Nur die Starken kommen in den Garten

Familienvater verweigert Kindern Medizin - fast wäre es in einer Katastrophe geendet

Richard Lanigan ist sich sicher - die Evolution hat vorherbestimmt, wer überlebt und wer nicht. Er selbst habe seinen Krebs mit Cannabisöl "heilen" können.

Keine Medikamente, keine Impfungen und auch kein Fiebersaft: Die Lanigans haben kein Vertrauen in die moderne Medizin. Sie leben lieber nach dem Motto "Dreck schützt" und sind der Überzeugung, dass Impfungen & Co. das Immunsystem mehr schwächen als nützen.

Britischer Vater will Krebs mit Cannabisöl geheilt haben und verweigert Kindern Medikamente

Vater Richard Lanigan, ein gelernter Chiropraktiker, gibt daher seinen vier Kindern keine Medizin, wenn sie krank sind - stattdessen glaubt er an die starken Selbstheilungskräfte des Körpers. Der 61-Jährige soll selbst an Darmkrebs erkrankt gewesen sein und sich mithilfe von hohen Dosen Cannabisöl geheilt haben.

Daher lässt der Alternativmediziner seine Kinder auch krank sein - und ist sich sicher, dass Infektionen die Gesundheit seiner Kinder sogar stärken. Doch fast wäre dieser Gedanke in einer fatalen Katastrophe geendet, wie der britische Mirror jetzt berichtet.

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So soll das jüngste Kind, das noch ein Baby ist, an einem lebensgefährlichen Keuchhusten erkrankt sein. Doch die Eltern verwehrten den Ärzten in der Klinik, das Baby medizinisch zu versorgen. Stattdessen waren die Briten der Überzeugung, dass allein die Muttermilch dank seiner natürlichen Kräfte das Kind retten würde.

Kind fast gestorben - doch  das deute nur auf natürliche Selektion hin

Falls es allerdings doch mal zum Äußersten kommen sollte, wäre dies nichts anderes als das Ergebnis der menschlichen Evolution. "Die natürliche Selektion bedeutet, dass nur die Kämpfer durchkommen. Nur die Starken überleben am Ende", meint Vater Lanigan gegenüber der Tageszeitung.

Medikamente gebe der Vierfach-Papa nur im äußersten Notfall, erklärt er weiter, ansonsten verschreibe er den Kindern bei Halsschmerzen & Co. lediglich Eis oder Cola. Schließlich habe seiner Meinung nach das Gesundheitswesen komplett versagt - warum sonst sollte es so viele chronische Volkskrankheiten geben, schließt er.

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jp

Globuli: Was hinter homöopathischen Arzneien steckt

In den meisten homöopathischen Globuli ist kein Wirkstoff mehr nachweisbar. Foto: Franziska Gabbert/dpa-tmn
In den meisten homöopathischen Globuli ist kein Wirkstoff mehr nachweisbar. © Franziska Gabbert
Für den Hausgebrauch kann man verschiedene Globuli in fertigen Sets kaufen. Die Apotheken verkaufen jährlich homöopathische Mittel im Wert von mehr als 500 Millionen Euro. Foto: Franziska Gabbert/dpa-tmn
Für den Hausgebrauch kann man verschiedene Globuli in fertigen Sets kaufen. Die Apotheken verkaufen jährlich homöopathische Mittel im Wert von mehr als 500 Millionen Euro.  © Franziska Gabbert
Mehr als jeder zweite Deutsche hat schon mal homöopathische Arzneien wie diese Kügelchen genommen. Viele berichten, dass sie ihnen zumindest manchmal helfen. Foto: Franziska Gabbert/dpa-tmn
Mehr als jeder zweite Deutsche hat schon mal homöopathische Arzneien wie diese Kügelchen genommen. Viele berichten, dass sie ihnen zumindest manchmal helfen.  © Franziska Gabbert
Sich selbst bei leichten Beschwerden mit Globuli wie diesen zu behandeln, halten Experten in Deutschland für unbedenklich. Die Arzneien werden strengen Kontrollen unterzogen. Foto: Franziska Gabbert/dpa-tmn
Sich selbst bei leichten Beschwerden mit Globuli wie diesen zu behandeln, halten Experten in Deutschland für unbedenklich. Die Arzneien werden strengen Kontrollen unterzogen © Franziska Gabbert
Natalie Grams hat selbst jahrelang Menschen homöopathisch behandelt. Heute kritisiert sie ihre ehemaligen Kollegen. Etwas Gutes hat die Homöopathie für sie aber nach wie vor. Foto: Gudrun-Holde Ortner/dpa-tmn
Natalie Grams hat selbst jahrelang Menschen homöopathisch behandelt. Heute kritisiert sie ihre ehemaligen Kollegen. Etwas Gutes hat die Homöopathie für sie aber nach wie vor.  © Gudrun-Holde Ortner
Manfred Schedlowski ist Direktor des Instituts für Medizinische Psychologie und Verhaltensimmunbiologie am Universitätsklinikum Essen. Er beschäftigt sich unter anderem mit dem Placeboeffekt. Foto: Manfred Schedlowski/dpa-tmn
Manfred Schedlowski ist Direktor des Instituts für Medizinische Psychologie und Verhaltensimmunbiologie am Universitätsklinikum Essen. Er beschäftigt sich unter anderem mit dem Placeboeffekt. © Manfred Schedlowski

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