Virusinfektion

Ebola in Hannover? Gesundheitsamt ermittelt

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12.12.2018, Niedersachsen, Hannover: In Schutzkleidung steht ein Mitarbeiter der Feuerwehr auf dem Balkon einer Wohnung in einem Mehrfamilienhaus. Eine Bewohnerin hatte wegen hohen Fiebers einen Notarzt gerufen. Sie selbst habe die Befürchtung geäußert, an dem lebensgefährlichen Ebola-Virus erkrankt zu sein.

Nach einem Verdacht auf Ebola hatten die Behörden in Hannover größte Vorsichtsmaßnahmen getroffen. Würden sich die Krankheitserreger ausbreiten, könnte eine Epidemie drohen.

Ein Verdacht auf Ebola in Hannover hat sich nicht bestätigt. Das habe der Test der Blutprobe von einer Patientin ergeben, sagte eine Sprecherin der Region Hannover am Mittwoch. Die Behörden gaben am Abend Entwarnung, nachdem die Probe im Hochsicherheitslabor des Niedersächsischen Landesgesundheitsamts (NLGA) untersucht worden war. Die Patientin bleibt aber in ärztlicher Behandlung.

Hat Frau Ebola? Fieber bricht nach einer Kamerun-Reise aus

Die Frau aus Hannover hatte den Angaben zufolge wegen hohen Fiebers einen Notarzt gerufen. Im Gespräch mit dem Arzt über den Krankheitsverlauf habe sie berichtet, dass sie vor kurzem von einer Reise nach Kamerun zurückgekehrt sei. Sie selbst habe die Befürchtung geäußert, an dem lebensgefährlichen Ebola-Virus erkrankt zu sein. "Kamerun gehört aber nicht zu den typischen Ebola-Gebieten", sagte die Sprecherin des Gesundheitsamtes.

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Trotzdem habe der Notarzt den Fall dem Gesundheitsamt gemeldet. Die Behörde entsandte darauf eine eigene Ärztin, die eine Blutprobe entnahm. Retter und Ärzte trugen Schutzkleidung und Masken, um das Ansteckungsrisiko gering zu halten.

Das Ebola-Virus gehört zu den gefährlichsten Krankheitserregern der Welt. Es löst ein mit Blutungen einhergehendes Fieber aus. Die Erkrankung kann in schlimmsten Fall zum Tod führen.

Ebola: Darum ist die Krankheit so gefährlich.

dpa

Ebola: So funktioniert der gelbe Schutzanzug

Schutzkleidung gegen Ebola
Für Pfleger und Ärzte von Ebola-Patienten ist vor allem eines wichtig: Schutz vor Ansteckung. © dpa
Schutzkleidung gegen Ebola
Ebola-Helfer tragen neben dem gelben Schutzanzug Atemmaske, Schutzbrille, Schuhüberzieher und zwei Paar Handschuhe, die übereinander getragen werden. © dpa
Schutzkleidung gegen Ebola
Eine Bedienungsanleitung zum Anziehen eines Schutzanzuges. © dpa
Schutzkleidung gegen Ebola
Zu Demonstrationszwecken zieht ein Arbeiter der Firma Dach einen Ebola-Schutzanzug an. © dpa
Schutzkleidung gegen Ebola
Der gelbe Overall Typ 3 ist komplett flüssigkeitsdicht. Das Ebola-Virus wird durch Blut und andere Körperflüssigkeiten wie beispielsweise auch Schweiß oder Erbrochenes übertragen. © dpa
Schutzkleidung gegen Ebola
Ein Karton mit Ebola-Schutzkleidung. Mit einem gelben Anzug vom flüssigkeitsdichten Typ 3 kostet ein Paket rund 36 Euro. © dpa
Schutzkleidung gegen Ebola
Das Tragen der Ebola-Schutzkleidung ist unangenehm: Wegen des zeltartigen Stoffes kann die Haut nicht atmen, darunter wird es schnell warm und feucht. Eine Tragezeit von 90 Minuten wird empfohlen. © dpa
Schutzkleidung gegen Ebola
Mit Masken und Spezialanzügen schützen sich Pflegekräfte auf der "Station 68" am Uniklinikum in Frankfurt am Main (Hessen) während einer Simulationsübung (August) vor einer Ansteckung mit gefährlichen Keimen. © dpa
Schutzkleidung gegen Ebola
Am 3. Oktober 2014 wird ein an Ebola erkrankter Patient mit einem speziellen Krankenwagen in die Isolierstation der Uniklinik in Frankfurt am Main (Hessen) gebracht. © dpa

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