Masken-Coupon

FFP2-Maskenpflicht ab Montag: Wo Sie den Corona-Mundschutz kaufen können – und wer ihn günstiger erhält

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn trägt vor einer Pressekonferenz eine FFP2 Maske.
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Bundesgesundheitsminister Jens Spahn trägt vor einer Pressekonferenz eine FFP2-Maske. Ab 18. Januar soll nur noch dieser Maskentyp in öffentlichen Verkehrsmitteln und auch im Einzelhandel erlaubt sein.

Adieu selbst genähte Alltagsmaske: Im öffentlichen Nahverkehr und im Einzelhandel müssen die Bayern ab 18. Januar FFP2-Maske tragen. Einige können sie günstiger kaufen.

  • Ab 18. Januar 2021 dürfen Bürger in Bayern nur noch mit FFP2-Maske den öffentlichen Nahverkehr nutzen und einkaufen gehen: Das hat das bayerische Kabinett am 12. Januar beschlossen.
  • CSU-Ministerpräsident Markus Söder sagte dem Bayerischen Rundfunk zufolge, dass der Alltag sicherer gestaltet werden müsse und daher die FFP2-Maskenpflicht eingeführt werde. Dies würde nicht nur die anderen, sondern auch einen selbst schützen. Die Verfügbarkeit im Handel sei gewährleistet: Eine Aussage, die Hamsterkäufen vorbeugen soll.
  • Erfahren Sie hier, was eine FFP2-Maske von einer herkömmlichen Alltags- oder OP-Maske unterscheidet und wo Sie den Mundschutz kaufen können.

Gesichtsvisiere, medizinische Gesichtsmasken oder liebevoll selbst genähter Mundschutz: Wer sich aktuell im Supermarkt umschaut, kann alle erdenklichen Arten von Mund-Nasen-Schutz begutachten. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) unterscheidet verschiedene Maskentypen: Zum einen die Mund-Nasen-Bedeckung (dazu zählen selbst genähte Masken), medizinische Gesichtsmasken wie OP-Masken und partikelfiltrierende Halbmasken. In letztere Sparte fallen FFP2- und FFP3-Masken, die eine bessere Schutzwirkung als Alltagsmasken aus Stoff versprechen. Der Grund hierfür liegt im Material, das auch kleinste Atemtröpfchen abfangen kann. Das ist vor allem deshalb relevant, weil Coronaviren über feinste ausgeatmete Aerosole übertragen werden können. Um sich selbst vor diesen zu schützen, empfiehlt das BfArM FFP2- oder FFP3-Masken. Nur dieser Maskentyp sei in der Lage, Eigenschutz zu gewährleisten.

Also alle anderen Masken in den Müll und nur noch FFP2-Masken verwenden? Nein, jede Mund-Nasen-Bedeckung – und sei es nur eine Stoffmaske – ergibt Sinn, da sie Atemtröpfchen daran hindert, ungebremst in die weitere Umgebung zu gelangen. Bei Alltagsmasken* gilt: Je dichter die verwendeten Stoffe gewebt sind, desto besser. Die beste Schutzwirkung erbringen allerdings nach aktuellem Wissensstand FFP-Masken.

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FFP2-Masken-Coupons für Corona-Risikogruppen im Januar

„FFP“ steht dabei für „Filtering Face Piece“, was übersetzt so viel heißt wie „filterfähiges Gesichts-Stück“. Es handelt es sich um Arbeitsschutz-Masken, die im Handwerk auch als Staubschutzmasken bezeichnet werden. Die weißen, kuppel- oder Kaffeefilter-förmigen Mund-Nasen-Bedeckungen schützen den Träger vor Partikeln, Tröpfchen und Aerosolen – vorausgesetzt sie liegen dicht am Gesicht an. Die CE-zertifizierten Einwegprodukte verfügen je nach Stufe über eine unterschiedliche Filterleistung: Wo FFP2-Masken 94 Prozent der Aerosole in der Umgebungsluft herausfiltern, sind es bei FFP3-Masken 99 Prozent. „Sie bieten daher nachweislich einen wirksamen Schutz auch gegen Aerosole“, informiert das BfArM und erklärt: „Die Prüfnorm ist, gemeinsam mit dem CE-Kennzeichen und der vierstelligen Kennnummer der Benannten Stelle, auf der Oberfläche der FFP-Maske aufgedruckt“.

Vom 15. Dezember bis 6. Januar konnten Ü-60-Jährige und Menschen mit Vorerkrankungen wie Asthma, Diabetes oder Krebs drei kostenlose FFP2-Masken oder gleichwertige Modelle kostenfrei in Apotheken abholen. Im Januar sollen fälschungssichere Coupons von den Krankenkassen folgen, wie unter anderem die Techniker Krankenkasse bestätigt: „Im Laufe des Januar erhalten die Anspruchsberechtigten per Post zwei Coupons für jeweils sechs FFP2- oder vergleichbare Masken, die gegen eine Eigenbeteiligung von zwei Euro eingelöst werden können“. Insgesamt soll so jeder Risikopatient 15 FFP2-Masken erhalten, für jede Winterwoche eine.

Nicht-Risikogruppen können FFP2-Masken unter anderem hier kaufen:

(jg) *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

Weiterlesen: Corona-Forschung: Antiviral wirksame Maske soll am besten vor Viren schützen – indem sie Atemluft desinfiziert.

Alltagsmasken und die Materialfrage

Wer sich eine Maske nähen will, muss sich zwischen einer Vielzahl von Stoffen entscheiden. Foto: Mascha Brichta/dpa-tmn
Wer sich eine Maske nähen will, muss sich zwischen einer Vielzahl von Stoffen entscheiden. Foto: Mascha Brichta/dpa-tmn © Mascha Brichta
Die Maske des Bekleidungsherstellers Maloja ist auf der Außenseite mit einer Behandlung auf Basis von natürlichen Silbersalzen überzogen - diese soll das Wachstum von Viren reduzieren. Foto: Zacharie Scheurer/dpa-tmn
Die Maske des Bekleidungsherstellers Maloja ist auf der Außenseite mit einer Behandlung auf Basis von natürlichen Silbersalzen überzogen - diese soll das Wachstum von Viren reduzieren. Foto: Zacharie Scheurer/dpa-tmn © Zacharie Scheurer
Partikelfiltrierende Masken (FFP) müssen bestimmte Normen erfüllen. Foto: Friso Gentsch/dpa/dpa-tmn
Partikelfiltrierende Masken (FFP) müssen bestimmte Normen erfüllen. Foto: Friso Gentsch/dpa/dpa-tmn © Friso Gentsch
In medizinischen Mund-Nasen-Schutzmasken sind Vliese verarbeitet, die aufgrund ihrer Faserstruktur besonders gut filtern. Foto: Zacharie Scheurer/dpa-tmn
In medizinischen Mund-Nasen-Schutzmasken sind Vliese verarbeitet, die aufgrund ihrer Faserstruktur besonders gut filtern. Foto: Zacharie Scheurer/dpa-tmn © Zacharie Scheurer
Zur Eindämmung der Corona-Pandemie gilt an vielen Orten eine Maskenpflicht. Foto: Christoph Soeder/dpa/dpa-tmn
Zur Eindämmung der Corona-Pandemie gilt an vielen Orten eine Maskenpflicht. Foto: Christoph Soeder/dpa/dpa-tmn © Christoph Soeder
Manche nutzen Alltagsmasken auch als modisches Accessoire - an entsprechenden Angeboten mangelt es nicht. Foto: Kirsten Neumann/dpa-tmn
Manche nutzen Alltagsmasken auch als modisches Accessoire - an entsprechenden Angeboten mangelt es nicht. Foto: Kirsten Neumann/dpa-tmn © Kirsten Neumann

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Kommentare

Kurt.KabelbinderAntwort
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"Aus den bislang vergleichsweise geringen Auswirkungen der Pandemie in Deutschland lässt sich deshalb keineswegs schließen, dass das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 ungefährlich sei oder weniger gefährlich als die Grippe. Vielmehr deutet die Entwicklung in Deutschland darauf hin, dass Maßnahmen zur Eindämmung der Infektionen
vergleichsweise effizient eingesetzt wurden. Modellrechnungen gehen von 370 000 bis 770 000 zusätzlichen Sterbefällen in Deutschland aus, wären diese Maßnahmen nicht ergriffen worden und hätte sich das Verhalten der Menschen nicht geändert."

Quelle: "Sonderauswertung zu Sterbefallzahlen des Jahres 2020" Destatis punkt de (08.01.2021)

Florian HeiligAntwort
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Drangsalieren ist nicht bestrafen. Drangsalieren = quälen (Sind die Masken generell eine Qual, ja. Benutze ich sie weil ich dadurch das Risiko vermindere mich oder andere anzustecken, ja. Wird man durch Stress gequält, weil man sich auf einmal Gedanken machen muss, wie man mit vernünftigem Mitteln an die Dinger ran kommt, ja)

Und mir geht es darum Maßnahmen auch nachzuvollziehen und logisch verstehen zu können.
Das ist hier nicht gegeben.
Es sprechen außerdem mehr Punkte gegen als für eine VERPFLICHTENDE Maßnahme:
1.: Eine verpflichtende Maßnahme ist immer mit einer Nachvollziehbarkeit verbunden. Wenn ein Großteil der Gesellschaft sie nicht nachvollziehen kann ist sie immer negativ behaftet. Man erreicht dann meist nur das Gegenteil, und sie wird dann abgelehnt.

2.: Warum allgemein im ÖPNV und das unabhängig wie lange man darin fährt? Es ist ein himmelweiter Unterschied ob ich 1 Station in einem leeren Bus fahre oder 45 Minuten in einer gerammelt vollen S-Bahn. Sinniger wäre sie dann beim Fernverkehr: ICE, Flug, Zugfahrten > 30 Min. Warum beim Einzelhandel, wäre der Bereich ein Infektionstreiber wäre diese Pandemie seit letzten Jahr völlig außer Kontrolle? Und sämtliche Mitarbeiter im Einzelhandel wären schon komplett durchseucht? Das Hygienekonzept dort funktioniert, warum es dann ändern. (Never change a running system)
Z.B. Thema Click & Collect, in den meisten Bundesländern (Sachsen und Thüringen verständlicherweise ausgenommen) war es vor Weihnachten ohne FFP2 Maske erlaubt, unbegründete Ausnahme: Bayern. Haben wir seitdem weniger Fälle? Haben die anderen Bundesländer seit dem mehr Fälle? Nein die Zahlen sind relativ konstant geblieben.

3.: Der Zeitpunkt. Man argumentiert seit ~ 2 Wochen das die Datengrundlage ungenau ist wegen der Feiertage und man deswegen keine Lockerungen machen kann (ist ja auch logisch). Aber genau auf der selben Datengrundlage kann man dann eine Änderung durchführen welche viele Menschen massiv einschränkt, d.h. die Sicherung deiner Grundbedürfnisse (Nahrung) ist eingeschränkt und man wird dann auch noch bestraft wenn man sich nicht daran halten kann, weil sie a) durch assoziales Hamstern ausverkauft ist oder b) durch assoziales Wuchern nicht mehr bezahlbar wird. Aber Personen unter a) und b) passiert nichts. Das meine ich mit der Bestrafung derjenigen die nichts dafür können das die Situation nun mal so ist wie sie ist und selbst ihr bestes tun um es nicht noch zu verschlimmern.

4.: Die Kommunikation dazu. So wie sie verlautet wurde klang es als ob man sich nicht mal ansatzweise damit befasst hat. Merkt man 1. an der heftigen Diskussion, 2. das man einige Details erst später bekannt geben kann und 3. das es erstmal Panikkäufe gibt. Super, da hat man erstmal mehr Schaden verursacht als es wirklich was bringen wird.

5.: Ein verpflichtendes Tragen einer FFP2 Maske wird diese Pandemie nicht unmittelbar beenden. Ebenso wird sie die Zahlen nicht drastisch mindern. Wenn dann hätte man schon im Oktober ein verpflichtendes Tragen überall vorschreiben können und alles offen lassen können, oder etwa nicht? Eine FFP2 Maske ohne Abstand oder komplett falsch angelegt ist nicht viel besser als eine korrekt sitzende Alltagsmaske mit Abstand. Man bekommt die Zahlen nur wirklich in den Griff wenn man den harten Schnitt macht und einen wirklichen Lockdown, also für 2-3 Wochen alles zu was nicht lebensnotwendig ist und das hätte man eigentlich schon vor Weihnachten machen sollen. Aber man hatte ja Angst das man von der hoch heiligen Industrie eine auf den Deckel bekommt. Wirtschaft ist halt doch wichtiger als Gesundheit. Jetzt die FFP2 Maske in Bereichen zu verpflichten die nicht der Treiber der Pandemie sind, ist der Tropfen auf den heißen Stein. Kontakte werden dadurch nicht vermindert, ganz im Gegenteil wird es meiner Meinung die Kontakte sogar erhöhen, weil sehr viele dann die Abstandsregel vergessen werden, weil man ist ja vermeintlich besser geschützt.

Ergo: FFP2 Maske ja, aber bitte mit Sinn und Verstand. So wie es unser "tolles" bayerisches Kabarinett gemacht hat, Nö.
Warum wird der Zugang dazu nicht ZUERST erleichter indem man die in jedem gottverdammten Supermarkt zu vernünftigen Preisen erhält? Dann kann man auch darüber reden die verpflichtend zu tragen und nicht andersherum, wenn man ja schon ein Mittel hat was in gewissem Maß funktioniert.

MasterAntwort
(0)(0)

Da sind wohl die Argumente ausgegangen