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Erziehung für Kinder schädlich: U-Boot-Eltern tauchen einfach ab

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Von: Judith Braun

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Sogenannte U-Boot-Eltern kümmern sich nicht um die Schullaufbahn ihrer Kinder. Sie tauchen erst bei den Lehrern auf, wenn es brenzlig wird.

München – Helikopter-Eltern werden gerne dafür kritisiert, es mit der Behütung ihrer Kinder zu gut zu meinen. Anstatt deren Selbständigkeit zu fördern, wollen sie den Kleinen ein Leben ohne Hindernisse bereiten. Daneben gibt es aber auch eine andere Eltern-Spezies, deren Erziehungsstil den Kindern im Erwachsenenalter genauso schaden kann: die sogenannten U-Boot-Eltern.

Erziehung: U-Boot-Eltern tauchen einfach ab

U-Boot-Eltern tauchen einfach ab und erscheinen in der Schule erst wieder, wenn ihr Kind ernste Probleme hat.
U-Boot-Eltern tauchen einfach ab und erscheinen in der Schule erst wieder, wenn ihr Kind ernste Probleme hat. (Symbolbild) © Lev Fedoseyev/IMAGO

Wie Hubschrauber kreisen Helikopter-Eltern ständig um ihre Kinder, um sie zu beobachten und fast schon zu bewachen. Ein Experte warnt deshalb vor verhaltensgestörten Kindern. Aufgrund ihrer höheren Intelligenz könnten Kinder von Helikopter-Eltern allerdings im späteren Leben wiederum erfolgreicher werden. U-Boot-Eltern hingegen halten sich bei der Erziehung ihrer Kinder meistens zurück. Wie es der Name bereits sagt, tauchen sie wie ein U-Boot ab und schaden damit gewissermaßen den Kleinen ähnlich wie das andere Extrem der Helikopter- oder Rasenmäher-Eltern.

Das Abtauchen zeigt sich insbesondere während der Schullaufbahn. Zunächst sind U-Boot-Eltern beispielsweise bei Elternsprechtagen nicht anwesend und lassen sich bei derartigen Veranstaltungen nie blicken. Demnach interessieren sie sich kaum für die schulischen Aktivitäten ihrer Kinder und kümmern sich auch nicht wirklich darum. Sobald es jedoch wirklich kritisch wird und die Schüler zum Beispiel vor dem Versetzen gefährdet sind, tauchen sie plötzlich bei den Lehrern auf. Dann können sie mitunter schwere Geschütze auffahren.

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U-Boot-Eltern drohen Lehrer bei schlechten Noten mit Anwalt – zuvor kümmern sie sich nicht um Schullaufbahn ihrer Kinder

Manchmal reicht bereits eine schlechte Note aus, um plötzlich bei den Lehrern auf der Matte zu stehen. Dann beschweren sich U-Boot-Eltern entweder direkt bei den Lehrern oder sie gehen gleich zur Schulleitung, obwohl sie zuvor jedes Gespräch gemieden haben. Es kann auch schon mal vorkommen, dass den Lehrern ein Anwaltsschreiben ins Haus flattert oder die Eltern Widerspruch gegen eine Nichtversetzung einlegen.

Ähnlich wie Rasenmäher-Eltern, die für ihre Kinder mögliche Hindernisse im Leben direkt wegräumen möchten, versuchen auch U-Boot-Eltern in diesen Fällen ihre Kinder vor bösen Überraschungen in der Schule zu bewahren. Bisweilen ist es dann jedoch bereits zu spät und die Kinder leiden am meisten darunter. Denn die Eltern hätten sie viel früher bei ihren Schwierigkeiten unterstützen müssen.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren RedakteurInnen leider nicht beantwortet werden.

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