Risiko-Liste  

Diese Chemikalien können Brustkrebs verursachen

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In Deutschland trifft die Diagnose Brustkrebs rund 46.000 Frauen jährlich.

Immer wieder werden Stoffe als krebserregend eingestuft. Wissenschaftler haben nun eine Liste der Chemikalien veröffentlicht, die Brustkrebs auslösen können. In der Liste stehen 17 Substanzen.

Durch die Vermeidung einiger alltäglicher Chemikalien können Frauen nach Angaben von US-Forschern ihr Brustkrebsrisiko verringern. In einer am Montag in der Zeitschrift "Environmental Health Perspectives" veröffentlichten Studie listen die Autoren um Ruthann Rudel vom "Silent Spring Institute" 17 Chemikalien auf, die bei Versuchsratten Brustkrebs auslösten und auch bei Frauen entsprechend wirken könnten. Mit einfachen Mitteln ließen sich diese Chemikalien im Alltag gut vermeiden, schreiben die Forscher.

Potenziell gefährliche Chemikalien kommen demnach in Autoabgasen vor, in Tabakrauch oder verkohltem Essen, in Lösungs-, Abbeiz- und Feuerschutzmitteln, fleckenabweisenden Textilien sowie im Trinkwasser.

Frauen sollten die Chemikalien meiden

Als Vorsichtsmaßnahme sollten sich Frauen deshalb so wenig wie möglich Autoabgasen aussetzen, elektrisch betriebene Rasenmäher benutzen, beim Kochen die Abzugshaube einschalten und Essen vom Grill einschränken.

Beim Kauf von Sofas und Sesseln sollten sie laut der Studie darauf achten, dass diese keinen Polyurethanschaum enthalten und nicht mit Brennschutzmitteln behandelt wurden. Auf fleckenabweisende Teppiche oder Stoffe sollten sie ganz verzichten und eine Reinigung suchen, die kein Perchlorethylen oder andere Lösungsmittel benutzt. Zudem rät die Studie zum Kauf von Kohlefiltern für Trinkwasser und HEPA-Filtern für Staubsauger. Und schließlich: Zu Hause stets die Straßenschuhe auszuziehen.

Rudel bezeichnete ihre Studie als einen "Fahrplan für die Vermeidung von Brustkrebs". Nach Angaben ihrer Co-Autorin Julia Brody ist es das erste Mal, dass eine Studie umfassend potenziell brustkrebserregende Chemikalien auflistet und Experten detaillierte Informationen gibt, wie diese sich im Blut und Urin von Frauen messen lassen. "Unglücklicherweise wurde der Zusammenhang zwischen schädlichen Chemikalien und Brustkrebs lange Zeit ignoriert", erklärte Brody. Das Leben von vielen Frauen könnte gerettet werden, wenn sie diesen Chemikalien seltener ausgesetzt seien.

Brustkrebs - Anleitung zur Selbstuntersuchung

Brustkrebs - Anleitung zur Selbstuntersuchung
Einmal im Monat sollte jede Frau ihre Brüste aufmerksam im Spiegel anschauen und in aller Ruhe abtasten. Vor den Wechseljahren liegt der beste Zeitpunkt dafür eine Woche nach dem Beginn der letzten Regel, denn dann ist die Brust besonders weich. Gegen Ende des Zyklus kann das Drüsengewebe unter dem Einfluss von Hormonen anschwellen und fühlt sich härter, oft auch etwas knotig an. © Deutsche Krebsgesellschaft e.V.
Brustkrebs - Anleitung zur Selbstuntersuchung
Betrachen Sie ihre Brüst im Spiegel: Einseitige Veränderungen in der Form oder Größe, Einziehungen, Vorwölbungen oder Hautveränderungen sind ein Grund, zur Frauenärztin oder zum Frauenarzt zu gehen. © Deutsche Krebsgesellschaft e.V.
Brustkrebs - Anleitung zur Selbstuntersuchung
Wenn Sie die Arme über den Kopf heben, sollten die Brüste ganz natürlich mit nach oben wandern. Achten Sie darauf, ob die Brust sich an einer Stelle verzieht, wenn Sie die Arme heben. Auch das ist ein Grund für einen Kontrolltermin bei der Ärztin oder dem Arzt. © Deutsche Krebsgesellschaft e.V.
Brustkrebs - Anleitung zur Selbstuntersuchung
Heben Sie den linken Arm hinter den Kopf und tasten Sie mit der rechten Hand ihre linke Brust ab. Wenn Sie Ihre Brüste zum ersten Mal bewusst abtasten, erschrecken Sie vielleicht, weil Ihnen das äußerlich so glatte Gewebe ziemlich knubbelig vorkommt. Besonders bei jungen Frauen mit sehr ausgeprägtem Drüsengewebe kann das der Fall sein. © Deutsche Krebsgesellschaft e.V.
Brustkrebs - Anleitung zur Selbstuntersuchung
Tasten Sie auch den Rand des Brustmuskels in Richtung Achselhöhle und die Achselhöhle ab. © Deutsche Krebsgesellschaft e.V.
Brustkrebs - Anleitung zur Selbstuntersuchung
Zum Schluss sollten Sie noch Ihre Brustwarze zusammendrücken und darauf achten, ob sie Flüssigkeit absondert. Wenn Sie irgendeine Veränderung bemerken, die Sie beunruhigt, sollten Sie möglichst bald zur Ärztin oder zum Arzt gehen. © Deutsche Krebsgesellschaft e.V.

AFP

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