koma, 13 Monate auf der Intensivstation, 60 Operationen und 800 Blutspenden – heute meistert Felix seinen Alltag wieder weitgehend selbständig. Er ist Botschafter des BRK-Blutspendedienstes, „mich haben die Spender gerettet!“. Und er konnte auch sogar zurück in die Berge: Als erster Rollstuhlfahrer hat er im Sommer 2013 mit dem Handbike die Alpen überquert: „Eine wahnsinnig tolle Erfahrung!“

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